Der Film handelt vom ganz "normalen" Großstadtwahn in einen DER Zagreber Arbeiterviertel (Tresnjevka/Crnomerec), wo hinter der Fassade der scheinbar heilen Welt der alltägliche Horror stattfindet : prügelde Kriegsveteranen, illegale, mehrmalige Abtreibungen armer Frauen die sich keine im Krankenhaus leisten können und sich langweilende, jugendliche Skinsheads die auch mal einen Roma verprügeln und ihn an die Gleise binden, welche direkt neben dem Haus verlaufen. Die tristesse der Umgebung begleitet den Film von Anfang bis zum Schluss. Immer wieder funkeln die herausgeputzten Fassaden der Zagreber Innenstadt jenseits der Gleise durch, der Film allerdings handelt diesseits der Gleise welche schon immer eine Grenze dieser Stadt darstellte zwischen arm und reich, herausgeputzt und abgewohnt. Das Haus liegt direkt an diesen Gleisen und spiegelt das Kleinbürgerliche Leben wieder an der die Familie Sonntags verient zur Kirche geht und abends die Frau verprügelt wird oder der "ehrwürdige" Vater einer der Lesben beim heimlichen sexuellen Akt mit einer der Hausbewohnerinnen, einer Prostituierten, stirbt. In einer Welt in der es kein Platz für lesbische Paare gibt und die Situation beim outing eskaliert. Düster ist der Film zum einen durch die Jahreszeit (der Film spielt im kalten Winter), die Umgebung (altes, heruntergekommenes Arbeiterquartier) und durch die etwas unheimlichen Bewohner.
Selbst die "normale", reiche Welt welche in einer Disignerwohnung in einem besseren Viertel spielt (in die eine der Lesben am Ende einzieht), strahlt Kälte aus da bewusst die warmen Farben herausgenommen wurden. Alles in allem ein bedrückender aber gut gemachter Film der den alltäglichen Wahn der hinter den Fassaden unserer Welt thematisiert auch wenn es selten sein sollte das so viele "krumme" Gestalten in einem Haus zusammenwohnen. Ein Irrenhaus voller Menschen mit psyhischen Problemen inmitten einer Großstadt.