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Schöne Tage / Edition Der Standard
 
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Schöne Tage / Edition Der Standard

Andreas Umnig , Martin Fritz , Fritz Lehner    Nicht geprüft   DVD
5.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (3 Kundenrezensionen)
Preis: EUR 11,99
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Produktinformation

  • Darsteller: Andreas Umnig, Martin Fritz, Johann Woschitz
  • Regisseur(e): Fritz Lehner
  • Sprache: Deutsch (Dolby Digital 2.0)
  • Region: Alle Regionen
  • Bildseitenformat: 16:9 - 1.77:1
  • Studio: Hoanzl Vertrieb GmbH
  • Erscheinungstermin: 13. Oktober 2006
  • Produktionsjahr: 1981
  • Spieldauer: 152 Minuten
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 5.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (3 Kundenrezensionen)
  • ASIN: B000ION3LG
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 48.981 in Filme & TV (Siehe Top 100 in Filme & TV)

Rezensionen

Kurzbeschreibung

Ein Meilenstein der österreichischen Literaturverfilmung, eine mittlerweile legendäre ORF-Produktion: Fritz Lehners eindrucksvolle Adaption von Franz Innerhofers autobiographischem Roman "Schöne Tage" erzählt in holzschnittartiger Wucht die Geschichte eins unehelichen Bergbauernkindes, das sich seinen Weg hinaus aus der Enge mühsam erkämpfen muss. Gespielt wird dies alles übrigens weitgehend von Laien, Menschen aus dem bäuerlichen Milieu, deren Dialoge meist nur fragmentarisch vorskizziert worden waren.

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12 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Apicula HALL OF FAME REZENSENT TOP 10 REZENSENT VINE™-PRODUKTTESTER
Diesen Film kann man eigentlich niemandem empfehlen, und dennoch wage ich zu behaupten: Es ist kein Fehler sich ihn anzusehen.

"Schöne Tage" glänzt nicht durch beeindruckende, sondern durch natürlich-authentische Aufnahmen (Filmmaterial aus den Achtziger Jahren!); keineswegs durch nennenswerte, mehr durch solide Kameraführung. Sie werden keinen bekannten Schauspieler erkennen, denn Laiendarsteller wurden als Besetzung gewählt; die noch dazu in einem befremdlich-brutalen (Kärntner) Dialekt sprechen. Dennoch bleibt der Film merkwürdig stumm. Und sei es nur, dass man beim Mitansehen verstummt - dass einem selbst die Worte für "sowas" wegbleiben.
Die Handlung spielt auf einem Bergbauernhof, Anfang bis Mitte der Fünfziger Jahre. Doch erwarten Sie bloß keine Heimatfilmidylle im "Ganghofer" - Stil. In diesem Film glänzt Liebe, Freundschaft, Gemeinschaft nur durch eines: Dur Abwesenheit, und zwar durch vollkommene! (Gewisse Parallelen bestehen, obwohl nur am Rande, zu den Filmen "Schwabenkinder", "Herbstmilch" und "Bergkristall". - Auch wer grad neulich von der Millieustudie "Tannöd" begeistert war, wird hier ein Stück Bauernhof-NICHT-Idylle mit hartherzigen Bauersleuten in der Hauptrolle wieder finden. Es wird zwarwohl erschlagen, aber in den Selbstmord getrieben ...

Wir befinden uns in der Nachkriegszeit, als es österreichischen Bergbauern existenziell an den Kragen ging. Der kleine Franzi Holl wird von seiner Mutter zu seinem leiblichen Vater - auf einen Bergbauernhof - abgegeben. Dort wird er weniger als "Sohn des Bauern", mehr als neuer Knecht behandelt und unterdrückt, wo es nur geht. Die Herrschaft seines Vaters, wird beispielsweise vermittels der Arbeitsszenen bei der Heumahd eindrücklich geschildert. Franzi darf zwar die Schule besuchen, wird dort aber schnell unbeliebt, weil er stinkt. Dass Franzi Bettnässer ist, wird ihm das Leben (bis ins Jugendalter) nicht einfacher machen. Aber das kümmert so gut wie keinen. Seine Mutter macht sich mehr Sorgen um das Bettzeug, als darum, ob, oder wie man dem Jungen helfen könnte.

Weit über zwei Stunden versucht man wie gebannt einen Faden zu finden, in diesem trostlosen Film, der dem Zuschauer ein denkbar hartes Schicksal vor Augen führt. Was aus diesem Jungen Burschen irgendwann noch mal wird, bleibt (am Ende des Filmes) relativ ungewiss.
Schön sieht sich "Schöne Tage" gewiss nicht an. Es gibt allerdings einige klitzekleine Szenen die Hoffnung machen ...

Die Verfilmung von Fritz Lehner bietet uns ein eindrückliches Laienschauspiel, über Knechtschaft, besser eine Art Leibeigenschaft, von der viele nicht glauben möchten, es habe sie in dieser Art gegeben. Franz Innerhofer, dessen Autobiographisches Buch "Schöne Tage" dem Film als Vorlage diente, hat hiermit allerdings seine Kindheit verarbeitet. Als Autor erlangte er in den Siebzigern einen großen Bekanntheitsgrad, Ende der Neunziger wurden seine literarischen Werke kaum noch beachtet und noch miserabler besprochen. Der Autor nahm sich im Januar 2002 das Leben. (Franz Innerhofer war es wichtig, nach all den Erlebnissen, den Mund nicht mehr halten zu müssen. Das möchte man ihm nach Lektüre des Buches, oder Ansehen des Filmes nicht verdenken. - Möge er in Frieden ruhen.)
In Österreichs Schulen wird sein Buch "Schöne Tage" noch immer gerne als Pflichtlektüre gehandelt, wobei ich - musste es auch lesen - das meinem Nachwuchs gerne ersparen würde. Schön liest sich das nicht. Und wie erwähnt, schön sieht sich auch der Film nicht an. Und dennoch - jetzt wiederhole ich mich schon wieder - ist es kein Fehler sich "Schöne Tage" anzuschauen.

"Schöne Tage" (Österreich, 1981); REGIE, DREHBUCH: Fritz Lehner; PRODUZENT: Hermann Wolf; KAMERA: Toni Peschke, Bernd Watzek; MUSIK: Bert Breit; MIT: Andreas Umnig, Martin Fritz, Johann Woschitz, Veronika Dovjak, Josef Holister, Regina Maurer...
Laufzeit: ca. 150 min.

Die DVD aus der "Edition Der Standard" ist optisch und haptisch ein Highlight, und wartet auch noch mit ein paar Texten, zu Regisseur, Autor und Film auf!
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12 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
einfach gewaltig.endlich mal ein heimat film der nichts beschönigt, der das leben in den bergen so beschreibt wie es in abgelegenen gegenden zum teil immer noch der fall ist...dieser film erzählt in gewaltigen bildern die geschichte eines unehelichen kindes welches an den schlägen seines vaters, dem einfluss der kirche und an der härte der menschen die ihn immer und immer wieder demütigen zerbricht.eine literaturverfilmung der extraklasse.gar keine frage.
der autor des gleichnamigen buches franz innerhofer erzählt hier die geschichte SEINER kindheit.er beging im jahr 2002 selbstmord
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4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Schöne Tage - keineswegs 2. Februar 2010
Schöne Tage, keineswegs. Aber Innerhofers Biographie, auch die weiteren Teile, waren für mich damals etwas Besonderes. Bei mir war es ähnlich, allerdins in Südwestfalen. Das Beklemmende im Film kann ich sehr gut nachvollziehen. Für die Verfilmung war ich damals sehr dankbar, wie auch jetzt für die DVD.
Da war ich dann endlich der Überzeugung: Da ist jemand, der mich versteht. Karl, Köln
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