10 Jahr lang hatte sich Viktor Escher nach dem plötzlichen Tod seiner jungen Frau aus der Öffentlichkeit zurückgezogen. Erst der Mord an Carlo Morwitz, Direktor des städtischen Kunstmuseums und gleichzeitig sein ehemaliger Schwager, veranlasst ihn, sich wieder in der Gesellschaft zu zeigen. Allerdings: irgendwie gibt es da Ungereimtheiten um den Tod von Cosima, seiner Frau. Und außerdem ist da ja auch noch die bezaubernde Margot, die Zwillingsschwester von Cosima...
Evelyn Grill hat einen herrlichen, bitterbösen Krimi geschrieben, in dem es von komischen Gestalten nur so wimmelt - da wären etwa: Ganymed von Schmoizz, Südtiroler "Gesamtkunstwerk" und Aktionskünstler; Carlo Morwitz samt Äffchen, Beuys-Fettstuhl und der Verdammung des "Tafelbildes"; die beiden Kunsthistoriker Wirth und Kauz; der Kunsterzieher Julian Horn, der zum Modropfer wird usw.
Und dass in diesem "Kunstkrimi" über die diversen Auswüchse des modernen Kunstbetriebes entsprechend gelästert wird, versteht sich fast von selbst.
Ein äußerst vergnüglich zu lesendes Buch mit einem Schluss, der vor allem (rachsüchtige) LeserInnen erfreuen wird!