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Buchnotiz zu : Süddeutsche Zeitung, 25.08.2001
Der Rezensent Volker Breidecker erwähnt zunächst jenen Fotoband ("Etwas Licht") des Autors, deren Bilder er einige im vorliegenden Buch in Worte übersetzt findet. Und das geht so (wobei der englische Titel des Buches "A lovely tale of photography", wie Breidecker schreibt, "die darin ins Epische übersetzten Entwicklungsprozesse von Bildern aus der Dunkelkammer des Bewusstseins genauer und schlichter benennt"): Nach Art einer Filmnovelle nämlich, erzählt in kurzen, messerscharf geschnittenen Sequenzen und mit einer eleganten Erotik in Wort und Bild, die Breidecker lang nicht mehr erlebt hat. Der Leser folgt ihm gerne, stellt er fest und hofft, dass Nádas sobald nicht aufhört, "sich zu erinnern, zu erzählen und schöne Bilder zu machen."
© Perlentaucher Medien GmbH
Der Rezensent Volker Breidecker erwähnt zunächst jenen Fotoband ("Etwas Licht") des Autors, deren Bilder er einige im vorliegenden Buch in Worte übersetzt findet. Und das geht so (wobei der englische Titel des Buches "A lovely tale of photography", wie Breidecker schreibt, "die darin ins Epische übersetzten Entwicklungsprozesse von Bildern aus der Dunkelkammer des Bewusstseins genauer und schlichter benennt"): Nach Art einer Filmnovelle nämlich, erzählt in kurzen, messerscharf geschnittenen Sequenzen und mit einer eleganten Erotik in Wort und Bild, die Breidecker lang nicht mehr erlebt hat. Der Leser folgt ihm gerne, stellt er fest und hofft, dass Nádas sobald nicht aufhört, "sich zu erinnern, zu erzählen und schöne Bilder zu machen."
© Perlentaucher Medien GmbH
Kurzbeschreibung
Schon auf den ersten Seiten entzieht uns der Autor alle Gewissheiten.
Wer spricht? Wer nimmt gerade wen oder was wie durch das Auge einer
Kamera wahr? Péter Nádas, der Fotograf war, bevor er Schriftsteller
wurde, hat seine »Filmnovelle« aus einer Folge von poetischen und
hintersinnig verspielten, skurrilen und verstörenden Bildern komponiert,
die in ihrer Befremdlichkeit und Dissoziation auf ähnliche Weise
faszinieren wie etwa die Filme von Peter Greenaway. Da ist ein
verzweifelter junger Mann, der sich in seiner Dachkammer aus dem Fenster
stürzen und dabei den eigenen Tod auf der Fotoplatte festhalten will.
Und da ist eine mondäne junge Frau, die im gleichen Augenblick an der
Seite eines alten Barons mit dem Ballon in die Lüfte steigt, um mit
ihrer Plattenkamera Bilder von der Erde aufzunehmen, während sie
wehmütig an ihren verlassenen Geliebten denkt. Péter Nádas benutzt in diesen, mit den Mitteln der Postmoderne erzählten
„altmodischen" Geschichten den Stoff- und Traumvorrat der
Moderne, um wie in einem hochästhetisierten Kaleidoskop das inzwischen
zu Ende gegangene Jahrhundert als danse macabre vorzuführen.
Wer spricht? Wer nimmt gerade wen oder was wie durch das Auge einer
Kamera wahr? Péter Nádas, der Fotograf war, bevor er Schriftsteller
wurde, hat seine »Filmnovelle« aus einer Folge von poetischen und
hintersinnig verspielten, skurrilen und verstörenden Bildern komponiert,
die in ihrer Befremdlichkeit und Dissoziation auf ähnliche Weise
faszinieren wie etwa die Filme von Peter Greenaway. Da ist ein
verzweifelter junger Mann, der sich in seiner Dachkammer aus dem Fenster
stürzen und dabei den eigenen Tod auf der Fotoplatte festhalten will.
Und da ist eine mondäne junge Frau, die im gleichen Augenblick an der
Seite eines alten Barons mit dem Ballon in die Lüfte steigt, um mit
ihrer Plattenkamera Bilder von der Erde aufzunehmen, während sie
wehmütig an ihren verlassenen Geliebten denkt. Péter Nádas benutzt in diesen, mit den Mitteln der Postmoderne erzählten
„altmodischen" Geschichten den Stoff- und Traumvorrat der
Moderne, um wie in einem hochästhetisierten Kaleidoskop das inzwischen
zu Ende gegangene Jahrhundert als danse macabre vorzuführen.
