Ihr wirklich gelungener Debuet-Krimi
Mit besten Wünschen: Roman, der auf der wunderschoenen Insel Gotland spielt, konnte bereits durch den Einfallsreichtum und schraegen Humor der Autorin Marianne Cederwall ueberzeugen.
Dieser Erstling ist denjenigen zu empfehlen, die spannende Unterhaltung ohne grosses Blutvergiessen moegen und auch an Landschaft und Gebraeuchen Gotlands interessiert sind. Zudem sind auch die Ermittler in den "Ungluecksfaellen" ausgesprochen sympathisch!
Dies schicke ich fuer diejenigen voraus, die an einer naeheren Bekanntschaft mit unseren beiden Heldinnen Hervor, auch "Die Kraeuterhexe", und Mirjam auch "Die Doktorin" genannt, interessiert sind.
Eine ausfuehrliche Einfuehrung gibt uns aber auch Mirjam in "Schoene Bescherung" aus ihrer Sicht, so dass auch Neueinsteiger keinerlei Schwierigkeiten haben, sich in der Handlung zurecht zu finden.
Mirjam und Hervor haben fuer zwei Jahre bei ihren jeweiligen Toechtern in Amerika gelebt. Hervor hat sich beruflich aeusserst erfolgreich auf das verlegt, was sie am Besten kann, das Hexen und Die-Zukunft-Voraussagen.
Mirjam fuehlte sich in der Rolle der rundum gluecklichen Oma ihres ersten Enkels aeusserst wohl.
Seit ihrer Rueckkehr nach Gotland und den daraus folgenden ungluecklichen Ereignissen muss Mirjam nun damit klarkommen, dass Sylve, ihr Anbeter, in Visby im Koma liegt. So packt sie kurzerhand ihren Mercedes und fluechtet sich ins herbstliche, finnisch-schwedische Tornedalen nach Kuivalihavarra, dem Heimatdorf Hervors.
Auch Hervor hat sich auf den Weg gemacht und lernt im Flugzeug nach Kiruna den beruehmten Bariton Ralph Soerarve kennen. Dieser hat von einem Kunstfreund namens Sigfrid Rautio ein baufaelliges Hotel just in Kuivalihavaara geerbt und moechte sich das gute Stueck einmal naeher anschauen. Nun, anfangs gesteht er Kuiva sogar den Jackpot im Kaff-Faktor zu: Kaff-Faktor 10!
Und dann sagt Hervor bereits nach kurzer Zeit einen sogenannten "Schwarzwinter" (das Original heisst in Schwedisch "Svartvintern") voraus - einen Winter, in dem alte Missetaten ans Licht kommen und gesuehnt werden sollen. Aber auch Familien werden auseinander gehen oder finden nach langer Zeit wieder zusammen.
So lernen wir dann im Verlaufe der Handlung sympathische und gaenzlich unsympathische, mehr oder weniger verschrobene, und sowohl tolerante als auch bis ins Mark intolerante Bewohner des Dorfes kennen.
Denn... an Ralph scheiden sich die Geister, da er - man hoere und staune - GAY ist und einen Lebensgefaehrten namens Eric hat.
Und diese beiden "kranken Schwuchteln" fuer die einen, "sympathischen Burschen" fuer die anderen, wollen im schoenen, friedlichen, sich leider auf dem absteigendenen Ast befindlichen Kuivalihavaara ein Wellness-Spa-Hotel zum Anlegen von "rosa Geld" machen!
Und Geld kann Kuiva wirklich gebrauchen, denn die Post wurde schon geschlossen und nicht einmal eine Bank, geschweige denn einen Bankautomaten gibt es hier.
Nun, da laeuft das "Kuiva-Radio", d.h. die einheimische Form der Buschtrommel, natuerlich heiss!
Als dann auch noch ein kleiner Leichnam im Keller der zukuenftigen Wellness-Spa hinter einem uralten Holzstapel versteckt gefunden wird, geht es erst recht rund im sonst so verschlafenen Kuiva!
All das und noch mehr sollten Sie, geschaetzte/r Leser/in, aber selbst erkunden.
Auch sind der handelnden Personen zu viele, als dass ich hier auf sie alle eingehen koennte, selbst wenn ich wollte.
Ausser der wirklich winzigen Kriminalgeschichte, deren Urheber natuerlich gefunden und auf typische Tornedal-Weise auch umgehend bestraft wird, ist das Buch aber eher in den Bereich "abenteuerlicher Familienroman" einzustufen. Das laesst sich schon aus dem Titel entnehmen, da der Handlungszeitraum auch Weihnachten und Heilig Drei Koenige umfasst.
Denn... an Heilig Drei Koenige oeffnet das Hotel WILDNIS-SPA, die ersten Gaeste sind eingetroffen, das "rosa Geld" kann fliessen, und alle, (fast) alle amuesieren sich koestlich.
Ein amuesantes Buch, das, wie auch schon sein Vorgaenger
Mit besten Wünschen: Roman bestens unterhaelt und jede/r auch an "Unse Omma" von 80 Jahren verschenken kann, ohne wegs Herzinfarktes gleich eine Erbschaft antreten zu muessen!
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