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Schön nackt - Aktfotografie in der DDR
 
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Schön nackt - Aktfotografie in der DDR [Gebundene Ausgabe]

Das Neue Berlin (Hsg)
3.9 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (9 Kundenrezensionen)
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Produktinformation


Produktbeschreibungen

Kurzbeschreibung

Der einmalige Sammelband präsentiert das vielfältige stilistische Spektrum der Aktfotografie in der DDR und vereint beeindruckende Arbeiten namhafter Fotografen. Die so anmutigen wie schlichten Fotos zeigen eine selbstbewusste Weiblichkeit ohne Pose und reichen von der harmonischen Inszenierung von Akt und Landschaft bis hin zu puristischen Milieuaufnahmen. Sie verblüffen durch eine natürlich- unbefangene Körpersprache und strahlen ein hohes ästhetisches Empfinden aus.

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27 von 28 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen Authentisch und erfrischend natürlich, 22. Mai 2009
Rezension bezieht sich auf: Schön nackt - Aktfotografie in der DDR (Gebundene Ausgabe)
Dieses Buch ist ein Ausflug in die Aktfotografie zu DDR-Zeiten, und man muss es auch so betrachten. Man findet ungeschminkte und unsilikonierte Frauen, die sich dem Betrachter ganz natürlich zeigen. Man könnte schon sagen, spontan zeigen, ohne jede Vorbereitung und Styling. Nichts ist provokativ oder suggestiv in Szene gesetzt, nichts ist bis hin zur überperfekten Unnatürlichkeit hin retuschiert - ja die Bilder wirken fast schon unschuldig. Die Modelle sind nicht das Objekt, sondern das Subjekt der Bilder, mit Ecken und Kanten wie jeder sie hat. Und gerade dort liegt für mich der Charme des Buchs. Gelegentlich kommt einem beim blättern sicher der Gedanke durch den Sinn, dass man den Modellen jeden Moment in der Fussgängerzone begegnen könnte. Auch brauchen meiner Meinung nach einige der Fotografen den Vergleich mit renommierten "westlichen" Fotografen nicht zu scheuen. Sicher gibt es "bessere" Bände mit Aktfotografie. Und wenn man die Bildqualität einiger Fotos bemängeln möchte, sollte man bedenken, dass in den 60er bis 80er Jahren in der DDR sicher nicht jeder mit Hasselblad & Co fotografiert hat.

Wenn Sie einen authentischen und relaxten Blick auf Aktfotografie werfen wollen, dann sollten Sie sich dieses Buch mal ansehen. Mir hat es gefallen.
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9 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen Natürlich und humorvoll, 23. Dezember 2009
Rezension bezieht sich auf: Schön nackt - Aktfotografie in der DDR (Gebundene Ausgabe)
Die Mehrzahl der Bilder der 18 teils sehr verschiedenen Fotografinnen und Fotografen stammen aus den 1980er-Jahre, also aus dem letzten Jahrzehnt der Geschichte der DDR, einige Bilder auch aus den 1960er- und 1970er-Jahren. Alle Bilder sind in Schwarz-weiss. Die Frauen haben allesamt Körper, so wie sie die Natur geschaffen hat, also Schamhaar und kein Silikon. Viele Bilder scheinen eine Geschichte zu erzählen. Einige der Modelle lachen - und zwar nicht ein gekünsteltes Lächeln, sondern teils voll heraus. Es ist ersichtlich, dass zwischen den Modellen und den Fotografen ein Vertrauensverhältnis besteht, ein Dialog stattfindet, der weit über Regieanweisungen hinaus geht. Die Umgebungen, in welchen die fotografierten Frauen agieren, sind heimisch und wirken vertraut.
Willi Sitte spricht in seiner Einleitung vom Selbstbewusstsein und Selbstverständnis der DDR-Frauen, der Gleichberechtigung von Modell und Fotograf, Freiheit von Zwängen und Fesseln, von Ängsten und Sorgen, was in den Bilden Ausdruck finde. Zu Recht weist er jedoch darauf hin, es lasse sich an einem nackten Busen kaum ablesen, ob dahinter ein ostdeutsches oder ein westdeutsches Herz schlage; ein nackter Körper trage nun mal keinen Pass. Nun, der Bilderband enthält eine Auswahl von Fotografien. Ob diese Auswahl repräsentativ ist für Aktfotografie in der DDR, ob eine solche Auswahl mit ähnlicher Ausrichtung nicht auch mit Aktfotografien aus Westdeutschland, der deutschen Schweiz oder Österreichs der 1960er bis 1980er-Jahre hätte erstellt werden können, lässt sich fragen. Ich bin nicht überzeugt, dass "DDR" hier das prägende Markenzeichen ist. Mir scheint die Zeit der Entstehung der Bilder von grösserer Bedeutung zu sein. Dies ist aber nicht vorrangig. Jedenfalls ist die Sammlung gelungen, zeigt einen Ausschnitt aus dem Wirken talentierter Fotografen und ein Stück Lebensfreude der abgebildeten Frauen.
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17 von 20 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
3.0 von 5 Sternen »Bis deren Schönheit dominiert«, 29. Mai 2009
Rezension bezieht sich auf: Schön nackt - Aktfotografie in der DDR (Gebundene Ausgabe)
Hätte man die eine Seite mit biographischen Daten je Fotograf nicht spannender füllen können? Wen interessiert schon, wer wann die Ehrennadel der Gesellschaft für Fotografie erhalten hat? Sind diese Texte als Bewerbung bei neuen Auftraggebern gedacht (»bildete sich zum Multi-Media-Designer weiter und arbeitete mit Bildbearbeitungs- und Layout-Programmen am Computer«)? Warum ist nur der Vorspann für Günter Gueffroy namentlich gekennzeichnet und enthält trotzdem Nullsätze wie: »seine Domäne ist die Fotografie«? »Mit einfühlsamen, der Damenwelt schmeichelnden Worten 'biegt' er sich die Frauen vor der Kamera so zurecht, bis deren Schönheit dominiert« - wie darf man sich das vorstellen? Und was dominierte sonst?

Hat Willi Sitte das Vorwort selber geschrieben oder sind nur die eingestreuten Antworten auf Fragen von ihm (»ein Frauenkörper ist nun mal aufregender und anregender«)? Warum ein Nachwort von Jutta Resch-Treuwerth, die doch als Partnerschaftsberaterin (Unter vier Augen) unterwegs war und ist? War kein Autor vom Fach, kein Fotograf zu schriftlichen Äußerungen zu bewegen? »Gesichtsausdruck und Körpersprache treten in den Vordergrund«, schreibt Resch-Treuwerth - aber was, wenn das Gesicht erst gar nicht zu erkennen ist, wie schon auf dem Umschlagfoto?

»Ein Aktfoto ist dann gut, wenn das Modell bedenkenlos seiner Veröffentlichung zustimmt und das Bild, auch nach vielen Jahren, beim Betrachter immer wieder Anerkennung findet«, bekennt Günter Rinnhofer. Warum nicht mehr solcher Statements von den Fotografen selber über die eigenen Werke? Und warum kein einziges Foto von Klaus Ender?
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