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Das Privatfernsehen schuf sogar einen neuen Typus des Stars: prominent sein durch Gewöhnung. Menschen ohne "Beruf und Berufung", die dem Publikum nichts anderes anzubieten haben außer sich selbst. Gnadenlose Selbstvermarkter, die zwar keinerlei Talent besitzen, aber den festen Willen, berühmt zu werden -- und es auch zu bleiben. Denn wer nur lange genug durchhält, kriegt schon noch irgendwann seine eigene Talkshow. Garantiert!
Mögen Kritiker darin auch erste Anzeichen eines Kulturverfalls erblicken, Jürgen Bräunlein sieht's positiv. Der Medienerfolg der Untalentierten macht uns alle glücklich, und längst proben auch "Intellektuelle den Hüftschwung", entwickelt sich eine "heiße Affäre zwischen Gucci und Adorno". Jürgen Bräunleins Buch Schön Blöd! ist ein lustvolles Plädoyer für den perfektionierten Dilettantismus und eine polemische Abrechnung mit der vermeintlichen deutschen Hochkultur. Seine amüsante Tour durch die Höhen und Tiefen der Medienwelt beweist vor allem eins: Gesendet wird, was gefällt und Spaß macht, und jedes Land hat die Stars, die es verdient. --Stephan Fingerle
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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
2 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
"schoen bloed",
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Schön blöd (Gebundene Ausgabe)
Buchkritik aus der Monatszeitschrift "Petra"/ Dezember 1999, S. 50: Dolly Buster auf dem Wiener Opernball, Jenny Elvers im TV, da sehen viele Experten das Abendland untergehen. "Immer locker bleiben", rät Jürgen Bräunlein, "vom Erfolg der Untalentierten profitieren wir alle." Und damit das jeder versteht, hat er ein Buch geschrieben, in dem er die Geschichte von Trash- und Kitschkultur durchkreuzt. Wir begegnen Verona Feldbusch und Germanistik-Professorinnen, die heimlich "Marienhof" gucken. Eine Bibel, wenn die Argumente gegen Goethe mal ausgehen.
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