Ich bin ein großer Fan der indischen Küche, weil Gewürze eine wichtige Rolle spielen und die Gerichte meist auch sehr gesund sind. Vorab muss ich anmerken, dass ich als Vegetarierin leider recht viele Fleisch- und Fischgerichte in diesem Buch gefunden habe, was ich ein bisschen schade finde.
Das Buch enhält zahlreiche Farbfotografien, u.a. auch sehr hilfreiche Step-by-step-Anleitungen. Besonders interessant fand ich persönlich die verschiedenen Zubereitungsmethoden, die hier auch vorgestellt werden ' z.B. die Methode Reis v.a. durch das Aufnehmen von Wasser zu kochen (und eigentlich nur recht kurz köcheln zu lassen). So bleiben mehr Nährstoffe erhalten.
Zu Beginn des Buches erfährt man einiges über Land und Leute, die verschiedenen Regionen und die typischen Gerichte. Man lernt die Gewürze (dafür liebe ich die indische Küche und das macht sie u.a. auch so gesund) und typische Zutaten kennen und erfährt einiges aus der Rubrik Landeskunde ' Geschichte, Religion, Feste etc. Auch Kochtechniken und Utensilien werden erläutert, wobei ich dazu sagen muss, dass ich keine der hier aufgeführten Utensilien besitze und die Gerichte trotzdem ganz gut hinbekommen. Wok und Mörser sollten allerdings schon vorhanden sein.
Schließlich beginnt der nach Regionen gegliederte Rezeptteil:
Nordindien (Nudelsuppe mit Hackfleisch, Frittierte Baby-Maiskolben, Fischfilets in einem Mantel aus grüner Gewürzpaste, Regenbogenforelle in Zitronen-Senf-Marinade, Hühnchen mit gebratenen Zwiebeln und Schalotten, Hühnchen in Buttersauce, Königliche Lammkeule, Lamm in reichhaltiger Chili-Tomaten-Sauce, Gemüse-Korma, Indischer Käse mit Bockshornklee und Spinat, Grüne Senfblätter mit Ingwer, Chili und Knoblauch, Gesäuertes Brot ' Naan, Punjabische Maisfladen, Indisches Eisdessert)
Nordostindien (Spinatblätter im Teigmantel, Gewürzte Yams-Scheiben, Fisch in scharfer Tomatensauce, Bratente, Zarter Basmatireis mit gewürzter Leber, Rindfleischtopf mit grünen Chilis, Blumenkohl-Erbsen-Kartoffel-Curry, Linsenbratlinge in würziger Tomatensauce, Tomatenchutney mit Palmzucker, Senf und Chili, Gebratene Yamswurzel mit Spinat, Gegarter Reis, Kokosbällchen)
Ostindien (Mit Hackfleisch gefüllte Kartoffelbällchen, scharfe Hühnchen-Ei-Wraps, Fischcurry mit aromatischem Gemüse, Garnelen-Pilaw, Angloindisches Hühnchencurry, Hühnchen-Pilaw, Marinierte Lammkoteletts, Kochbananen-Curry, Gemüse in Ingwer-Kreuzkümmel-Sauce, Würzige Linsenpfanne, blättriges Brot aus der Grillpfanne, frittiertes Brot, gedämpfter süßer Joghurt, seidenes Frischkäsedessert)
Südindien (gefüllte Fleischbällchen, Linsensuppe mit Tamarinde, Fisch in Kokosmilch mit Tamarinde, Meeresfrüchte in würziger Kokosbrühe, Hähncheneintopf aus Kerala, Hühnchen in Nusssauce, Pilaw mit Lammhackfleisch, Fleischcurry aus Madras, gedämpfte Grießküchlein, Linsen-Tomaten-Auberginen-Curry, Gemüse in Tamarinden-Kokos-Chili-Sauce, Limettenchutney, Zitronenreis, Aprikosendessert, mit Safran aromatisierter Reispudding)
Zentralindien (Pastinakenküchlein, gedämpfter Fisch mit Kardamom, Zimt und Nelken, Garnelen-Korma, goldenes Safranhühnchen, königliches Hühnchen-Korma, Lamm in Mangosauce, Lamm mit Safranreis, gefüllte Tomaten, Blumenkohl und Erbsen in Senföl, Sesamkartoffeln in Senföl, knuspriges Fladenbrot mit Kreuzkümmel und Safran, gebackene Chashewrauten)
Westindien (würziges Rührei, Garnelenküchlein, Garnelencurry nach Goa-Art, Krabbe in Kokossauce, feuriges Hühnchen aus Kolhapur, gefüllte Wachteln, Schweinefleisch in Knoblauch und Essig, Lamm mit Linsen und Gemüse, würzig gefüllte Bananen, Paprikagemüse mit Cashewkernen, Auberginen-Pickle, karamellisierter Basmatireis, frittierte Bananen)
Wer sich übrigens über den "Rindfleischtopf mit grünen Chilis" wundert (immerhin ist die Kuh in Indien heilig und das Töten von Kühen ist in den meisten indischen Bundesstaaten sogar gesetzlich verboten), dem sei gesagt, dass dieses Gericht aus der Mizoram-Küche stammt - und fast alle Mizos Christen sind, die gerne auch mal Rindfleisch essen.
Ich habe bisher einige Desserts nachgekocht und zahlreiche vegetarische Gerichte. Alle Gerichte sind ziemlich gut gelungen! Die Kokosbällchen sind sehr sehr lecker und einfach herzustellen.
Bei jedem Gericht findet man eine ausführliche Nährwerttabelle.
Fazit: Ein sehr schönes Kochbuch, dessen Gliederung nach Regionen mir gut gefällt. Die Gerichte zeigen die Vielfalt der indischen Küche ziemlich gut - allerdings hätte ich persönlich mir etwas mehr vegetarische Gerichte gewünscht, zumal ich weiß, dass gerade die indische Küche in dieser Hinsicht eine Menge zu bieten hat! Aber das ist ja Geschmackssache :-)