Wissenschaftler aus aller Welt kennen die einzigartigen Fossilien aus der Grube Messel, interessierte Amateure wissen ein Loblied auf die kostbaren und faszinierend schönen Funde zu singen.
Was ist an Messel so großartig?
Bis 1971 wurde in der Grube Messel, nördlich von Darmstadt gelegen, bitumenhaltiges Gestein abgebaut, aus dem Rohöl gewonnen wurde. 1975 kaufte der "Zweckverband Abfallbeseitigung Südhessen" den ehemaligen Tagebau, um hier eine zentrale Mülldeponie einzurichten. Schon immer wurden in Messel Fossilien gefunden. Doch erst ab 1975 begannen namhafte Wissenschaftler und engagierte Amateure, systematisch zu graben. Jahr für Jahr ergab sich eine phantastische Ausbeute mit sensationellen Einzelfunden wie z.B. dem fossilen Ameisenbären - einziger Fund außerhalb Südamerikas - oder dem Messeler Halbaffen, der als "lemu-renaler Primat" ein möglicher Verwandter der menschlichen Vorfahren gewesen sein könnte. Messel entwickelte sich zu einer unvergleichlichen Informationsquelle für die Wissenschaft und zugleich zu einem Kulturgut höchsten Ranges für jedermann, das noch immer in Gefahr ist, einmal unter den Bergen von Müll begraben zu werden.