Die Ausgrabung des Palastes und die Freilegung der Gräber von Qatna gehören zweifellos zu den spektakulärsten archäologischen Entdeckungen der letzten Jahre.
Dass die Gräber von Qatna so kurz nach ihrer Entdeckung aufgearbeitet sind, kann natürlich nicht erwartet werden, zumal die Ausgrabungen noch noch nicht abgeschlossen sind. Insofern kann das Buch auf viele Fragen keine Antworten geben und lässt viele Fragen offen. Bei aller Faszination über die Neuentdeckung und deren zügiger Präsentation fallen dem aufmerksamen Betrachter jedoch einige Dinge ins Auge:
Das wohltuend ruhige, strenge Layout und zahlreiche qualitätvolle und ansprechende Fotos sind zweifellos ein Pluspunkt. Etwas motivationslos hat man sogar noch Bilder in dem (spärlichen) Literaturverzeichnis platziert.
Dem interessierten Laien - an den sich das Buch in erster Linie richten dürfte - wird der Zugang zum Thema aber durch den Verzicht auf synchronistische Tabellen zu den in den Beiträgen reichlich genannten Herrschern oder auch Karten, etwa mit der Ausdehnung der jeweiligen Herrschafts- und Einflussbereiche, unnötig erschwert.
Wer sich vertiefende Information zu einzelnen, in der Ausstellung gezeigten Objekten erhofft, wird enttäuscht, denn auf einen Katalogteil hat man (leider) verzichtet. Das ist unverständlich, handelt es sich doch um den Begleitband zu einer Ausstellung.
Ansonsten aber ein schönes und lesenswertes Buch.