Wie kommt es, dass diese Musik so unbekannt ist? Effektvollere, schönere, bewegendere Musik als die "Scéne de la Csárda" auf dieser CD kann man sich schwerlich vorstellen, wenn einen das ungarische Idiom nicht gänzlich abstößt.
Ähnlich den "Ungarischen Rhapsodien" von Lizst wird hier musikalisch mit den Mitteln des Csárdás und der Zigeunerromanze gespielt. Heraus kommt würzig-feurige, romantische Geigenmusik, die auf dieser CD (meines Wissens die einzige Einspielung der Scénes de la Csárdá) unmittelbar packend wirkt. Wie konnte so gute Musik nur so gründlich vergessen weren?!?
Jelden, der die Werke teils selbst orchestriert hat, spielt mit vollem, schönen, kernigen Ton, draufgängerisch virtuos, knackig und risikobereit - und das wird reichlich belohnt.
Eine der wenigen Platten, bei denen zu Tränen rührende Schönheit abgelöst wird durch Passage, bei denen man einfach aufspringen, in die Hände klatschen möchte und sagen: "Wahnsinn!"