Um es auf den Punkt zu bringen: Das Album ist mega-geil! Wieder einmal kompositorisch und spielerisch auf höchstem Niveau.
Ich als Sylvan-Fan der ersten Stunde kenne alle ihre Alben auswendig, und ich muß sagen, daß Sceneries mit zu den Top-Alben der Band gehört. Ob es das "Über-Album" Posthumous Silence überholt, mag ich jetzt noch nicht zu sagen (dazu muß ich es noch einige Hundert Male hören), aber es hat auf jeden Fall das Zeug dazu. In dem Album finden sich unzählig viele Facetten der Musikstile wieder, dennoch oder gerade dadurch ist Sylvan Ihrem Stil treugeblieben. Monumentale epische Parts, rockige Gitarren, leise Pianostellen oder das "Geschrammel" einer Akustischen Gitarre: All das findet sich auf dem Album, aber noch viel mehr. Wer dieses Album kauft, bekommt 100% Sylvan; dennoch klingen die Songs nicht abgestanden, und es kommt auch nicht der Eindruck auf, man habe das alles schon einmal gehört.
Wie es Sylvan schafft, auch in ihrem 8. Studioalbum so wie Sylvan zu klingen, ohne sich selbst zu kopieren, weiß ich nicht, aber sie schaffen es. Vielleicht liegt es daran, daß sie mit immer neuen Konzepten an die Komposition eines Albums herangehen. Auf Sceneries beispielsweise hat jeder der 5 Jungs von Sylvan die "Patenschaft" für ein Kapitel übernomnmen und konnte ihm so seine eigene musikalische Note verpassen.
Es sei noch zu erwähnen, daß der relativ neue Gitarrist, Jan Petersen, in diesem Album (es ist sein zweites Sylvan-Album) wesentlich deutlicher seine eigene Note präsentiert als auf "Force of Gravity". Mal rockig, mal sanft, mal melodisch, mal brachial: Aber jederzeit merkt der Zuhörer, daß da eine Person steht, die die 7 Saiten des Instrumentes perfekt zu spielen weiß.
Daher: Absolute Kaufempfehlung!