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Scarsick

26 Kundenrezensionen

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Produktinformation

  • Audio CD (19. Januar 2007)
  • Anzahl Disks/Tonträger: 1
  • Label: Inside Out (SPV)
  • ASIN: B000KQGP2G
  • Weitere verfügbare Ausgaben: Audio CD  |  MP3-Download
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.5 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (26 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 200.134 in Musik (Siehe Top 100 in Musik)

 
1. Scarsick
2. Spitfall
3. Cribcaged
4. America
5. Disco queen
6. Kingdom of loss
7. Mrs. Modern Mother Mary
8. Idiocracy
9. Flame to the moth
10. Enter rain

Produktbeschreibungen

Produktbeschreibungen

PAIN OF SALVATION Scarsick CD

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Scarsick verwirrt, verstört, polarisiert. Statt die Erwartungen ihres Stammpublikums zu bedienen, brechen Pain Of Salvation zu neuen Ufern auf - eine mutige Entscheidung, die aber nicht jedem Fan gefallen dürfte.

Als reine Progressive-Metal-Band haben sich die Skandinavier nie verstanden. Mastermind Daniel Gildenlöw lugte immer über den eh schon breiten Tellerrand des Genres hinaus und suchte nach neuen, spannenden Herausforderungen. Mit dem letzten, aus unzähligen stilistischen Quellen gespeisten Album Be lieferte das Quartett sein komplexes, ambitioniertes Magnum Opus ab, Scarsick klingt wieder eingängiger, aber nicht konsensorientierter. Die Texte positionieren sich eindeutig sozialkritisch, und musikalisch flirtet man mit Extremen. Der Titelsong und "Spitfall" überraschen mit Rap-Gesang à la Clawfinger oder Rage Against The Machine, die Tanztempel-Vibes in "Disco Queen" sind gewöhnungsbedürftig, und "America" schippert fast ausschließlich in Pop-Gewässern. Unter dem multidimensionalen Konzept leidet allerdings ein wenig die Qualität der Gesangsmelodien, so dass Scarsick selbst für experimentierfreudige Prog-Liebhaber nicht unbedingt der Weisheit letzter Schluss sein dürfte. -- Michael Rensen


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Die hilfreichsten Kundenrezensionen

15 von 15 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von Feylon Draagon am 23. Januar 2007
Format: Audio CD
Was ist der Mensch nicht ein wunderbares Wesen, wankelmütig und wandelbar. Als ich die ersten Rezensionen zu "Scarsick" gelesen hatte, war ich mehr als nur abgeschreckt und ließ mich sogar zu einem "die kauf ich mir wahrscheinlich nicht" hinreißen. Als ich aber in die ersten Samples reinhören konnte, war ich mehr als nur gespannt auf die Musik - und bin wahrhaftig vom Saulus zum Paulus bekehrt. Vorweg: Die Scheibe ist erstaunlich gut, ich finde sie sogar fantastisch.

"Scarsick", der Opener, stimmt bereits heftig auf das Album ein. Scharf schmettert Gildenlöws Sprechgesang durch die Boxen, begleitet von treibenden Rhythmen und bretternden Gitarrenriffs. Der Song macht bereits Lust auf mehr, und der Chorus stimmt nachdenklich für den Rest des Albums. Ein gelungener Einstieg.

In "Spitfall" setzen sich PoS kritisch (und zwar auf musikalische Weise kritisch!) mit der HipHop- und Rap-Szene auseinander, enttarnen all die geheuchelte Da-Hood-Mentalität des Goldkettchen-Genres als puren Schein und Geldmaschine. Auch hier ist der Chorus bemerkenswert, da er sich vollkommen von dem Rest des Songs loslöst. Diese beiden ersten Songs zeigen bereits, wie PoS an ihr neues Album herangehen: Sie nehmen sich Grundgerüste gängiger Pop- und Rock-Songs der modernen Musikszene und setzen diesen den eigenen Stempel auf, der das gesamte Gefüge gehörig durcheinander wirbelt. Das macht sogar richtig Spaß, wenngleich der Sprechgesang manch arglosem Hörer erst einmal übel aufstoßen könnte.

Mit "Cribcage" führt uns die Band in seichtere Gewässer ohne banal zu wirken.
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14 von 15 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von Stefan Wolf am 23. Januar 2007
Format: Audio CD
Pain of Salvation hat ein Problem. Schon immer gehabt. Eine Band, deren Debut - "Entropia" in diesem Fall - sich kompositorisch und spielerisch auf so hohem Niveau bewegt, läuft leicht Gefahr zu enttäuschen. Denn der dramatische Aufbau und die thematische Schlüssigkeit des Erstlings lassen sich kaum übertreffen. Seit "Entropia" tut Pain of Salvation darum das einzig Mögliche: Die Band erkundet Neuland, erweitert ihr Repertoir und überträgt ihr Können auf andere Bereiche.

Das zeigt sich auch auf "Scarsick". Zwar tragen alle Songs die Handschrift Pain of Salvations (so z.B. die Polyrhythmik in "Mrs. Modern Mother Mary", der Kontrastreichtum in "Flame to the Moth"), "Scarsick" bietet aber auch Überraschendes. "America" ist kein harmloses, fröhliches Liedchen - das wird nicht erst beim Verfolgen des Songtextes klar. In der musikalischen Struktur verbergen sich zu viele Haken. Der heitere Refrain wirkt aufgesetzt - und sorgt (in seiner Affektiertheit) für das angemessene Wort-Ton-Verhältnis.

In "Disco Queen" tritt natürlich der Disco-Beat besonders hervor - und ist für viele unerträglich. Aber das ist Sinn der Sache: "Disco Queen" ist kein Disco-Song! Die Strophen, das Ende (mit deutlichem Metal-Einschlag) verbieten jeden Gedanken an Discokugeln und Ladies Night. Beim Blick aufs Gesamtgefüge stößt der stumpfe Disco-Beat bitter auf. Aber das ist kein Manko: Pain of Salvations stumpfes Pumpen will und soll hier nerven. Auch das steht - wie die Heiterkeit in "America" - im Dienst der Songaussage.

Dass "Scarsick" äußerst komplex ist (und dass oft erst ein zweiter Blick nötig ist, um die Komplexität zu erkennen), muss kaum erwähnt werden.
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13 von 14 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von Pace am 24. Januar 2007
Format: Audio CD
Ha,...er hat es wieder geschafft. Ich hätte gerne sämtliche Gesichter gesehen, die in voller Erwartung auf ein "Perfect Element pt.2" nach dem ersten Hör-Durchlauf die psychiatrische Institutsambulanz konsultiert haben.

Ich schließe mich da mit ein. Beim ersten Durchlauf ging es mir richtig schlecht. Dieser Gildenlöw. Er verlangt wirklich viel von seinen Fans ab. Der Fan ist ja einiges gewohnt bei P.o.S, und wir wissen alle was das bedeutet. "BE" hat uns alle sehr viel Kraft gekostet, ehe wir es geliebt haben.

So ist es auch mich "Scarsick". Das Album lässt die Band in einem völlig neuen Licht erstrahlen. Sie machen keine Kompromisse, scheuen keine Disco-Anleihen;), haben keine Angst vor fröhlichen Melodien (America). Das Album klingt einfach unglaublich erfrischend und sollte eigentlich jeden Fan wirklich zufriedenstellen. Stellt eure Erwartungen bei Seite, diese Band hat keien Verwendung dafür. "Scarsick" ist dermaßen vielseitig und unvorhersehbar, das es insofern an "Be" erinnert, als dass man nach dem X-ten Mal noch was entecken kann. Das die Band nach wie vor alle stilistischen Horizonte hinter sich gelassen hat dürfte selbsredent ausser Acht gelassen werden. Scarsick beihaltet natürlich die alten P.o.S Trademarks, die sie unverkennbar machen. Der Fan wird, glaube ich, nicht ganz so erschüttert sein, wie damals als "Be" über uns herreinbrach;)Das Album hat vor allem keine Schwachstellen, oder Lückenfüller. Und vor allem der Sound ist phänomenal, so einen geilen Sound hatten die Jungs noch nie. Was ein wenig schade ist, ist das Tastenmann Frederik Hermannson immer mehr in den Hintergrund rückt , so ist er leider nur durch gehaltene Akkorde und Samples wirklich wahrnehmbar.
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