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Scarsick
 
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Scarsick

Pain Of Salvation, ?????????????? Audio CD
4.4 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (27 Kundenrezensionen)
Preis: EUR 20,75 Kostenlose Lieferung. Details
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Produktinformation

  • Audio CD (19. Januar 2007)
  • Anzahl Disks/Tonträger: 1
  • Label: Inside Out (SPV)
  • ASIN: B000KQGP2G
  • Weitere Ausgaben: Audio CD  |  MP3-Download
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.4 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (27 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 18.408 in Musik (Siehe Top 100 in Musik)

 
1. Scarsick
2. Spitfall
3. Cribcaged
4. America
5. Disco queen
6. Kingdom of loss
7. Mrs. Modern Mother Mary
8. Idiocracy
9. Flame to the moth
10. Enter rain

Produktbeschreibungen

Aus der Amazon.de-Redaktion

Scarsick verwirrt, verstört, polarisiert. Statt die Erwartungen ihres Stammpublikums zu bedienen, brechen Pain Of Salvation zu neuen Ufern auf - eine mutige Entscheidung, die aber nicht jedem Fan gefallen dürfte.

Als reine Progressive-Metal-Band haben sich die Skandinavier nie verstanden. Mastermind Daniel Gildenlöw lugte immer über den eh schon breiten Tellerrand des Genres hinaus und suchte nach neuen, spannenden Herausforderungen. Mit dem letzten, aus unzähligen stilistischen Quellen gespeisten Album Be lieferte das Quartett sein komplexes, ambitioniertes Magnum Opus ab, Scarsick klingt wieder eingängiger, aber nicht konsensorientierter. Die Texte positionieren sich eindeutig sozialkritisch, und musikalisch flirtet man mit Extremen. Der Titelsong und "Spitfall" überraschen mit Rap-Gesang à la Clawfinger oder Rage Against The Machine, die Tanztempel-Vibes in "Disco Queen" sind gewöhnungsbedürftig, und "America" schippert fast ausschließlich in Pop-Gewässern. Unter dem multidimensionalen Konzept leidet allerdings ein wenig die Qualität der Gesangsmelodien, so dass Scarsick selbst für experimentierfreudige Prog-Liebhaber nicht unbedingt der Weisheit letzter Schluss sein dürfte. -- Michael Rensen


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Kundenrezensionen

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14 von 14 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Alles andere als krank! 23. Januar 2007
Format:Audio CD
Was ist der Mensch nicht ein wunderbares Wesen, wankelmütig und wandelbar. Als ich die ersten Rezensionen zu "Scarsick" gelesen hatte, war ich mehr als nur abgeschreckt und ließ mich sogar zu einem "die kauf ich mir wahrscheinlich nicht" hinreißen. Als ich aber in die ersten Samples reinhören konnte, war ich mehr als nur gespannt auf die Musik - und bin wahrhaftig vom Saulus zum Paulus bekehrt. Vorweg: Die Scheibe ist erstaunlich gut, ich finde sie sogar fantastisch.

"Scarsick", der Opener, stimmt bereits heftig auf das Album ein. Scharf schmettert Gildenlöws Sprechgesang durch die Boxen, begleitet von treibenden Rhythmen und bretternden Gitarrenriffs. Der Song macht bereits Lust auf mehr, und der Chorus stimmt nachdenklich für den Rest des Albums. Ein gelungener Einstieg.

In "Spitfall" setzen sich PoS kritisch (und zwar auf musikalische Weise kritisch!) mit der HipHop- und Rap-Szene auseinander, enttarnen all die geheuchelte Da-Hood-Mentalität des Goldkettchen-Genres als puren Schein und Geldmaschine. Auch hier ist der Chorus bemerkenswert, da er sich vollkommen von dem Rest des Songs loslöst. Diese beiden ersten Songs zeigen bereits, wie PoS an ihr neues Album herangehen: Sie nehmen sich Grundgerüste gängiger Pop- und Rock-Songs der modernen Musikszene und setzen diesen den eigenen Stempel auf, der das gesamte Gefüge gehörig durcheinander wirbelt. Das macht sogar richtig Spaß, wenngleich der Sprechgesang manch arglosem Hörer erst einmal übel aufstoßen könnte.

Mit "Cribcage" führt uns die Band in seichtere Gewässer ohne banal zu wirken. Die Lyrics, einer der wirklichen Schwachpunkte des Albums, mögen als "direkter Appell" gemeint sein und daher einfach gestrickt sein, allerdings entbehren sie nicht einer gewissen unfreiwilligen Komik. Das ist schade, denn der Song hat unglaubliches Potential, sodass die unglückliche Textarbeit glücklicherweise marginal ins Gewicht fällt.

Der Song "Amerika" kommt so sachharin daher, dass es schon fast weh tut, ist in seiner satirischen Wirkung dadurch aber noch eine Ecke bissiger (und klingt nach 3 Durchläufen schon gar nicht mehr übel). Und in den Song haben die Schweden auch den ein oder anderen Gag versteckt, der einem unweigerlich ein Lächeln auf die Lippen zaubert.

"Disco Queen" ist wohl der große Stein des Anstoßes für die Kritiker. Laut einem Interview mit Daniel behandelt der Song ähnlich wie "In the Flesh" das Thema Missbrauch. Interessanterweise bedienen sich PoS dabei eine Beats, wie man ihn in den 70ern gerne unter der Discokugel vernahm - der Name ist also Programm. Hier allerdings findet Gildenlöw durchaus eine interessante Metaphorik in den Lyrics, wie eine Nadel in die Rillen der schwarzen Haut dringt; gemeint ist eine Vinyl-Platte aus den 70ern, und gleichzeitig ist das Thema "Vergewaltigung" angesprochen. Musikalisch ist der Song längst nicht auf den Upbeat beschränkt, sondern führt sehr rasch in die bekannten Düstergefilde der Schweden, wie man sie auch aus "Ashes" kennt. Dabei ist "Disco Queen" der wohl abwechslungsreichste Song auf dem neuen Album und hat einen furiosen Mittelteil, der jedem Progger eigentlich das Herz aufgehen lassen müsste. Ich gebe gerne zu, dass der Song mit Sicherheit auch gut auf den Beat verzichten könnte, und dadurch gewinnen würde - konzeptuell jedoch passt das Gewummere wiederum. Und irgendwo ist es herrlich zu hören, wie die Band geschickt aus der Pop-Falle heraus zu ihren Wurzeln findet.

Mit "Kingdom of Loss" wird der zweite Teil des Albums eingeläutet. Von nun an klingen die Songs eher wie Pain of Salvation, ohne weitere experimentelle Ausflüge in musikalische Klangwelten anderer Genres. Der erste Song des zweiten Teils ist ein Wunderwerk an Melodie und Harmonie und strahlt voller trauriger Momente, geradezu wie eine Elegie. Der Chorus ist erfüllt von einem beinahe zerbrechlichen Gesang - begleitet von sphärischem Flötenspiel - der unheimlich gut zu der textlichen Traurigkeit passt. Ganz groß!

Es folgt mit "Mrs Modern Mother Mary" der erste Song, der mich nicht ganz überzeugt. Zwar sind auch hier wieder druckvolle Momente vorhanden, und schlecht ist der Song bei weitem nicht, allerdings lässt er viel von dem Einfallsreichtum vermissen, den die anfänglichen Songs vorgegeben haben. Dennoch ist er im Rahmen des Konzepts wieder sehr schlüssig und erlaubt eine kleine Verschnaufpause.

Ein weiteres Highlight erster Kajüte ist dann "Idiocracy". Bedrohlich beginnt das Klangwerk, die Rhythmusabteilung hat alle Hände voll zu tun, um dem Hörer Schauer über den Rücken zu jagen. Die schon fast geisterhaften Gesänge tun dazu ihr übriges. Und schließlich bricht der Song in einem aufwühlenden Chorus (Balalaika inklusive!) auf zum großen Finale. Phänomenal!

Der wohl härteste Track des Albums ist "Flame to the Moth". Und hier muss ich zugeben ist Daniels Scream-Einlage wahrhaftig gewöhnungsbedürftig. Allerdings überzeugt der Song konzeptionell von vorne bis hinten und wartet mit interessanter Struktur und teilweise rasanten, bisweilen brisanten Melodien auf. Herrlich abwechslungsreich und raffiniert inszeniert.

"Enter Rain", der längste Track der Scheibe, passt wiederum vom Konzept her sehr gut, lässt mich aber ein wenig ratlos zurück, weil die Songstruktur nicht wirklich spannend ist. Die Melodie ist nett, plänkelt aber eher nebenbei daher. Da wir aber am Ende eines sehr düsteren und oft melancholisch angehauchten Albums sind, hat das auch wieder seine Berechtigung. Von daher passt der Song, aber für sich alleine ist er nicht unbedingt der große Wurf.

Von einem "schlechten" Album zu sprechen ist hier eindeutig fehl am Platz - Zu gut, druckvoll und einfallsreich ist die Produktion, in der die Bässe aus den Boxen knallen; geradezu perfekt der Gitarrensound, der immer noch sphärisch verklärt "Pain of Salvation" ist, und dennoch immer wieder Neues entdecken lässt; und der Gesang der Beteiligten ist einmal mehr fantasievoll und facettenreich gestaltet. "Scarsick" ist nicht die beste Platte von Pain of Salvation. Die Enttäuschung wird bei all denen groß sein, die erwartet haben, dass Pain of Salvation die Schublade "Prog-Metal" mit all ihrer Vielfalt nicht verlassen würden. Denn wie schon überall zu lesen war: Metallisch klingen hier die wenigsten Songs. Wen das nicht stört erhält einmal mehr ein großes Werk von großartigen Musikern, das bei jedem Durchlauf spannender und interessanter wird mit unglaublich faszinierenden Rhythmusspielereien und fröhlichen Soundexperimenten. Ich kann jedem abgeschreckten Fan nur dringend raten, sich von den Vorurteilen frei zu machen und die Musik wirken zu lassen, wie sie es verdient hat.
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14 von 15 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Das zweite perfekte Element 23. Januar 2007
Format:Audio CD
Pain of Salvation hat ein Problem. Schon immer gehabt. Eine Band, deren Debut - "Entropia" in diesem Fall - sich kompositorisch und spielerisch auf so hohem Niveau bewegt, läuft leicht Gefahr zu enttäuschen. Denn der dramatische Aufbau und die thematische Schlüssigkeit des Erstlings lassen sich kaum übertreffen. Seit "Entropia" tut Pain of Salvation darum das einzig Mögliche: Die Band erkundet Neuland, erweitert ihr Repertoir und überträgt ihr Können auf andere Bereiche.

Das zeigt sich auch auf "Scarsick". Zwar tragen alle Songs die Handschrift Pain of Salvations (so z.B. die Polyrhythmik in "Mrs. Modern Mother Mary", der Kontrastreichtum in "Flame to the Moth"), "Scarsick" bietet aber auch Überraschendes. "America" ist kein harmloses, fröhliches Liedchen - das wird nicht erst beim Verfolgen des Songtextes klar. In der musikalischen Struktur verbergen sich zu viele Haken. Der heitere Refrain wirkt aufgesetzt - und sorgt (in seiner Affektiertheit) für das angemessene Wort-Ton-Verhältnis.

In "Disco Queen" tritt natürlich der Disco-Beat besonders hervor - und ist für viele unerträglich. Aber das ist Sinn der Sache: "Disco Queen" ist kein Disco-Song! Die Strophen, das Ende (mit deutlichem Metal-Einschlag) verbieten jeden Gedanken an Discokugeln und Ladies Night. Beim Blick aufs Gesamtgefüge stößt der stumpfe Disco-Beat bitter auf. Aber das ist kein Manko: Pain of Salvations stumpfes Pumpen will und soll hier nerven. Auch das steht - wie die Heiterkeit in "America" - im Dienst der Songaussage.

Dass "Scarsick" äußerst komplex ist (und dass oft erst ein zweiter Blick nötig ist, um die Komplexität zu erkennen), muss kaum erwähnt werden. Das versteht sich bei Pain of Salvation fast von selbst. Dass sich "Scarsick" aber erst auf den zweiten Blick als "Perfect Element, Part II" entpuppt, ist bemerkenswert. Subtile musikalische Zitate (z.B. in "Mrs. Modern Mother Mary") sind ebenso gut versteckt wie der gedruckte Hinweis auf der CD-Hülle. "Scarsick" überrascht - und hört, so scheint es, nie auf zu überraschen.
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13 von 14 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Audio CD
Ha,...er hat es wieder geschafft. Ich hätte gerne sämtliche Gesichter gesehen, die in voller Erwartung auf ein "Perfect Element pt.2" nach dem ersten Hör-Durchlauf die psychiatrische Institutsambulanz konsultiert haben.

Ich schließe mich da mit ein. Beim ersten Durchlauf ging es mir richtig schlecht. Dieser Gildenlöw. Er verlangt wirklich viel von seinen Fans ab. Der Fan ist ja einiges gewohnt bei P.o.S, und wir wissen alle was das bedeutet. "BE" hat uns alle sehr viel Kraft gekostet, ehe wir es geliebt haben.

So ist es auch mich "Scarsick". Das Album lässt die Band in einem völlig neuen Licht erstrahlen. Sie machen keine Kompromisse, scheuen keine Disco-Anleihen;), haben keine Angst vor fröhlichen Melodien (America). Das Album klingt einfach unglaublich erfrischend und sollte eigentlich jeden Fan wirklich zufriedenstellen. Stellt eure Erwartungen bei Seite, diese Band hat keien Verwendung dafür. "Scarsick" ist dermaßen vielseitig und unvorhersehbar, das es insofern an "Be" erinnert, als dass man nach dem X-ten Mal noch was entecken kann. Das die Band nach wie vor alle stilistischen Horizonte hinter sich gelassen hat dürfte selbsredent ausser Acht gelassen werden. Scarsick beihaltet natürlich die alten P.o.S Trademarks, die sie unverkennbar machen. Der Fan wird, glaube ich, nicht ganz so erschüttert sein, wie damals als "Be" über uns herreinbrach;)Das Album hat vor allem keine Schwachstellen, oder Lückenfüller. Und vor allem der Sound ist phänomenal, so einen geilen Sound hatten die Jungs noch nie. Was ein wenig schade ist, ist das Tastenmann Frederik Hermannson immer mehr in den Hintergrund rückt , so ist er leider nur durch gehaltene Akkorde und Samples wirklich wahrnehmbar. Sehr Schade, denn der Mann ist absolut unterbewertet.

Fazit: Für mich nicht unbedingt das beste Album der Bandgeschichte, aber es ist weit davon entfernt ein erwartungsgemäßes "normal gutes" Album zu sein.

Ich wünsche viel Spaß beim hören.

Salve
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Veröffentlicht am 15. Februar 2007 von Martin Alexander Michels
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