Der Film erzählt die (wahre) Geschichte eines Kriegsverbrechens der Briten, verübt 2003 in Basra/Irak.
Handlung in Kürze: Eine britische Einheit patrolliert in Basra und kämpft nicht nur mit aufgebrachten Menschenmengen, die um Benzin betteln, sondern auch gegen Aufständische. Bei einem Einsatz sterben 2 Soldaten. Ein Zug Soldaten soll ein Dorf durchsuchen, aus dem die Täter kommen sollen. Dabei werden Gefangene gemacht, die im Lager bewacht werden.
Die Soldaten sind frustriert über den Tod der Kameraden, frustriert über die Ergebnislosigkeit des Einsatzes. Einige misshandeln die Gefangenen, bis einer ins Krankenhaus gebracht werden muss. Die Familie wiurd mit 450 Pfund abgespeist, die Sache scheint vergessen. Bis ein Soldat heim in England mit der Tat prahlt. Die Freundin gibt die geschossenen Fotos zum Militärgericht, schon ist das Verfahren am Laufen. 2 niedere Soldaten sollen für die Tat geradestehen, die UNteroffiziere und Offiziere wollen sich herausreden.
Der Film ist gut gemacht, gut ausgestattet. Er zeigt, wie aus einfachen Jungs, hineingerotzt in einen Krieg, den keiner recht versteht, Täter werden. Sehr gut wird die Gruppendynamik deutlich, die auch aus zögernden Männern Täter macht, niemand möchte als schwach oder feige darstehen. Dass man damit nicht besser ist als die von ihnen verhassten Hussein-Mörder wird nur wenigen klar, viel zu spät.
Vor Gericht packt ein Soldat aus, es rettet ihn nicht vor dem Gefängnis, stellt maber die anderen Mittäter und Mitwisser bloß.
Toller Film, der zeitweise etwas langsam ist, aber nie den Faden verliert. Vielleicht sollten sich ihn auch mal deutsche Militärs ansehen, die Parrallelen zu Afghanisten werden schnell deutlich.
Kadavergehorsam, Herdentrieb und falsch verstandene Treue zum Regiment werden hier ganz deutlich angeprangert.