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Weitere Pluspunkte sind die wuchtige Produktion -- wie immer aus dem Hause Morrisound -- und die faszinierende Gitarrenarbeit der Gebrüder Hoffman, die neben fett auf den Punkt gemetzelten Riffs immer wieder durch wahnwitzig schnelle Soli für herunterklappende Kinnladen sorgen. Die Songs brettern allesamt mit durchgetretenem Gaspedal aus den Boxen, was vor allem in der zweiten Hälfte der mit knappen 27 Minuten mal wieder unverschämt kurz ausgefallenen Scheibe zu leichten Abnutzungserscheinungen führt. Etwas schade, denn dass Deicide auch mit gebremstem Tempo überzeugen können, haben sie unter anderem auf dem völlig unterbewerteten Album Insineratehymn eindrucksvoll unter Beweis gestellt. --Andreas Stappert
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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
6 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Einfach genial !!!,
Rezension bezieht sich auf: Scars of the Crucifix (Audio CD)
98 Songs in 26 Minuten. Sind DEICIDE plötzlich Grindcore? Weit gefehlt, nur irgendwie scheinen die Jungs einen obskuren Zählrhythmus auf ihrer neuen Scheibe "Scars Of The Crucifix" zu verwenden - die typischen Earache-Promos eben... Ansonsten bleiben sich die Florida-Veteranen treu: Auf einem viel zu kurzen Album wird dem Satan in möglichst brutaler Death-Metal-Form gehuldigt. Und wie!Meister Benton hat es nämlich geschafft, den eigentlichen Nachfolger des 1995-Opus "Once Upon The Cross" zu komponieren. Seitdem haben es DEICIDE nicht mehr wirklich geschafft, sooo zwingend zu klingen wie auf "Scars Of The Crucifix". Das Muster der Songs ist dabei altbewährt: Auf einem höllischen Drumteppich liegen öfters Midtempo-Riffs, zum Bangen bleibt bei DEICIDE wie üblich genug Zeit. Doch scheint Mr. Benton in den drei Jahren seit Erscheinen der vergangenen Platte "In Torment In Hell" ordentlich seine Stimmbänder zerkratzt zu haben: Er klingt wahrhaft dämonisch, ein Höllenhund, der da ins Mikro rülpst und grunzt. Außerdem sind die oft ausufernden Gitarrensoli diesmal so gekonnt in den glasklaren Sound eingepasst, dass vor lauter Technik-Freude die Finger spontan unruhig werden: Es droht akute Mitfrickelgefahr! Schon der Titelsong am Anfang lässt mit seinen Klampfen-Harmonien im allgemeinen Death-Metal-Chaos jeden Stein der näheren Umgebung erzittern, der Nacken darf sich schon auf die nächsten DEICIDE-Gigs und diesen Song freuen. 'Mad At God' setzt die alles verschlingende Brutalität nahtlos fort, Benton klingt irrsinnig tief und böse. Im Mittelteil schreit und growlt es gänzlich unkontrolliert, dazu zischt ein göttliches Gitarrensolo: Das ist dann wohl mit satanischem Death Metal gemeint - Beschwörungspsalme aus einer anderen Welt auf Doube-Bass-Basis. 'Conquered By Sodom' schlägt in dieselbe Kerbe, danach kommt der Übermosh-Hammer 'Fuck Yor God'. Nach vollbrachtem Überschallgeschäft ist 'When Heaven Burns' eine Offenbarung in 666 Tonstufen. Erst ruft der Muezzin, dann ballern DEICIDE mit dem Song des Albums los - was für ein treibendes Riff, welch teuflische Präzision, was für eine barbarische Stimmung, welch geisterhaftes Gitarrensolo am Ende... Danach fällt "Scars Of The Crucifix" leider ein bisschen ab, die nächsten Songs sind zwar durchweg schnell und heftig, erreichen aber nicht mehr das Weltklasse-Niveau des ersten Teils. Insgesamt bleibt damit eine Bretter-Scheibe ohne jeglichen Kompromiss, fett produziert und durchweg böse. Aussetzer finden sich auf "Scars Of The Crucifix" keine, dafür ist aber auch die Spielzeit viel zu kurz. Nur ein Ziel verfehlen DEICIDE deutlich: Sie werden wohl nie mehr die kontrovers-polarisierende Band sein, welche sie mit ihrem extrem satanischen Image Anfang der Neunziger waren, als noch ihre Touren von militanten Tierschützern mit bombigen Wünschen begleitet wurden... Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
0 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen
Posing Death'n'Grind,
Von Siechfred (Erfurt) - Alle meine Rezensionen ansehen
Rezension bezieht sich auf: Scars of the Crucifix (Audio CD)
Aus europäischer Sicht konnte Deicide kein besseres Veröffentlichungsdatum für ihr neues Werk finden, denn dieses lag fast zeitgleich mit dem Kinostart von "Die Passion Christi" des selbsternannten Kreuzritters Mel Gibson. Und was hat sich geändert? In einem Wort: nichts. Kaum eine Band schafft es, sich mit einer derart zur Schau getragenen Ignoranz sämtlichen Trends zu entziehen, wie Deicide.Geboten wird überwiegend im oberen Tempobereich angesiedelter Death Metal auf gewohnt hohem spielerischen Niveau, der trotz oder vielleicht auch gerade wegen der zugegebenermaßen recht dürftigen Gesamtspielzeit von 30 Minuten stets ohne große Schnörkel auf den Punkt kommt. Also alles beim Alten im Hause Deicide? Mitnichten. Der Sound der Band ist durchaus zeitgemäß und die Songs eingängiger und nachvollziehbarer geworden. Deicide haben es eben geschafft, einen Sound zu kreieren, der einfach nur unverwechselbar ist. Freunde der alten Morbid Angel können bedenkenlos zugreifen, Einsteiger seien allerdings vor der Intensität und Brutalität des Albums gewarnt. Nur was hat das Ganze nun mit Mel Gibsons filmischen Machwerk zu tun? Diese Frage dürfte bereits ein Blick auf die Songtitel oder in das Textbuch beantworten. Ob gewollt oder nicht, bilden Deicide mit ihrer konsequent zur Schau getragenen antichristlichen Einstellung einen Gegenpol zu solchen filmischen Fehlleistungen wie dem genannten Passionsfilm. Doch im Gegensatz zu Gibson nimmt der Band die Ernsthaftigkeit ihrer Statements niemand, der die Band in den 15 Jahren ihres Bestehens verfolgt hat, mehr ab. So ist also nicht nur die Musik sondern auch das Textkonzept ein Relikt aus jenen Tagen, als es noch angesagt war, dass extremer Death Metal mit extremen lyrischen Ergüssen daherkommen muss. Deicide sind begnadete Musiker und die größten Poser seit den legendären Possessed, nicht mehr, aber auch nicht weniger. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
0 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
2.0 von 5 Sternen
ex und hopp...,
Von direkt01 "direkt01" (Hamburg) - Alle meine Rezensionen ansehen
Rezension bezieht sich auf: Scars of the Crucifix (Audio CD)
Was hier in 26 (!!) Minuten geboten wird, ist klar das songmäßig schwächste, was Deicide bislang abegliefert haben. Die Songs sind allesamt rasend schnell und ebenso rasend eintönig, die Klampfer fiedeln sich ohne Feeling und Kreativität in den Solo-Rausch und die fast konstant (!) gedoppelte Stimme von Glen geht einem nach dem 2-3 Song komplett auf die N...
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