Der junge Cameron Vale (Steven Lack) hat eine besondere Gabe, die es ihm erlaubt Menschen durch Gedanken zu manipulieren. Aufgeklärt wird er von Dr. Paul Ruth (Patrick McGoohan) der ihm erklärt das er ein SCANNER ist. Seine Mutter hat während der Schwangerschaft ein Medikament namens Ephemerol eingenommen und dies hat zu diesen Fähigkeiten geführt. Außerdem erfährt er vom Doktor, das ein gewisser Darryl Revok (Michael Ironside) - ebenfalls ein Scanner- versucht alle Scanner, die ihm nicht folgen wollen, zu töten, und die folgsamen zu vereinigen um die Weltherrschaft zu übernehmen. Es gelingt Vale auch Revok ausfindig zu machen und es kommt zum Finale : scannen bis nur einer überlebt.
Scanners gehört eindeutig zu den intelligenteren und gezielten Schockern der achtziger und grenzt sich dadurch von anderen Filmen ab. Man darf also keinen Splatterfilm, wie er heutzutage üblich ist, erwarten. Auch die Computertechnik von damals und die rießigen mobilen Telefone wirken heute unfreiwillig komisch.
Die Kritik an der Pharmaindustrie in einen Thriller zu packen hat seinen Reiz wohl daher, dass damals der Contergan-Skandal wieder aktuell war. Durch die Schockeffekte (vor allem der EINE Kopfplatzer)sowie die Schlußsequenz und die oberflächligen Charaktere konnte sich Cronenberg wohl nicht entscheiden was ihm wichtiger war : Spezialeffekte oder Kritik. Das liegt wohl daran das seinerzeit die Splatter- und Gorefilme Konjunktur hatten und Cronenberg wohl den etwas anderen Horrorfilm machen wollte.
Die Spezialeffekte stammen von Dick Smith und sind wohldosiert eingesetzt. Auch die Schauspieler ( Michael Ironside als Revok und Dr. Ruth von Patrick Mc Goohan dargestellt sind die bekanntesten) bieten eine sehr gute Leistung. Auch die Musik von Howard Shore unterstützt den Film hervorragend.
Für mich ist es ein guter, spannender B-Film der NICHT von den Splatterszenen lebt, wie andere behaupten.
Der Film erhält 5 Punkte (9/10)