26 von 27 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
A Scanner Darkly, 26. April 2007
Rezension bezieht sich auf: A Scanner Darkly - Der dunkle Schirm (Limitierte Version im Schuber mit Postkartenset) [Limited Edition] (DVD)
Leider hat es "A Scanner Darkly" trotz Starbestzung nichtmehr regulär in die Deutschen Kinos geschafft. Letztes Jahr beim Fantasy FilmFest wurde die englische Version gezeigt die sich für mich als Überraschngshit erwies.
Die Optik des Films ist meines Wissens nach einzigartig und kommt durch den Plot um den Dealer/Drogenfahnder erst richtig zur Geltung. Es wird entfremdet und stilisiert wo es passt, d.h. die Bilder stehen nie alleine im Vordergrund.
Leider war die englisch Version sprachlich sehr anspruchsvoll und ich bin mir sicher dass so für nicht Muttersprachler einige Nuancen verloren gingen, was aber bei der deutschen Version hinfällig sein sollte.
Ich kann daher allen den Film ans Herz legen die bereit sind die 0815 Schiene zu verlassen um einen ausgereiften Film mit Starbesetzung zu sehen.
Ich sollte vlt erwähnen, dass ich bis heute noch nichts von der Romanvorlage des Films wusste und daher nciht über die Qualität der Umsetzung urteilen kann, nichts desto trotz (oder gerade deswegen?) hat mich dieser Film überzeugt.
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30 von 32 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen
eine wahre Bilderflut, 15. Juli 2007
So richtig konnte ich mir nichts unter diesem Film vorstellen: ein Zeichentrick mit Keanu Reeves?
In Wirklichkeit wurde ein richtiger Film mit realen Schauspielern gedreht und dann das Filmmaterial sehr künstlerisch übermalt. Das Ergebnis ist ein toll animierter Film mit Zeichentrickcharakteren, die in Mimik und Gestik ihren Vorbildern in nichts nachstehen. Keanu Reeves in seinem schmuddeligen Look und seinem lückenhaften Bart sah noch nie realer aus!
Da ich die Buchvorlage nicht kenne, musste ich mich ganz auf die Erzählweise des Films verlassen und muss gestehen, dass ich einige Sachen bis zum Ende nicht ganz verstanden habe.
Die Geschichte eines Undercoverpolizisten, der in seinem Einsatz eigentlich Beweise gegen sich selbst sammelt und immer tiefer in den Einfluss einer gefährlichen Droge gerät, ist noch nachvollziehbar. Auch die schrulligen Typen mit ihrer Paranoia und ihren Ticks sind witzig und doch angsteinflößend. Doch es gibt Momente, in denen Bilder und Worte scheinbar keinen Sinn ergeben. Man fragt sich: Was reden die da? Wer ist hier eigentlich auf wessen Seite? Wie kommen die Hauptfiguren auf ihre Schlussfolgerungen?
Insgesamt ein Film, den man wohl etwas öfter schauen sollte um auf jedes Detail zu achten. Vor allem die Featurettes und Interviews geben noch etwas mehr Aufschluss über die Story und die Charaktere. Aber schaut euch den Streifen selbst mal an. Bereuhen werdet ihr es auf keinen Fall!
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37 von 41 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Klare Geschmacksfrage..., 25. Mai 2007
Rezension bezieht sich auf: A Scanner Darkly - Der dunkle Schirm (Limitierte Version im Schuber mit Postkartenset) [Limited Edition] (DVD)
Wenn man sich die Rezensionen auf dieser Seite so durchliest, stellt man fest, dass man gegenüber "A Scanner Darkly" offensichtlich keine neutrale Position beziehen kann. Entweder man liebt oder man hasst diesen Film. Und das ist auch kein Wunder: ohne hier viel wiederholen zu wollen, was bereits andere klar zum Ausdruck gebracht haben, muss man sich beim Kauf dieses Films vor allem über eines klar sein: Es handelt sich um KEINEN Mainstreamfilm. Das heißt nicht, dass er quasi zwangsweise "besser" ist, aber er ist in jedem Fall ungewöhnlich - und in diesem ganz speziellen Fall ist er tatsächlich besser. Kurze Zusammenfassung: Keanu Reeves spielt einen Undercovercop, der auf der Suche nach der Quelle der Droge "Substanz T" ist, welche sich schon seit langem im allgemeinen Umlauf befindet. Während seiner Ermittlungsarbeit wird er selbst zur Einnahme dieser Droge gezwungen, was letztendlich zu einer Spaltung seiner Persönlichkeit führt. Zugleich muss der Drogenfahnder Fred (so sein Deckname) sich selbst in Gestalt seiner Undercoveridentität Bob Arctor überwachen, was zu weiteren Verwirrungen führt... Es gibt nicht viel Spannendes an der Story, was man im eigentlichen Sinne "verraten" könnte, lediglich das Ende kommt etwas überraschend, wäre im Mainstreambereich aber vermutlich deutlich dramatischer inszeniert worden. Ansonsten sollte man sich, bevor man den Fernseher eiinschaltet, auf das Ansehen zahlreicher Dialoge zwischen den einzelnen Protagonisten einstellen, denn gesprochen wird wirklich viel. Wer jetzt schon sagt, dass könne nichts werden, braucht eigentlich gar nicht weiterzulesen. Alle anderen sollten sich ins Gedächtnis rufen, dass dieser Film auf einer Romanvorlage von Phillip K. Dick basiert (den man, nebenbei bemerkt, eben auch mögen muss), in welcher dieser seine eigenen Drogenerfahrungen sehr drastisch und für seine Verhältnisse ungewohnt realitätsnah verarbeitet. Es lohnt sich, das Buch zu lesen, bevor man den Film kauft: es ist eine erstklassige VERFILMUNG, und wer das Buch mag, wird den Film lieben - der Rückschluss dürfte wohl auf der Hand liegen. Es geht hier nicht um Spannung oder darum, dramaturgisch möglichst geschickt unterhalten zu werden. Dies soll das schlichte,tragische Leben einiger Drogenabhängiger wiedergeben, vermischt mit einem Spritzer der Paranoia und des bitteren Humors, der Phillip K. Dicks Werk zueigen ist. Besonders die Dialogszenen mit Arctors Freunden sind in dieser Hinsicht brilliant gespielt, Robert Downey Jr.s und Woddy Harrelsons Leistungen sind Hervorragend. Aber auch Reeves zeigt hier (wenigstens die meiste Zeit über) dass er durchaus mehr kann, als ihm allgemein an schauspielerischem Talent zugestanden wird. Das alles hat nichts mit Spannungskino zu tun: Es ist die leicht verzerrte Autobiographie eines Abhängigen - Dicks Widmung an dessen verstorbene/erkrankte Freunde am Ende des Films sollte dies hinreichend klar machen, sie ist auch im Roman zu finden.
Hat man sich mit der zwar schleppenden,aber dafür durchaus anspruchsvollen Handlung ersteinmal arrangiert, so gibt es noch ein zweites Element an Linklaters Film, welches die Zuschauer spaltet: Die Optik. Nun ja. Das hier eingesetzte Rotoscopingverfahren ist wohl ganz einfach Geschmackssache und in jedem Fall vollkommen ungewohnt. Von solch extremen Standpunkten wie "Die gedankliche Sicht Arctors soll visuell dargestellt werden" bis hin zu "Schmiererei, das Spiel der Darsteller ist nicht mehr zu erkennen" ist eigentlich alles zu hören. Meine Meinung: Zunächst sollte man wissen, dass letzterer Standpunkt Unsinn ist. Die Animatoren haben sich sehr viel Mühe gegeben, was man auch in jeder Sekunde des Films merkt, denn die schauspielerische Leistung der Darsteller leidet niemals unter dem Comic-Look. Wenn tatsächlich mal etwas vernachlässigt wurde (was selten vorkommt), dann ist das der Hintergrund, aber es ergibt sich immer ein stimmiges Gesamtbild. DER LOOK STÖRT ALSO NICHT. Frage ist jetzt noch, inwieweit er wirklich sinnvoll ist. Nun, das ist eine Frage, die zu beantworten jedem selbst überlassen bleibt. Ich persönlich sehe durchaus einen "psychologischen" Sinn dahinter, schließlich wird Linklater dieses Verfahren nicht nur des geilen Aussehens wegen gewählt haben (wäre auch etwas aufwendig gewesen - mal das Making-of ansehen)...
FAZIT: Wer dazu bereit ist, ein wenig Action und Spannung zu opfern, um sich einen anspruchsvollen Film über Drogenabhängige, die Folgen von Drogen und die Gesellschaft, in welcher diese entstehen, anzusehen, der sollte zugreifen. Ein gewisser Hang zum experimenntellen wird evtl. voraußgesetzt, da der Look so ungewohnt ist. Für Liebhaber von PKD und Kenner des Buches(und zu diesen zähle ich mich) ist "A Scanner Darkly" ohnehin ein Pflichtkauf: Linklater hat das "Dick-Feeling", auch in Bezug auf diesen Roman, perfekt umgesetzt. Das allein hätte für fünf Sterne gereicht, doch mit den richtigen Erwartungen ist der Film auch so sehr gut. ABRATEN würde ich all denjenigen, die einen zu hohen Spannungsbogen voraussetzen oder Filme mit vielen Dialogen bzw. unngewohnter Optik prinzipiell nicht mögen. Allgemein sollte man davon ausgehen, dass hier die Figuren, nicht die Dramatik im Vordergrund stehen. Wer also noch schnell was "Ungewöhnliches" für den nächsten DVD-Abend sucht: Finger weg!
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