Vor drei Jahren habe ich die englische Ausgabe dieses Buchs gelesen, nun erscheint doch noch eine deutsche Übersetzung. Auch wenn der englische Humor im Original natürlich besser rüberkommt, muss man sagen: diese Übersetzung wird dem Original im Großen und Ganzen gerecht. Es ist auch auf deutsch hochinteressant und amüsant zu lesen. Zusammen mit Autor Christopher Dawes lernt man Rat Scabies (ehemals Drummer bei The Damned) kennen, der wirklich ein lustiger und exzentrischer Zeitgenosse ist. Wie der nichtsahnende Chris Dawes wird man unweigerlich hineingezogen in diese Geschichte um einen Priester in Rennes-le-Chateau, der angeblich den Heiligen Gral gefunden hat (oder steckt doch was anderes dahinter?). Zeitweilig ist das Buch wie ein Reisebericht, nebenbei erfährt man immer mehr Hintergründe und Theorien über jenes Dorf in den französischen Pyrenäen. Bis man schließlich selber Lust bekommt hinzufahren oder zumindest mittelalterliche Kirchen o.ä. aufzusuchen...
Scabies und Dawes schnüffeln in Rennes-le-Chateau, Paris und Schottland herum, wenn sie nicht gerade in ihrer Heimat Brentford bei einer Tasse Tee (oder einem Bier) Theorien über den Gral diskutieren. Das ist sehr schön zu lesen, weil sie sich und auch viele der Theorien nicht zu ernst nehmen. Der Schluß (angelehnt an "Withnail & I") wirkt immer noch abrupt, aber insgesamt ein sehr empfehlenswertes Werk!