Nach seinen zwei Vorgängerkrimis enttäuscht auch dieser Hamada Ken nicht. Als profunder Japan-Kenner nimmt Anhalt die Sitten und Gebräuche Nippons ernst, aber nicht ohne Humor. Sein Held Hamada Ken ist nämlich stets imstande die ein oder andere japanische Eigenheit selbstkritisch und mit dem Blick eines Europäers zu betrachten. Vermutlich steckt ein bißchen vom Autor selbst im Charakter des Privatdetektivs. Das führt dazu, daß man ab und zu vor Lachen nicht weiterlesen kann. Natürlich gibt es eine wie immer herrlich chaotische Geschichte, viele skurrile Figuren und einen fetten Bullterrier namens Mozart.
Es sei allerdings angemerkt, daß einem ganz ohne Japankenntnisse einige Komik möglicherweise entgeht. Wer z.B. nicht weiß, wie es in einem Zen-Kloster zugeht, wird die Situation dort auch nicht komisch finden oder wer noch nie "Natto" gesehen oder probiert hat, wird auch diese Beschreibung nur halb so witzig finden.
Trotzdem für alle Freunde des schrägen, humorvollen Krimis eine absolutes Muß!