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Sayn-Wittgenstein Collection [Englisch] [Gebundene Ausgabe]

Marianne zu Sayn-Wittgenstein-Sayn , Sean Connery , Gunter Sachs


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Produktbeschreibungen

Der Verlag über das Buch

Eine ausgefallene Chronik der High Society aus der Insiderperspektive Faszinierende und bisweilen geistreiche Einblicke in die Welt der Kunst, der Wirtschaft und der Politik

A highly unusual chronicle of high society, from an insider perspective Fascinating insights, some comical, into the worlds of art, commerce and politics

Über den Autor und weitere Mitwirkende

Fürstin Marianne zu Sayn-Wittgenstein-Sayn wird 1919 in Salzburg als Tochter von Friedrich Baron Mayr-Melnhof und seiner Frau Maria Anna Gräfin von Meran geboren und wächst in Schloss Glanegg bei Salzburg als Älteste von neun Geschwistern auf. Nach dem Abitur 1938 studiert sie in München an der renommierten Blocherer Kunstschule Kunst. Bereits 1935 hat Baronesse Marianne von ihren Eltern ihren ersten Fotoapparat erhalten und wird von da an von einer Faszination für die Fotografie ergriffen, die sie ihr Leben lang begleiten wird.

In München lernt sie Ludwig Prinz zu Sayn-Wittgenstein kennen, der auf Heimaturlaub von der Front bei seiner Tante Elisabeth von Zwehl zu Besuch weilt. Schon nach wenigen Tagen verloben sich die beiden. In der Folgezeit richtet Prinz Ludwig für sich und seine Braut 5 Zimmer im eher verwahrlosten Schloss Sayn ein, in dem die Familie seit einem Vierteljahrhundert nicht gelebt hat. Anfang 1942 findet die Hochzeit in Glanegg statt, und nur eine Woche später muss Prinz Ludwig zurück an die Front. Im Dezember 1942 wird das erste Kind, Prinzessin Yvonne geboren, ein knappes Jahr später schenkt Prinzessin Marianne einem weiteren Kind das Leben, dem heutigen Fürst Alexander. Während ihr Mann an der Ostfront kämpft, lebt die junge Prinzessin mit ihren Kindern in Sayn oder bei ihren Eltern in Österreich. Glücklicherweise hält sie sich auch kurz vor Kriegsende mit ihren Kindern bei den Eltern auf, als deutsche Truppen auf der Flucht vor den Amerikanern, die schon den Rhein überquert hatten, die Brücke vor dem Schloss mit einer Bombe sprengen. Danach bietet das Schloss außen und innen ein Bild der Zerstörung: das Dach ist eingestürzt und alle Fenster sind zerstört. Fürst Ludwig ist zu diesem Zeitpunkt noch im Krieg und kommt erst im Oktober 1946 aus englischer Gefangenschaft zurück. Nach Ende des Krieges bietet der Pastor von Sayn der Familie Unterkunft. Später wird in verschiedenen kleinen Wohnungen in Sayn zur Miete gewohnt, und man denkt an eine Auswanderung nach Brasilien, beschließt dann aber einen Neustart in Sayn zu wagen. Prinz Ludwig und Prinzessin Marianne kümmern sich um die Landwirtschaft und den Wiederaufbau der Schlossgärtnerei und sichern damit den Unterhalt für die Familie. Der ganze Stolz ist ein kleiner Tempo-Lieferwagen mit der Aufschrift "Schlossgärtnerei Sayn", der zum Ausliefern der Bestellungen genauso wie zu Fahrten zu eleganten Abendessen bei Botschaftern in Bonn dient.

Im Sommer 1952 kann die Familie mit ihren inzwischen vier Kindern - die Töchter Elisabeth und Teresa werden 1948 bzw. 1952 geboren - und zusammen mit den aus der Schweiz wieder nach Sayn gezogenen Eltern Prinz Ludwigs ein eigenes Haus, das "Landhaus am Friedrichsberg", beziehen. Zwei Jahre später wird Prinz Peter geboren.

In das gastfreundliche Haus kommen viele Freunde zu Besuch. Prinz Ludwig, der sehr an Sport interessiert ist und auch selbst viel Sport betreibt, begeistert seine Familie für den Motorsport und viele Besuche auf dem Nürburgring, der Mille Miglia und anderen Rennstrecken im In- und Ausland folgen. Zum Rennsport kommt als eine weitere große Leidenschaft das Skilaufen. St. Anton und St. Moritz werden die bevorzugten Ziele für dieses winterliche Sportvergnügen und mehr als fünf Jahrzehnte lang sind die Fürstin und ihre Familie dort willkommene Gäste. Prinzessin Marianne hält indes alles mit ihrer Kamera fest. Als 1958 Fürst Stanislaus zu Sayn-Wittgenstein-Sayn stirbt, übernimmt sein Neffe und Erbe, Prinz Ludwig, den Besitz in Sayn und wird Chef der Familie. Nur vier Jahre später kommt er bei einem tragischen Autounfall in Sayn ums Leben. Nach dem Tod ihres Mannes übernimmt Fürstin Marianne gemeinsam mit einem Vormund die Verwaltung in Sayn bis ihr Sohn Alexander volljährig ist. Zunehmend verlegt sie ihren Lebensmittelpunkt wieder nach Österreich, wo sie und ihr Mann in Fuschl am See von ihrem Vater einen kleinen Besitz erhalten und ein Haus gebaut hatten. Die berühmte Schauspielerin Lilli Palmer, eine ihrer besten Freundinnen, rät der Fürstin ihre sehr begehrten Fotografien nicht nur zu verschenken, sondern die Fotografie zu ihrem Beruf zu machen. Auch Karl Lagerfeld, der große Modeschöpfer und Fotograf, ermuntert sie, ihre Arbeiten professionell zu veröffentlichen und so arbeitet Fürstin Marianne ab 1970 für verschiedene Zeitschriften als Fotografin.

Sie fotografiert schöne Häuser und ihre Einrichtungen in aller Welt, begleitet ihren Freund Hans Dietrich Genscher auf Staatsbesuchen, portraitiert Lilli Palmer in der Südsee und Sean Connery in Yucatan und wird als fast 80-jährige für das BMW-Magazin zum 24-Stundenrennen von Le Mans geschickt.

Große Anerkennung finden bei ihren Freunden in aller Welt, aber auch bei Ihren Kindern, Enkeln und zahlreichen Urenkeln die von ihr selbst entwickelten und bearbeiteten Kinderportraits.

Ab 1991 werden ihre privaten Fotografien in verschiedenen Einzelausstellungen in Salzburg, Wien, München und Berlin gezeigt und 1999 erscheint ein erster, ihrem Schaffen gewidmeter Fotoband. 2003 richtet die Galerie Artmosphere in Salzburg mit Fotografien der "Sayn-Wittgenstein-Collection", wie die Sammlung der über hunderttausend Fotografien von Fürstin Marianne genannt wird, eine Dauerausstellung ein.

Das Land Salzburg hat Fürstin Marianne für ihre besonderen Verdienste um die Festspielstadt mit dem Goldenen Verdienstzeichen ausgezeichnet. Auch heute noch veranstaltet Fürstin Marianne, von ihren Freunden "Manni" genannt, während fünf Wochen im Sommer sonntagmittags große Mittagessen für 80 Gäste, welche zu den großen gesellschaftlichen Ereignissen des Salzburger Festspielsommers gehören. Und noch immer reist sie viel nach Amerika oder besucht Freunde in aller Welt. Ihre Kamera ist stets dabei.

Leseprobe. Abdruck erfolgt mit freundlicher Genehmigung der Rechteinhaber. Alle Rechte vorbehalten.

Vorwort zur Sayn-Wittgenstein Collection von Sir Sean Connery
Ich war mit Manni und ihrer Kamera zusammen auf einer Schiffsreise vor
Mexiko und konnte aus erster Hand ihre Begeisterung und ihr waches Auge für
einzigartige Schnappschüsse miterleben. Und nun bin ich der stolze Besitzer
ihrer Fotos in Form eines Buches! Großartig! Auch bei den Salzburger
Festspielen war sie eine so großzügige und zuvorkommende Gastgeberin, was
sich ebenfalls in ihren "Schüssen" widerspiegelt.
Ich bin sicher, wer diese Bilder sieht, wird meine Gefühle für ihr neuestes
Werk teilen.
Immer der Ihre
Sean Connery

Vorwort zur Sayn-Wittgenstein Collection von Gunter Sachs
"Lempel, was stell ich da ein?"
"1/125, Blende 11", sagte ich.
"Was heißt das? Ich bin auf A."
"Das ist die 'Automatik` - sehr gut - nur druff."
"Was heißt das schon wieder?"
"Das heißt, dass du an deiner komplizierten Nikon kein Hebelchen mehr
bewegst und abdrücken kannst auf 'Piepmatz komm raus`!
"Spar Dir Deine Ironie!"
"Das ist alt überlieferte Kinder-Photographiersprache."
"Lempel, ich bin Urgroßmutter."
Genau so war es nicht - aber es hätte doch so sein können. Sie setzte sich
so unbekümmert über Technik und Farbenlehre hinweg, dass ein achtbarer
Photograph wie ich weiße Haare bekam. Oder wie es ein sächsischer Kollege
ausdrückte: "Ich wees och nich, wie sie des mocht, aber sie hot ständisch
Ogezeechnetes uff der Plotte."
Es schien, als würden sich nicht nur Prinzen und Präsidenten vor ihr
verneigen, sondern auch Blende und Sekunde und das bunte Volk von
Farbfiltern. Manchmal gab sie sich den Anschein als huschte sie lediglich
cool knipsend durch die Gegend, um mir dann - "dem großen Kollegen", wie
ich janusköpfig genannt wurde - bescheiden lächelnd erstaunlichste
Resultate zu zeigen. Früh habe ich gelernt, gespielte Bescheidenheit bei
Frauen von Ironie zu unterscheiden.
Es kam soweit, dass sie mir Tips gab - und die stimmten!
Zu meiner Beruhigung knipste sie die Leichtigkeiten des Lebens. Familie,
lokale Stars - und so. Ich hingegen photographierte Kunst. Zum Teil auch
bekleidete Models - und so. Das verschaffte mir die gewisse
lichtbildnerische Distanz, mit der ich mich in Sicherheit wog.
Doch schon legte sie mit Kinderphotos nach. Hier lasse ich all meinen
Hochmut fallen: Sinneverwirrend schöne Aufnahmen. In den Augen der
Kinderchen sah man die wahre Künstlerin.
Und dann ging's erst richtig los. Die Presse hatte sich plötzlich ihrer
bemächtigt oder sie sich der Presse. Aus Frau 'Förschtl`, ein Kosename
zwischen Forst und Fürstin, wurde Mamarazza und mehr als einmal sah ich in
ihrer Linse Hollywoods 'Reporter des Satans` blitzen.
Das Unglaublichste an Principessa Mamarazza ist, sie wertet die Megamassen
ihrer Jagden selbst aus und bedient nicht nur Medien und Büchermarkt mit
Originellem, sondern auch noch Freunde, die unter ihre Blitze kamen, mit
Grußwort und Datum auf dem Konterfei. Das alles aus ihrem eigenen
Keller-Studio, mit ganzen 11.75 Quadratmetern, überfrachtet von
Reagenzgläsern, Dunkelkammerzubehör, Belichtetem und Unbelichtetem und
irgendwo auch mal einem rostigen Rasen-mäher.
Um ihr Phänomen zu ergründen, brachte ich Professoren und Psychologen in
ihr Schussfeld. Einer sagte: "She's remark-able - but scientifically
inexplicable."
Ein Mannimut jenseits aller Eiszeiten.
Und noch dazu eines, das photographieren kann.
"Manni, mach zum Schluss noch schnell ein Bild von uns beiden mit
Selbstauslöser."
Wir stehen, es macht "KLICK-KLACK".
Und Manni sagt: "Merci Kodak."
Sie ist auch mit der Materie stets höflich.

Aus dem Vorwort von Beate Reifenscheid
Sie ist allerorts bekannt und in der Welt der Berühmten, Reichen und
Schönen nicht nur beliebt, sondern auch nicht mehr wegzudenken. Mit dem
ebenso bezeichnenden wie wohl auch irreführenden Kosenamen "Mamarazza"
sucht man eine Fotografin zu charakterisieren und zu würdigen, die beinahe
schon mit der Kamera geboren zu sein scheint und deren Erleben von Alltag
und Jetset nicht anders als mit dem Fokus der Kamera begriffen werden kann.
Marianne zu Sayn-Wittgenstein, deren Fotografien mehr als sechzig Jahre
Zeitgeschichte dokumentieren, ist nicht nur eine äußerst disziplinierte und
künstlerisch ambitionierte Grande Dame, deren gesellschaftlicher Stand ihr
mühelos Zugang zu allen herausragenden Persönlichkeiten aus Adel, Politik,
Film, Sport und Kultur ermöglicht, sondern als geradezu seismologische
Beobachterin des 20. Jahrhunderts ein wahres Phänomen. Dem heute medial
präsenten Image von ihr als Jetset-Fotografin, der es gelingt, sowohl
Adelshochzeiten und Diplomatenempfänge als auch das rasante,
männerdominierte Flair von Autorennen einzufangen, der nuancierte
Beobachtungen von Künstlern, Operndiven, Stardirigenten und zum Teil
exzentrischen Glamourgrößen aus dem Showbiz glücken, gesellt sich wohltuend
nun auch die Sicht auf jene Zeiten in Sayn hinzu, die den Anfang dieser
Karriere nicht nur belegt, sondern zugleich auch in ihrem künstlerischen
Rang manifestiert. Ausgehend von diesen Arbeiten beweist die chronologische
Wertung der Celebrity-Fotografien, wie sehr das schöpferische
Selbstverständnis auf Grundlagen der künstlerischen Ausbildung und eines
geradezu unbestechlichen Gespürs für den Augenblick und die Komposition
aufbaut, welches nicht allein mit Talent zu erklären wäre.
Dass die Ur-Ur-Ur-Ur-Enkelin der österreichischen Kaiserin Maria-Theresia
in den 70er Jahren begann berufstätig zu werden und aus der Leidenschaft
für die Fotografie auch ein Broterwerb wurde, verdankt sie zwei glücklichen
Umständen: So bestand zum einen die Hingabe an die Fotografie bereits seit
ihrem neunten Lebensjahr, als ihre Eltern ihr eine kleine Kamera schenkten.
Seit diesem Tag knipste sie alles, was ihr interessant genug erschien, um
es in den begrenzten Ausschnitt des Fotoobjektivs zu bannen. Der dann
folgende Gang an die Blocherer Kunstschule in München war zwar nur von
kurzer Dauer, da sie sehr bald ihren späteren Mann Udi in München kennen
lernte und sich sogleich mit ihm verlobte, aber der Grundstein für ihr
späteres Schaffen war dennoch gelegt. Die Kunstschule war gerade erst 1915
gegründet worden; Karl Blocher war ehemaliger Schüler des legendären Franz
von Stuck und legte mit der Ausrichtung seiner Schule das Fundament für
eine auf Kommunikation und Design ausgerichtete Schulung. Aber ganz
offensichtlich lag es nicht im Horizont der jungen Prinzessin, als sie 1942
nach Schloss Sayn bei Bendorf kam, sich der Fotografie anders als aus
eigenem Interesse und Antrieb zu widmen.
Das Leben war alles andere als leicht in dieser Zeit: der Krieg forderte
gleich den Frontdienst ihres Mannes eine Woche nach der Hochzeit. Bis 1946
sah sich das Ehepaar so selten, dass sie zusammengerechnet auf drei Wochen
Beisammensein kamen, als das Schicksal sie endlich wieder zusammenführte.
Das Sayner Schloss war noch in den letzten Kriegstagen von den Deutschen
durch ein Versehen in Schutt und Asche gelegt worden, sodass mit den Sayner
Jahren nicht nur der Krieg, sondern auch eine völlig neue Existenzgründung
verbunden war. Die Fotos, die in dieser Zeit entstanden und so fern
jeglicher Kommerzialität und Verwendbarkeit motiviert waren, gehören
vielleicht zu den aufregendsten und bizarrsten Zeugnissen einer Zeit und
eines individuellen Zeitempfindens, das kaum widersprüchlicher die
Absurdität der Kriegsjahre und jener des wirtschaftlichen Neubeginns
widerzuspiegeln vermag. Sie sind in ihrem Ausdruck so dicht, so intim und
so menschlich, dass sie die Wärme der persönlichen Nähe geradezu im Bild
sublimieren. Das betrifft nicht nur die...

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