Nach drei Jahren Warten auf das neue Finch Album, war es Anfang dieser Woche endlich soweit: Say Hello to Sunshine, das zweite Major Album, der Band aus Kalifornien kam endlich auf den Markt.
Schon der erste Hördurchgang der neuen CD machte deutlich, dass die Band sich musikalisch enorm weiter entwickelte. Große Parallelen zum Debut Album What it is to Burn, welches auch schon absolut überzeugte, waren direkt von diesem ersten Hördurchgang des neuen Albums nicht zu entdecken und auch (poppigere) Songs wie z.B. Letters to You, welches Finch einst bekannt machte, finden sich noch nicht einmal Ansatzweise auf der neuen CD wieder. Stattdessen überzeugt Say Hello to Sunshine von jedem Hördurchgang mehr und mehr und weißt immer wieder neue großartige Einzelheiten auf. Somit hat sich das Songwriting der Band auf dem neuen Album enorm weiter entwickelt und befriedigt nicht nur hohen Anspruch, sondern weißt mit teils (positiver) Komplexivität und tollen instrumentalen Passagen immer wieder die Stärke der 14 Songs auf. Auch wächst nicht nur bei jedem Hördurchgang die Stärke der Platte, sondern wird auch bewusst, dass hier fünf junge Männer am Werk sind, die fernab von Klischees und (musikalischen) Vorgaben eine Platte aufgenommen haben, die die Band spätestens bei diesem Album aus dem großen Teich der immer mehr werdenden Bands aus dem Emo/Screamo Sektor heraus katapultiert. Somit wird Say Hello to Sunshine wohl bald auch schon eine Messlatte für anspruchsvollen sowie innovativen Emo/Screamo für viele andere Bands werden.
Als Anspieltipps gehören Songs wie der Opener Insiomniatic Meat, was in ca. vier Minuten direkt verdeutlicht, um was es auf dieser Platte geht, der darauffolgende Ohrwurm Revelation Song, das straight rockende Ink, das teilweise positiv an Incubus erinnernde Miro oder aber auch das schnellere und rockende Ravenous. Allerdings sollte gesagt sein, dass dies nur eine kleine Auswahl der großen Momente des Albums ist und dass diese Platte am meisten überzeugt, wenn man sie hintereinander an einem Stück hört.
Auch die Lyrics von Nate Barcalow überzeugen durchgehend und das teils schon dramatische, emotionelle ,,This is the worst thing that you have ever done" aus dem Opener Insomniatic Meat wird wohl bald schon von Hunderten Stimmen bei jedem Finch Konzert mitgeschrieen werden.
Diese CD sollte jeder gehört haben, der eine Vorliebe für Emo/Screamo/Alternative... pflegt und vor allem auch all diejenigen, die mit Glassjaw's letzter Platte Worship and Tribute viel anfangen konnten.