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Tom Sawyer und Huckleberry Finn [Gebundene Ausgabe]

Mark Twain
3.7 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (10 Kundenrezensionen)
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Kurzbeschreibung

1. Dezember 2009 3809425737 978-3809425731 4
Spannend und unterhaltsam – ein überzeugender Aufruf für Toleranz und Freundschaft


Spannend und gruselig, humorvoll und traurig – das sind die Geschichten des Waisenjungen Tom Sawyer und des jungen Landstreichers Huckleberry Finn. Im tiefsten amerikanischen Süden, an den Ufern des Mississippi, hecken sie ihre Streiche aus, bahnt sich die erste Liebe an und bringt sie ihre ungestüme Abenteuerlust in manch eine gefährliche Situation. Doch die gemeinsamen Erlebnisse finden ein Ende, als Huck vor seinem gewalttätigen Vater fliehen muss. Mit dem entlaufenen Sklaven Jim begibt er sich auf eine waghalsige Floßfahrt den Mississippi hinunter …

Die beiden Romane Mark Twains (1835-1910), die in kritisch-satirischer Weise die amerikanische Gesellschaft seiner Zeit beschreiben, sind Klassiker der Jugendliteratur. Doch wollte Mark Twain auch „die Erwachsenen auf unterhaltsame Weise an ihre eigene Kindheit erinnern“.


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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 592 Seiten
  • Verlag: Bassermann Verlag; Auflage: 4 (1. Dezember 2009)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3809425737
  • ISBN-13: 978-3809425731
  • Vom Hersteller empfohlenes Alter: 10 - 12 Jahre
  • Größe und/oder Gewicht: 22 x 16 x 4,6 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 3.7 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (10 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 58.634 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

Mehr über den Autor

Mark Twain (1835-1910) hat sein Handwerk von der Pike auf gelernt. Nach dem Tod seines Vaters machte er eine Ausbildung zum Schriftsetzer und arbeitete in vielen Städten der USA als Drucker und Journalist. Auch auf einem Mississippidampfer war Mark Twain beschäftigt, außerdem wurde er Soldat bei den Konföderierten und begab sich sogar auf Silbersuche. Später führten ihn seine Reisen bis nach Europa. 1864 gelang ihm mit "Jumping-Frog" ("Der berühmte Springfrosch von Calaveras County") der literarische Durchbruch. Humor und Satire gehören zu den Markenzeichen des weltbekannten amerikanischen Schriftstellers, dessen berühmtestes Buch wohl "Die Abenteuer des Huckleberry Finn" (1884) ist. Mark Twains Alterswerk dagegen ist von einer eher pessimistischen Grundhaltung geprägt.

Produktbeschreibungen

Über den Autor und weitere Mitwirkende

Samuel Langhorne Clemens (1835-1910), besser bekannt unter dem Pseudonym Mark Twain, war ein scharfzüngiger Kritiker der amerikanischen Gesellschaft: humorvoll bis satirisch schrieb er über den alltäglichen Rassismus, Heuchelei, Verlogenheit und Korruption seiner Landsleute. Bereits mit seinen ersten Erzählungen, entstanden in den 60er Jahren des 19. Jahrhunderts, errang er großen litarischen Erfolg, der sich durch die Abenteuergeschichten um die beiden Jungen Tom Sawyer und Huckleberry Finn zu Weltruhm steigerte.

Leseprobe. Abdruck erfolgt mit freundlicher Genehmigung der Rechteinhaber. Alle Rechte vorbehalten.

Tom!"
Keine Antwort. "Tom!" Keine Antwort.
"Wo steckt der Junge bloß wieder! Hallo, Toni" Die alte Dame zog ihre Brille auf die Nasenspitze und schaute über die Gläser hinweg durchs Zimmer. Dann schob sie die Brille auf die Stirn und schaute unter ihr hindurch in den Raum. Selten oder nie sah sie durch die Gläser hindurch, wenn sie nach etwas so unwichtigem wie einem kleinen Jungen suchte. Denn die Brille war ihr ganzer Stolz. Sie diente zur Zierde, nicht zum Gebrauch; ebenso gut hätte sie durch ein Paar Herdringe sehen können.
Überrascht, dass sie ihn nicht entdeckte, sagte sie: "Na warte, wenn ich dich erwische..." Sie beendete den Satz nicht, denn sie hatte sich bereits gebückt und stocherte mit dem Besenstiel unter dem Bett herum - doch sie beförderte nur die Katze ans Licht.
"So was wie diesen Bengel habe ich noch nie erlebt!", murmelte sie. Dann ging sie zur offenen Tür und sah über die Tomatenstöcke und wilden Sträucher hinweg in den Garten. Kein Tom. Jetzt erhob sie ihre Stimme und rief so laut, dass man es weithin hören konnte: "Tom!"
Hinter ihr war ein leises Geräusch zu hören und sie fuhr herum. Gerade noch rechtzeitig konnte sie einen schmalen Jungen am Jackenzipfel packen und seine Flucht verhindern.
"Aha! Da bist du also! Ich hätte es mir denken können! Was hast du in der Speisekammer zu suchen?"
"Nichts."
"Nichts? Sieh deine Hände und deinen Mund an! Was ist das?"
"Weiß ich nicht, Tante Polly!"
"Aber ich weiß es - es ist Marmelade! Mindestens vierzigmal habe ich dir schon gesagt, du sollst die Marmelade in Ruhe lassen. Jetzt hab ich genug! Hol den Stock!"
Die Rute schwebte bereits in der Luft, es bestand höchste Gefahr...
Da rief der Junge plötzlich: "Da, hinter dir! Schau!"
Die alte Dame fuhr herum und raffte mit einem Griff ihre Röcke zusammen, und der Junge schoss mit einem Satz zur Tür hinaus, kletterte blitzschnell über den Gartenzaun und verschwand.
Seine Tante stand einen Augenblick verdutzt da, brach aber dann in lautes Lachen aus. "Zum Kuckuck mit diesem Bengel! Dass ich es aber auch nie lerne. Wie oft hat er mich schon an der Nase herumgeführt! Aber je älter man wird, desto dümmer wird man. Ein alter Hund lernt keine neuen Kunststücke mehr, sagt das Sprichwort. Und wie soll ich wissen, was ihm wieder Neues eingefallen ist. Jeden Tag spielt er mir einen anderen Streich. Dabei weiß er genau, wie weit er gehen kann, bis mich der Zorn packt.
Wenn er mich dann auch nur einen Moment lang verwirrt oder mich zum Lachen bringt, ist die Wut verflogen, und ich kann ihm kein Härchen krümmen. Bei Gott, ich tu meine Pflicht nicht an dem Jungen. Wer sein Kind liebt, züchtigt es. So steht es in der Heiligen Schrift. Und so wäre es meine Pflicht. Er steckt voller Teufeleien, der Bengel - aber er ist schließlich das Kind meiner verstorbenen Schwester, der Ärmsten, und ich bringe es nicht übers Herz, ihn zu verprügeln. Wenn ich ihn nicht bestrafe, dann quält mich mein Gewissen, und wenn ich ihn schlage, dann bricht mir fast das Herz. Heute Nachmittag, da bin ich sicher, wird der Junge die Schule schwänzen, und ich bin gezwungen, ihn zur Strafe morgen arbeiten zu lassen. Ausgerechnet am Samstag, wenn alle anderen Jungen freihaben. Aber ich muss meine Pflicht tun und Arbeit hasst er mehr als alles andere ."
Tom schwänzte an diesem Tag tatsächlich die Schule. Er verbrachte einen sehr vergnügten Nachmittag. Am Abend kam er so spät nach Hause, dass er Jim, dem kleinen Negerjungen, nicht mehr helfen konnte, das Holz für den nächsten Tag zu hacken, aber doch rechtzeitig genug, um ihm von seinen Abenteuern zu berichten, während Jim drei Viertel der Arbeit machte. Toms Halbbruder Sid war mit dem Aufsammeln der Späne bereits fertig. Er war ein ruhiger Junge, der seiner Tante keinerlei Schwierigkeiten machte.
Während Tom sein Abendbrot aß und etwas Zucker stiebitzte, als sich die Gelegenheit bot, stellte ihm Tante Polly verfängliche Fragen, um ihn in die Falle zu locken. Wie viele einfache Seelen wiegte sie sich in dem Glauben, die dunkelsten Geheimnisse mit besonderem Geschick entschleiern zu können. Selbst ihre durchsichtigsten Finten betrachtete sie als Meisterleistungen an Schläue und Verschlagenheit.
So fragte sie: "Es war doch sicher sehr warm in der Schule, was, Tom?"
"Ja, Tante Polly." "Furchtbar warm, was?" "Ja!"
"Hattest du keine Lust, zum Schwimmen zu gehen?"
Tom zuckte zusammen. Er forschte im Gesicht seiner Tante nach verdächtigen Spuren, aber es verriet nichts. So sagte er: "Nein, eigentlich nicht."
Die alte Dame streckte ihre Hand aus und befühlte Toms Hemd. "Aber nun ist dir nicht mehr warm?", fragte sie lauernd.
Endlich wusste Tom, woher der Wind wehte, darum kam er ihrer nächsten Frage zuvor. "Einige von uns haben den Kopf unter die Wasserpumpe gehalten. Meiner ist immer noch ein bisschen feucht. Schau!"
Tante Polly ärgerte sich. Das hatte sie völlig übersehen. "Musstest du nicht deinen Hemdkragen abmachen, den ich dir angenäht habe, als du den Kopf unter die Pumpe gehalten hast? Zeig mal her!"
Aus Toms Gesicht verschwand alle Unruhe. Er knöpfte die Jacke auf. Sein Hemdkragen war sorgfältig wieder angenäht.
"Tatsächlich! Ich hätte geschworen, dass du die Schule geschwänzt hast und schwimmen gegangen bist. Na, lassen wir's gut sein." Halb tat es ihr Leid, dass ihr Scharfsinn versagt hatte, und halb freute sie sich, dass Tom wenigstens diesmal gehorsam gewesen war.
Da sagte Sid: "Hattest du den Kragen nicht mit weißem Garn angenäht, Tante Polly? Der hier ist schwarz!"
"Wie - natürlich habe ich ihn mit weißem Faden angenäht! Tom!" Die Stimme klang scharf, darum wartete Tom das Weitere nicht ab. In der Tür rief er Sid zu: "Das sollst du mir büßen,
Sid!"
An einem sicheren Ort holte Tom die beiden Nadeln hervor, die er unter den Aufschlag seiner Jacke gesteckt hatte, die eine mit weißem Faden umwickelt, die andere mit schwarzem. Wütend murmelte er: "Sie hätte es nie gemerkt, wenn Sid mich nicht verraten hätte. Da soll sich einer auskennen!

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Kundenrezensionen

Die hilfreichsten Kundenrezensionen
4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Ein Klassiker 13. März 2012
Von Charlotte Hölling VINE-PRODUKTTESTER
Format:Gebundene Ausgabe|Von Amazon bestätigter Kauf
Ich habe das Buch gern noch einmal gelesen, es dann aber an ein Kind verschenkt.
Das Ende von Huckleberry Finn finde ich nun aus Sicht eines Erwachsenen etwas fragwürdig. Zwar persifliert Mark Twain mit dem Ende die inhaltlich oft mangelhaften Abenteuerromane und -geschichten, aber das konnte mich jetzt doch nicht darüber weg täuschen, dass dem armen Sklaven Jim damit erheblich viel Leid zugemutet wurde, ja er sogar fast getötet worden wäre - nur weil Tom seine Abenteuerspinnereien ausleben wollte.
Als ich die Bücher als Kind las, ist mir das gar nicht so aufgefallen. Huck, das "ungebildete" Unterschichtskind, ist auf jeden Fall viel verantwortungsbewusster und auch ethisch reifer.
Es ist immer wieder interessant, ein Buch nach Jahren noch einmal zu lesen und zu erleben, wie sich die eigene Sicht im Laufe der Jahre gewandelt hat.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen kein Inhaltsverzeichnis 23. September 2012
Format:Kindle Edition
ich vergebe einen Stern, weil es noch nicht einmal ein strukturiertes Inhaltsverzeichnis auf Kapitelebene gibt.
Von Huck Finn gibt es die kostenlose Version, welche Kapitel bietet, von Tom Sawyer leider nicht.
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3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Heiko
Format:Gebundene Ausgabe
In mehreren Rezessionen werden die Bilder von Tatjana Hauptmann gelobt und gepriesen. Ich habe mir das Buch gekauft und musste enttäuscht feststellen, dass nur das Titelbild sehr schön ist (von Nicole Braunschweig). Im Buch selber befinden sich nur wenige, sehr kleine und schlichte Bilder (von Don-Oliver Matthies), die nicht annähernd an die Qualität des Titelbildes herankommen.

Die Geschichte selber ist ja sehr gut, aber ich möchte vermeiden, dass andere Kunden diese Ausgabe mit den gleichen Erwartungen an Bilderqualität aufgrund der Rezensionen bestellen.
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4.0 von 5 Sternen Sehr guter Buchklassiker 28. November 2013
Format:Gebundene Ausgabe|Von Amazon bestätigter Kauf
Gebraucht aber in gutem Zustand.
Sehr schöne Abenteuergeschichten, an die man sich bildhaft erinnert, da man den Film in der Kindheit
gesehen hat. Muss wohl gut verfilmt gewesen sein,
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4.0 von 5 Sternen Bewertung 31. Oktober 2013
Format:Kindle Edition|Von Amazon bestätigter Kauf
Dieses Buch als KinderundJugenbuch finde ich sehr gut.
Mir gefällt hier sehr gut die Schilderung des Verhaltens der Hauptperson und der Umgang mit den anderen Personen.
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