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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
8 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen
Innovativer Beitrag zum Horror-Genre!,
Von
Rezension bezieht sich auf: Saw [Director's Cut] (DVD)
"Wie weit würden Sie gehen" wenn Sie gar nicht mehr weit gehen können weil Sie eingesperrt sind in eine bizarre Todesmaschinerie, bei der Ihnen die Chance auf ein Entkommen alles abverlangt - und noch mehr? Würden Sie in wenigen Minuten tausende Jahre kultureller Evolution abwerfen und wieder zur Bestie werden? SAW sagt ja und macht es zum Thema eines tollen, innovativen Horrorthrillers mit psychologischem Tiefgang. Der Film ist allein durch seine Reflexion über die in jedermanns Seele verborgenen Monster so interessant und spannend, dass es der beigefügten Splatterzutaten gar nicht bedurft hätte. Die Blut- und Ekelszenen sind aber dramaturgisch sinnvoll eingebaut und wirken nie als billiges Effektmittel zum Zweck der Spannungssteigerung. Natürlich verweist vor allem das Set-Design auf offensichtliche Vorbilder wie "Das Schweigen der Lämmer" und "Sieben". Doch hat die ausgeklügelte Story über den perfiden Unbekannten, der sich Menschen selbst bzw. gegenseitig töten lässt, definitiv innovative Qualität und bereichert das Genre um eine ebenso neue wie intelligent-bösartige Spielart. Dass der Killer seinen Tod geweihten "Gladiatoren" in der Art römischer Zirkusspiele beim Todeskampf zusieht besagt schon der Filmtitel, denn SAW bezieht sich vermutlich weit weniger auf die im Film vorkommende Säge denn als Wortspiel auf das englische "I saw" (ich habe zugesehen).Wie es sich für einen außergewöhnlichen Film gehört bleibt SAW durchgehend sehr gut bis zum überraschenden Ende. Der finale Clou ist vielleicht nicht ganz logisch, überrumpelt dafür aber den mitratenden Zuschauer ziemlich und lässt plötzlich alles in einem neuen Licht erscheinen - ein offenbar bei "The Sixth Sense" entliehenes Stilelement. Fazit: durchgehend spannendes Horror-Kammerspiel der ganz besonderen Art, mit fantastischer Grund-Idee, bösartiger Fallen-Fantasie, psychologischem Tiefgang und gelungenem Finale. Nicht von A-Z neu, ein wenig Nachgeahmtes ist schon dabei (dafür ein Stern Abzug) - aber SAW gibt dem Genre eben auch etwas wirklich Neues und Wertvolles! Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
59 von 67 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
3.0 von 5 Sternen
Geschmackssache,
Von Daniel Dilly - Alle meine Rezensionen ansehen (TOP 1000 REZENSENT) (VINE®-PRODUKTTESTER) (REAL NAME)
Rezension bezieht sich auf: Saw [Director's Cut] (DVD)
Eines Vorweg: Ich mag an sich keine Horror-Splatter-Verstümmelungs-Folter-Filme deren Schockeffekte darin bestehen, möglichst detailliert brutale Bilder zu zeigen. Ich finde es auch nicht besonders reizvoll, mich in den kranken Geist eines möglichst bestialisch mordenden Psychopathen hinein zu versetzen. Was ich allerdings mag, sind gut gemachte und spannende Psychothriller und schalte dann auch nicht gleich angewidert ab, wenn mal Blut fließt."Schweigen der Lämmer" mochte ich sehr und "Sieben" empfand ich als eine gelungene Gradwanderung aus Ekel und Faszination über das Konzept der Morde. Beide Filme hatten zudem gemeinsam, dass der Zuschauer das Geschehen aus dem Blickwinkel der ermittelnden Polizisten erlebt. Die Brutalität und entsetzlichen Morde, werden als pervers dargestellt, denen sich die Hauptpersonen hilflos gegenüberstehen. Es wird vor allem Wert darauf gelegt zu zeigen, wie normale Menschen damit umgehen und es verarbeiten (oder eben auch nicht). Ich habe mich lange dagegen gesträubt, mir "Saw" anzusehen, weil ich befürchtete, dass es vor allem eine Metzel-Blut-Orgie ist. Aber nach vielen sehr guten Kritiken, die versprachen, dass es weit mehr ist, als ein simples Aneinanderreihen von Schlachtszenen und der Film für dass Horrror-Genre ausgesprochen originell und intelligent ist, habe ich mich entschlossen, dem Film doch mal eine Chance zu geben. Ich war sehr angenehm überrascht, dass der Film seine Spannung tatsächlich vor allem im Kopf erzeugt. Das Szenario mit zwei Menschen in einer aussichtslosen Extremsituation und wie sich darin verhalten, ist ausgesprochen spannend. Sehr gut gemacht ist zudem die Umsetzung. Die Kamera filmt nicht einfach nur das Geschehen, sondern nutzt die visuellen Möglichkeiten die ein Film bietet: Es werden extrem schnelle Schnittwechsel gemacht, kurze Rückblicke eingestreut, passende Musik unterlegt usw. um eine sehr bedrohliche Atmosphäre zu schaffen. Das ist handwerklich bemerkenswert gut gemacht und lässt den Film trotz eher einfacher Ausstattung ziemlich professionell und keinesfalls billig wirken. Die gezeigten Bildern sind weniger brutal, als ich befürchtet hatte. Selbst in der "ab 18"-Version werden die (ohnehin nicht übertrieben vielen) Ekelszenen nicht in allen Einzelheiten und Großaufnahme gezeigt (Einige werden enttäuscht sein, für andere ist es noch immer zu hart - Für mich war es problemlos zu ertragen). Weitere Pluspunkte verbucht der Film für seine trickreiche Auflösung. Trotzdem möchte ich nicht so weit gehen zu behaupten, dass sich "Saw" im Anspruch mit "Sieben" messen kann. Die Todesspiele werden nicht als abartig gebrandmarkt, sondern sollen möglichst cool und stylisch wirken. Es ist ein Film für Menschen, die Spaß daran haben, sich Gewallt anzusehen und nicht für jene, die lieber darüber nachdenken, was man dagegen tun kann. Die Vergabe der Punkte war für mich keine leichte Sache. Da ich an dieser Stelle keine Diskussionen über den Sinn solche Filme im allgemeinen anfangen will, ist es letztlich ein Kompromiss daraus geworden, dass ich diese Art von Filme einerseits nicht sonderlich mag, andererseits aber auch zugebe, dass er verglichen mit ähnlichen Filmen überdurchschnittlich gut ist. Normalerweise würde ich zu solchen Filmen gar keine Kritik schreiben und die Horror-Fans mögen mir die geringe Punktzahl verzeihen. Da dieser Film aber als Genre-Highlight gilt, auf den auch viele Menschen aufmerksam werden, die solche Filme normalerweise nicht gucken, halte ich in diesem Fall die Meinungsäußerung eines Laien wie mich für angemessen. Anhänger solcher Filme werden ihn sowieso gucken und alle anderen wissen jetzt hoffentlich ein bisschen besser, ob dieser Film etwas für sie ist oder nicht. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
25 von 28 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Der beste Horrorfilm der letzten Jahre!,
Rezension bezieht sich auf: Saw [Director's Cut] (DVD)
Durch den Werbespruch "Nach Sieben kommt nicht acht, sondern Saw" wurde "Saw" immer wieder mit David Fincher`s Meisterwerk "Sieben" verglichen. Tatsächlich gibt es zwischen den beiden Filmen Parallelen, beziehungsweise zwischen den Killern. Doch während "Sieben" nahezu ausschließlich auf die exzellente Story setzt und der Zuschauer die Opfer als Leichen gezeigt bekommt, sieht man bei "Saw", wie die Opfer sich selbst oder andere auf grausame Art und Weise verstümmeln um das eigene Leben zu retten. Die "Spiele" des Jigsaw-Killers sind allesamt krank und in höchstem Maße brutal. Dennoch ist der Gore-Gehalt noch überschaubar und unterstreicht die ebenfalls großartige Story. Denn im Gegensatz zu vielen anderen brutalen Filmen, die im Fahrwasser des Erfolgs von "Saw" entstanden (z.B. "Hostel" I+II, "H6", "Wolf Creek" und auch "Saw" II +III), bekommt man hier eine spannende und fesselnde Geschichte geliefert. Um diese Spannung wirklich genießen zu können, muss der Zuschauer sich allerdings auf den Film einlassen können, was Leuten mit empfindlichen Mägen oder denen, die sich allgemein nicht für das Horrorgenre begeistern können, wohl kaum gelingen dürfte. Aus diesem Grund kann ich "Saw" auch nicht uneingeschränkt empfehlen. Darstellerisch kann "Saw" trotz des geringen Budgets von 1,2 Millionen Dollar (der Film spielte allein in den USA über 55 Millionen Dollar ein) überzeugen. Als größter Hollywood Darsteller spielt Danny Glover einen getriebenen Cop, dessen Lebensaufgabe es ist den Jigsaw-Killer zu fassen. Sehr stark. Von den beiden Hauptdarstellern kann vor allem Cary Elwes, der den Terror, dem seine Figur Dr. Gordon ausgesetzt ist, sehr gut transportiert, begeistern. Drehbuchautor Leigh Whannell als Adam fällt zwar etwas ab, geht aber auch noch in Ordnung. James Wan und Leigh Whannell haben mit "Saw" einen wirklich hervorragenden Film geschaffen, bei dem alles zu stimmen scheint. Der kalte Keller ist als Schauplatz perfekt gewählt und durch die Szenen, die sich außerhalb abspielen, erfährt der Zuschauer nach und nach die Hintergründe. Das Ende ist natürlich ein weiteres Highlight und braucht sich selbst vor dem von "The 6th Sense" nicht verstecken. "Saw" präsentiert sich so innovativ, dass er sicherlich zu den stärksten Horrorfilmen überhaupt gehört. Die Welle von Gewaltfilmen die allerdings im Mainstreambereich losgetreten wurde hinterlässt doch einen gewissen Beigeschmack. So verwundert es auch nicht, dass die Nachfolger Teil 2 und 3 nicht im Geringsten mit diesem Juwel mithalten können.
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