Die zweite CD von Saviour Machine (SM) liegt nun vor dem Hörer.Wer die erste CD von SM gehört hat und diese ebenso exzellent fand wie ich,fragt sich natürlich:schaffen es SM die Qualität dieses grandiosen Debütalbums zu halten bzw. zu übertreffen??Die Antwort ist ein eindeutiges JA!!Schon die ersten Sekunden,die aus einem ruhigen Klavierpart bestehen,entführen den Hörer wieder in die einzigartige Klangwelt von SM.Mit der Ruhe ist es aber schnell vorbei,denn schon bei "Enter the idol" merkt man,daß SM auch anders können.Sie sind auch in der Lage härtere und hektischere Gangarten anzuhgehen,wenn es musikalisch und textlich sinnvoll ist.Wieder einmal gibt es meiner Meinung nach kein einziges wirklich schlechtes Lied auf dieser CD.Die Qualität der einzelnen Stücke ist erneut von schwindelerregender Höhe.Dabei muß man das Augenmerk aber besonders auf 2 Lieder lenken.Erstens The Stand.Dieses Stück dauert über 16 Minuten und ist keine Sekunde zu lang.In diesem Stück ist die ganze Bandbreite von SM's kompositorischen und spielerischen Können zu hören.Nathan van Hala's Keyboardarbeit ist außergewöhnlich dicht in ihrer atmosphärischen Wirkung und Eric Clayton's Gesang tut, wie üblich, das seinige zu einem herrausragenden Stück dazu.Wenn man überhaupt von EINEM Höhepunkt auf dieser CD sprechen kann,so ist es für mich das Stück American Babylon.Zunächst läßt mir dieses Stück nahezu immer eine Gänsehaut über den Rücken laufen,da es so wunderbar gefühlvoll eingeleitet wird,wie es fast nur SM können.Dazu paßt ein anklagender härterer Mittelpart,der von einem wiederum gefühlvollen Endteil eingerahmt wird.Was beim Hörer aber eine Gänsehaut und auch die ein oder anderen Gedankengänge auslösen wird,ist sowohl der Songtitel,als auch der Text.Sieht man beides vor dem Hintergrund der Anschläge des 11.09.2001 werden erstaunliche Allegorien klar.Möchte man einen Nicht-Kenner von SM von dieser Band überzeugen,sollte man ihm von dieser CD sicherlich American Babylon vorspielen.Allerdings muß man für diese CD schon mehr Zeit investieren,um sich mit allen Liedern anzufreunden.Insbesondere The Stand verlangt nach mehrmaligem Hören.Ist man aber gewillt diesen nicht allzuhohen Aufwand zu tätigen,wird einem diese Platte mit Sicherheit begeistern und so schnell nicht mehr aus den Ohren gehen.