Die hilfreichsten Kundenrezensionen
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4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Klasse Solo-Album, 8. Januar 2009
Nachdem Korn seit Anfang der 90er Jahre den Metal neu-erfunden und geprägt haben, verließ Head die Band 2005, um sich selbst zu finden. Seit dem sind Korn nicht mehr wie sie waren - ob objektiv oder subjektiv gesehen. Als Brian Welch bekannt gab, dass er ein Solo-Album machen wolle stellte sich abrupt die Frage, wieviel Korn in seinem Sound zu finden sein würde... Man findet das, was Korns Sound ausmachte: Hohe, leicht psychodelische, gängige Melodien und Riffs, mit denen Korn musikalisch in die Köpfe und die Psyche der Hörer eindrangen. Die Lyrics von Head handeln über die größten Dinge in seinem Leben, wie zum Beispiel Gott, Drogensucht etc.
Der erste Song "L.O.V.E." beginnt mit einer typisch melodiösen Gitarre im Intro, die sich den ganzen Song erstreckt und teilweise an ein Glockenspiel erinnert. Im Verse findet man einen rythmischen, tiefen Riff, der bis zum Pre-Chorus dahingleitet. Der Pre-Chorus sowie der Chorus arbeiten mit langezogenen Akkorden mit dem Gesang zusammen, der insgesamt recht melodiös gehalten ist. In der Bridge arbeitet Head mit tiefen Riffs, die mit den vielen Pausen einen tragenden Klang erzeugen.
Der zweite Song ist seine erste Single "Flush", der direkt in den Verse startet mit rythmusbetonten Riffs und Drums. Insgesamt bleibt der Song heavy, der Chorus weist die für dieses Album typischen Gesang auf. In der Bridge arbeitet Brian mit lang klingenden Sounds und "erzählt" seine Lyrics.
"Loyalty" ist durch seine Melodien, die Pausen und durch den Chorus sehr hypnotisch.
Nummer 4 ist "Re-Bel", dessen Intro aus einem harten, treibenden rythmus und Sound besteht und durch Kinderchorgesang gebrochen wird. An dieser Stelle sei gesagt, dass diese eine der besten Momente des Albums sind, weil diesmal Kinder die Atmosphäre erzeugen, die Head mit seinen hellen Gitarrenmelodien erzeugt.
Bei "Home" findet man viele Elemente, die auf dem ganzen Album zu finden sind, ist aber einer der schwächeren Songs des Albums. Hauptmerkmal des Songs sind die ruhigen, leicht elektronischen Parts, sowie ein Gespräch zwischen Head und seiner Tochter als Outro.
"Save Me From Myself" startet mit einem brachialen Intro, in dem die Gitarren lange ausklingen und durch kurze und harte Rhythmuseinschübe durchbrochen werden. nach dem wieder recht hypnotischem Verse-Sound ist der Chorus soundlich weit klingend und episch.
Der siebte Song "Die Religion Die" ist einer der rhythmischsten und härtesten Songs des Albums, in dem Head leicht, aber druckvoll Screamt, dazu seine üblichen schönen Melodien einbaut und auch der Drummer mit leichten Double Bass-Triolen arbeitet. Neben "Flush" und "Save Me From Myself" der pushendste Song.
In "Adonai" ist der Verse rhythmisch und Gesangstechnisch hart und eingängig. Mein Lieblingsverse und auch einer meiner Lieblingschorus' durch den durchgängigen Gesang und Rhythmus.
"Money" ist vergleichbar mit "Home" und weist eingängigen Metal auf.
"Shake" beginnt mit einem weiblichen Chor-Sound und einem zuerst sehr ungewöhnlichen Gitarrensound, der leicht verspielt wirkt, aber an Intensität gewinnt, allein dadurch, dass harte, tiefe Gitarren einsteigen für den Verse. Der Pre-Chorus ist eine Art Break, in der mit sehr schönen Gitarrenmelodien gearbeitet wird, die sich wie beim Call-and-Response abwechseln. Der Chorus ist wieder ziemlich episch ausfgebaut. In der Bridge ist wieder ein Break zu finden, welcher durch ein Marsch-Pattern auf der Snare aufgehoben wird. Dem ganzen folgt eine kurze, pushende Auflösung in den letzten Chorus. Auffallend ist das an manchen Stellen spielerisch verzierende Klavier, das unglaublich atmosphärisch ist und "Shake" zu einem meiner Lieblingssongs macht.
Zu guter Letzt hat Head den fast 10-minütigen Song "Washed By Blood" im Petto, der mit Streichern aufwartet und viele Elemente des Albums verbindet: Melodien, eingängige Rhythmen, gitarrenverspielte Breaks und und und. Mit einem Fade Out endet die Reise Heads'.
Zusammengefasst ist Brian Welshs' Werk sehr foukussiert, eingängig und erwachsen. Bis auf ein, zwei Ausnahmen sind alle Songs trotz der gewissen Ähnlichkeiten sehr eigen und klasse anzuhören. Die Gitarren überwiegen nicht zu sehr, die Drums und der unterstreichende Bass komplettieren den Sound, welche von renommierten Musikern eingespielt an den verlorenen Teil Korns erinnert. So ist diese Scheibe an alle Freunde des härteren Sounds und des guten Metals zu empfehlen. Jedenfalls ist diese Platte mein Lieblingsalbum des Jahres 2008, noch vor Soulfly und Slipknot!
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3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen
So macht Religionsunterricht Spaß!, 4. Februar 2009
Kind, Rockstar, Junkie, streng gläubiger Christ ist das nicht mal 'ne interessante Biographie? Die Rede ist natürlich von Brian Welch, vielen besser unter dem Pseudonym Head bekannt. Feierte er in den 90ger Jahren noch große Erfolge mit KoRn, folgte 2005 der Ausstieg. Grund dafür unter anderem: Die neu gewonnene Religiösität. So weit geht der Glaube des ehmaligen Lead-Gitarristen, dass er sich Jesus-Bilder in die Hände stechen lässt, damit ihn diese vom masturbieren abhalten. Nach zwei Büchern über seinen Ausstieg, die Drogensucht und vor allem den Weg zu Gott, folgt nun das Solo Debut Album Save me from myself. Was erwartet euch nun auf diesem? Ein metallisches Vater Unser? Ein Bekehrungsversuch der doch stark atheistisch geprägten Szene?
Wenn ich alles richtig verstanden habe, geht die CD wirklich in diese Richtung. Welch erzählt Geschichten aus dem trostlosen Leben, die zu einem, so der Pressetext, den Hörer moralisch verbessernden Ergebnis kommen. Dies wird auch im Video zu Flush sehr deutlich: Zu Beginn sprechen Drogenabhängige über ihre Sucht und am Ende des Videos erzählen eben diese Personen, wie gut sie sich nun ohne Drogen fühlen. Dass hierbei der Begriff Gott eine tragende Rolle spielt, brauch ich nicht extra zu erwähnen, oder?
Den musikalischen Background mischt Head aus Elementen aus Industrial Rock, Nu Metal und einem Schuss Dark Metal zusammen. Hier kämen mir spontan KoRn, Pain und teilweise sogar die Deathstars als ähnlich klingende Formationen in den Sinn. Dabei ist der Fokus eindeutig auf Eingängigkeit gelegt, komplexere Song-Strukturen findet man in keiner der insgesamt 11 Nummern. Dies ist allerdings nicht wirklich zu bemängeln, hat Welch doch ein sehr feines Nässchen für Ohrwürmer verschiedenster Art. Doch auch auf einen längeren Zeitraum kann diese CD punkten. Dies liegt vor allem an der Authenzität der Stimmung und der Vielfalt von beschriebenen Gefühlen. Jeder einzelne Song wirkt auf seine Weise beklemmend, resignierend, wütend, melancholisch und doch hoffnungsvoll und stellt somit eine akkustische Reise durch die Gefühlswelten des Brian Welch dar. Diese eher düstere und negative Atmosphäre wird durch perfekt eingefügte Synths dezent unterstrichen und verstärkt so den Eindruck eines vollständigen Seelenstripteases.
3 Jahre hat Head sich für dieses Album Zeit gelassen. 3 Jahre, die er nicht hätte besser nutzen können. Wer sich auch gefragt hat, wo die Tiefe, die Atmosphäre, die Dichte in den letzten Jahren bei KoRn geblieben ist, der !muss! hier ein Ohr riskieren. 61 Minuten flüstert, singt und brüllt sich Welch durch insgesamt 11 Songs und zeichnet ein beklemmendes Portrait der modernen Gesellschaft!
Daumen hoch!
www.metalearth.de
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6 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
HEAD to CHRIST, 12. September 2008
HEAD war ja schon immer mein Liebling, als er noch
bei koRn war. Danach wurde es dann kurz still um
den Gitarristen. Es folgten Bücher, die ich nur empfehlen
kann. Und nun, nach 3 Jahren Arbeit, endlich sein Soloalbum!
Genau, wie ich es mir vorgestellt hatte! Alle Songs auf dieser
CD gehen unter die Haut, sei es die Melodie oder die Texte, es passt
einfach alles super zusammen. HEAD hat es geschafft, harte und weiche
Melodien so zu verbinden, das man richtig mit der Musik mitgerissen wird.
Ich kann diese CD jedem koRn - Fan nur empfehlen. Man merkt hier
deutlich, das HEAD mehr kann als "nur" Gitarrist zu sein!
Ein tolles Album, das beste das ich mir dieses Jahr gekauft habe.
5*!!!
Ich hoffe man wird bald mehr von ihm hören, neue Single / Video
und vielleicht in 1-2 Jahren schon das nächste Album.
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