Was mir am besten an diesem Buch gefallen hat ist Brians Schreibstil - ehrlich, unkompliziert, direkt. Er nimmt kein Blatt vor den Mund und sagt die Dinge so, wie sie sind. So beschreibt er Drogenerfahrungen, Backstage-Partys und alle Klischees, die man so von Rockstars im Kopf hat, macht aber nie einen Hehl daraus, dass er auf das, was er erlebt hat, im Gegensatz zu manch anderem Kollegen nicht stolz ist, sondern sich schämt - denn Drogen, Sex und das wilde Leben haben ihm eins nicht geben können: Frieden, Sinn und Liebe, die Dinge, nach denen er sich sehnte. Ein Mann, der scheinbar alles hatte - Ruhm, unglaublich viel Geld, unglaublich viele Partys, Frauen und alles hinter sich gelassen hat, um ein Leben mit und für Jesus zu leben. Ein wirklich fesselndes, spannendes Glaubensbekenntnis. Mag sein, dass Nichtchristen mit dem zweiten (wesentlich kürzeren Teil) des Buches nicht so viel anfangen können, doch allein der erste Teil, in dem Brian von den allerersten Anfängen der Band KORN und den kreativen Arbeitsprozess rund um ihre Alben und das Leben auf Tour erzählt, lohnt sich meiner Meinung nach für jeden KORN-Fan oder generell Rockmusikinteressierten.