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Sauberer Abgang [Taschenbuch]

Anne Chaplet
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Produktinformation

  • Taschenbuch: 288 Seiten
  • Verlag: Goldmann TB (8. Januar 2008)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3442464110
  • ISBN-13: 978-3442464111
  • Größe und/oder Gewicht: 18,6 x 11,8 x 2,2 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.2 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (14 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 252.580 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Produktbeschreibungen

kulturnews.de

Die fiesesten Morde sind aus Schuld und Erpressung gestrickt. So auch der plötzliche Tod des Geschäftsführers Saitz, der von der Putzfrau leblos in seinem Büro gefunden wird. Was zunächst wie ein simples Herzversagen aussieht, mit dem sich Staatsanwältin Karen Stark gar nicht erst auseinander setzt, löst unter Saitz Jugendfreuden Unruhe aus. Besonders, als ein weiterer Kumpel aus der ehemaligen Clique einen ganz und gar nicht sauberen Abgang hinlegt. Anne Chaplet schreibt, wie sie es am Besten kann: in einem trockenen, fast unbeteiligten Stil, sehr verkopft, ja fast gewollt konstruiert. Dass sie damit zunächst keine großen Emotionen beim Leser auslöst, scheint beabsichtigt. Um so hinterhältiger wirkt das Geschehen in der Nachbetrachtung. (bl) -- Dieser Text bezieht sich auf eine andere Ausgabe: Gebundene Ausgabe .

Pressestimmen

„Gratulation zum großen Wurf!“ (Ingrid Noll )

„Anne Chaplets Krimis gehören zum Besten, was das Genre in diesem Land zu bieten hat.“ (Brigitte )

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Kundenrezensionen

4.2 von 5 Sternen
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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
6 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Ein Kunde
Format:Gebundene Ausgabe
Ich habe mit großer Spannung auf das neue Buch von Anne Chaplet/Cora Stephan gewartet. Für mich kehrt die Autoren nach einigen Ausflügen in die Nähe und die Ferne (Berlin und Südfrankreich, um nur zwei Schauplätze zu nennen) wieder an den Ursprung zurück: nach Frankfurt.

Wie schon in "Caruso singt nicht mehr" beschreibt die Autorin sehr feinsinnig die Widersprüche dieser Stadt zwischen Hochfinanz, den Alt-68igern und dem niederen Fußvolk, hier aus der Gebäudereinigungsbranche. Wer Frankfurt kennt, weiß wie fein hier vieles beobachtet und beschrieben wird. Frankfurt ist eine seltsame Stadt: wohl nirgendwo sonst hätte ein Bankierssohn Ende der 60iger Jahre sein Familienerbe dem Vietkong geschenkt, um dann später als erster grüner Stadtkämmerer und noch später als UNO Sonderbeauftragter zu reüssieren. Dies alles macht die Geschichte um ein paar jugendliche Studentenrevoluzzer, die die Vergangenheit Jahrzehnte später einholt, so glaubwürdig und so authentisch für diese Stadt.

Karen Stark hat sich in den letzten Krimis immer mehr zur Hauptfigur entwickelt, während Paul Bremer, der einem manchmal als Einsiedler in seinem Nest im Vogelsberg etwas auf die Nerven gehen konnt, etwas in den Hintergrund tritt. Das hat mir sehr gefallen.

Ach ja und das ganze ist natürlich ein reißender Thriller, den ich nicht habe weglegen, bevor das Whodunnit aufgeklärt war. Wer behauptet, die Figuren seien klischeehaft, der mag sich mal mit dem Werk von Frau Mischke oder auch Dan Brown befassen... das sind Klischees....

Fazit: eine psychologisch subtile, spannungsgeladene Studie der menschlichen Sehnsüchte als klassischer Krimi....

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8 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Winfried Stanzick HALL OF FAME REZENSENT TOP 10 REZENSENT
Format:Gebundene Ausgabe
Anne Chaplet, der Aliasname der Frankfurter Autorin Cora Stephan ist mittlerweile aus der Reihe engagierter deutscher Krimiserien nicht mehr wegzudenken. Man muß ihre bislang erschienenen fünf Bücher um die Frankfurter Staatsanwältin Karin Stark und den ausgestiegenen Journalisten Paul Bremer in einer Reihe nennen mit den Büchern von Ulrich Ritzel, Jacques Berndorf oder auch dem Baseler Hansjörg Schneider.

Anne Chaplet schreibt engagiert und witzig, sie nutzt den Kriminalroman, um gesellschaftliche Zustände zu beschreiben, ohne missionarisch zu werden wie etwa Henning Mankell in seinem neuesten Buch, und ist mit ihren Hauptfiguren oftmals sehr erstaunt darüber, was geworden ist aus einem Land, das eine Generation kritischer Politiker und Intellektueller, zu denen auch Cora Stephan immer noch zählt, doch verändern, zumindest aber reformieren wollte.

Und aus ihren Hauptfiguren sprudelt auch immer wieder das Erstaunen darüber, was aus ihnen selbst geworden ist. "Was wir wollten, was wir wurden", hatte Peter Mosler Ende der achtziger Jahre einen rororo-Band betitelt, der die Illusionen der 68- er Bewegung beschrieb. In Anne Chaplets Romanen wird ein Land beschrieben, ein "großer Scherbenhaufen, den die Jahre der Verleugnung unter Helmut Kohl und die sieben Jahre Pfusch unter Rot-Grün hinterlassen haben" (Cora Stephan, NDR, Die Meinung, 16.6.2005). Und es werden Menschen beschrieben, älter werdende und alt gewordene Intellektuelle wie Karen Stark und Paul Bremer, die sich unter den neuen Verhältnissen ein Reim auf ihr Leben und immer wieder auch auf ihr nicht selten nach wie vor chaotisches Liebesleben machen müssen. Da sie, ähnlich wie ihre literarische Schöpferin, allesamt nicht altklug oder besserwisserisch, erst recht nicht mehr missionarisch daherkommen, wie vielleicht noch in ihrer Ausbildungszeit, sind sie sympathisch, laden ein zur Identifikation und zur vorsichtigen, entspannten Mitsuche nach einem Lebenssinn in diesen Zeiten.

In ihrem neuen Buch "Sauberer Abgang", dem 6. der Reihe ist diese Suche klassisch inszeniert:

Im Jahr 1981 findet sich eine Clique von jungen Männern und Frauen, die, soviel sei hier verraten, beim Neubau der Deutschen Bank in Frankfurt eine gewaltfreie, symbolische Aktion planen und die sich dafür monatelang geheimbündlerisch und konspirativ vorbereiten. Doch die Aktion geht schief, ein Mensch wird getötet und der Anführer der Gruppe, der erwischt wird, wandert in den Knast.

Fast 25 Jahre später, einige aus der Truppe treffen sich nach wie vor, darunter ein Kollege Karen Starks. Alle haben sich in ihrer Karriere durchgesetzt, "sind was geworden", außer Will, der arbeitslose, auf Honorarbasis arbeitende Lokaljournalist. Ich sehe ihn als Hauptfigur des Buches, ein Vertreter jener Generation der heute 50-jährigen, die sich ihren Prinzipien treu zu bleiben glaubt, aber dennoch am Scheidweg steht.

"Das war der Nachteil, wenn man sich erinnert: Man wird unweigerlich sentimental. Und obwohl er sich nie auch nur im geringsten für sein frühkindliches Dasein interessiert hatte, ganz zu schweigen von irgendwelchen Traumata, aus denen alle Welt etwas ableitete, überfielen ihn Szenen aus der Kindheit neuerdings am helllichten Tag. Der kleine Will, der jeden Morgen Magenschmerzen hatte, wenn er in die Schule musste. Der sch vor der Clique fürchtete, die die Klasse terrorisierte. Der den Musiklehrer, seinen einzigen Freund , quälte, nur weil die anderen es auch taten. Er war ein trauriger kleiner Feigling gewesen, und daran hatte sich später auch nichts geändert." (122)

Als der erste aus der Gruppe tot aufgefunden wird, geraten die anderen in Panik, denn die Vergangenheit kommt wieder hoch und mit ihr all die Lebenshoffnungen und Lebenslügen dieser Generation. Und die Situation spitzt sich zu ...

Eine Lebenslüge war es zu glauben, man wäre "forever young" (Dylan). Wie Anne Chaplet die Wiederannäherung von Will an seinen alten, kranken und dann sterbenden Vater beschreibt, seine Gefühle ihm gegenüber, den er doch jahrzehntelang als Betonkopf bekämpft und verachtete hatte, ist eines der sensibelsten Stücke von Literatur, die ich in den letzten Jahren in einem Kriminalroman gelesen habe.

Diese wiederentdeckte Liebe nimmt im Handlungsfaden des Buches nur eine Nebenrolle ein, ist aber eine der wichtigsten Botschaften des Buches. "Was ist Liebe?" fragt Karen Stark ihren Gunter am Ende des Buches. "Nichts Schlimmes. Kommt drauf an, was man daraus macht."
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8 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Ein Kunde
Format:Gebundene Ausgabe
Anne Chaplet: Sauberer Abgang

Ich habe das Buch in einer Nacht ausgelesen. Das passiert mir nicht sehr oft, weil ich meist beim Lesen einschlafe. Hier nicht. Die Stimmung, die Anne Chaplet in ihrem Buch verbreitet, hat mich zunächst wachgehalten und dann gefesselt. Besonders angetan hat es mir die Putzfrau Dalia S. und Will mitsamt seinem praktisch veranlagten Vater, der mehr echte Lebensfreude zu verbreiten scheint, als sein melancholischer Sohn. Besonders die Verbindung zwischen den Startbahn-West Ereignissen mit den Helden von damals und den heute verspießbürgerlichten Darausgewordenen fand ich sehr eindrucksvoll. Chaplet versteht es erstklassig, Geschichte, zumindest den Teil davon, an den wir noch eine gewisse Erinnerung haben, so einfühlsam und mitreißend zu erzählen, dass man sich mitten hineinversetzt fühlt in diese manchmal sehr rätselhaften Verbindungen, die sie so schön vieldeutig und gleichzeitig scheinbar unzusammenhängend andeutet, dass man unglaublich neugierig wird, wie sich dieses Gewirr am Ende zu einer wunderbaren und logischen Erlösung hinentwickeln kann. Dann aber holt man verblüfft tief Luft, zischt durch die Zähne und ist erneut erstaunt, wie fest sie die Spannung der Handlung durch das ganze Buch hindurch in ihrer Hand halten kann. Ein Klasse-Buch. Ich würde es sogar noch mal lesen.

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Interessante Geschichte, leider nur durchschnittlich erzählt. Nicht wirklich schlecht, schon gar nicht gut, nur Mittelmaß. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 15. Mai 2006 von joel
und erneut.....
...konnte mich Anne Chaplet mit ihrem Schreibstil überzeugen. Leichtflüssig, unkompliziert und spannend führt die Autorin durch ihre neueste Geschichte "Sauberer... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 22. April 2006 von Alexandra Egli
Nun ja.
Ach herrje, da hat sich Chaplet ja mal wieder mächtig angestrengt, einen RICHTIG guten Kriminalroman zu schreiben - und herausgekommen ist doch nur wieder Mittelmaß. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 21. April 2006 von Spatz
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