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Saubere Sachen: Wie man grüne Mode findet und sich vor Öko-Etikettenschwindel schützt [Gebundene Ausgabe]

Kirsten Brodde
4.5 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (12 Kundenrezensionen)
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Produktbeschreibungen

Pressestimmen

"Ich glaube, dass die Konsumenten viel weiter sind als die Unternehmen." (Kirsten Brodde)

"Kirsten Brodde leistet mit Saubere Sachen Pionierarbeit - erstmals gibt es einen gut lesbaren, informativen und umfassenden Überblick über die Grüne Mode." (Renate Künast)

Klappentext

"Ich glaube, dass die Konsumenten viel weiter sind als die Unternehmen."
Kirsten Brodde

"Kirsten Brodde leistet mit Saubere Sachen Pionierarbeit - erstmals gibt es einen gut lesbaren, informativen und umfassenden Überblick über die Grüne Mode."
Renate Künast

Über den Autor und weitere Mitwirkende

Kirsten Brodde ist Journalistin und Aktivistin. Sie hat zehn Jahre für Greenpeace gearbeitet, zuletzt als Redakteurin des Greenpeace Magazins. Mittlerweile schreibt sie auch für Stern, Geo Wissen, Vital und Biorama zu Umwelt- und Verbraucherfragen. Sie bloggt auf dem Portal Green Action und stiftet auch als Buchautorin Unruhe: 2009 veröffentlichte sie bei Ludwig Saubere Sachen – wie man grüne Mode findet und sich vor Etikettenschwindel schützt. Kirsten Brodde lebt in Hamburg.

Leseprobe. Abdruck erfolgt mit freundlicher Genehmigung der Rechteinhaber. Alle Rechte vorbehalten.

Verzweifelte Blicke in den Kleiderschrank

Was fällt Ihnen beim Stichwort Ökomode ein? Wollsocken? Das farblose T-Shirt mit "Rettet die Meere"-Aufdruck? Oder das lilafarbene Hanfkleid, dessen wallende Form locker einen Siebenmonatsbauch kaschieren könnte?
Das sind so die vertrauten Klischees, die sich hartnäckig halten. Bis heute kämpft die grüne Mode mit ihrem Müsli-Image. Anders ist es nicht zu erklären, warum viele deutsche Prominente, wie etwa Claudia Schiffer, zwar im Biosupermarkt einkaufen oder ein Hybrid-Auto fahren, aber keine Ökomode tragen.
Ehrlich gesagt, musste auch ich diese Vorurteile erst überwinden, als ich im Zuge der Generalüberholung meines Lebensstils auch die Revolution im Kleiderschrank startete. Nachdem ich bereits auf Bioessen und tierversuchsfreie Kosmetik umgeschwenkt war, alle Glühbirnen durch Energiesparlampen ersetzt hatte und nur noch mit Bus und Bahn fuhr, stand ich nachdenklich vor meinem Wäscheschrank und überlegte, was eigentlich sauber und sozialverträglich
hergestellt war. Welche meiner T-Shirts, Jacken und Hosen waren nicht von rechtlosen Näherinnen oder sogar von Kindern für Hungerlöhne geschneidert? Was war nicht vom Acker bis zum Schrank durch ein Bad von Chemikalien gezogen worden? Machte mich meine Kleidung vielleicht sogar krank?
Fragen, die mich zusehends quälten. Aufgerüttelt hatten mich Recherchereisen zu Produktionsstätten in die Türkei und nach Indien, die ich als Redakteurin des Greenpeace Magazins unternahm. Mit eigenen Augen hatte ich gesehen, dass knochenharte Arbeitsbedingungen und eine Flut von giftiger Chemie gängige Praxis in der Textilindustrie sind. Ich erinnere mich noch, wie ich mitten in Indien fassungslos in einer Bretterbude stand, in der Insektizide verkauft wurden. Stolz erklärte der Verkäufer, wie effektiv die Spritzmittel von Bayer und Co. den Baumwollschädlingen den Garaus machen. Von Vorsicht im Umgang mit den hochpotenten Wirkstoffen war nicht die Rede. Mundschutz oder Atemmasken gab es gar nicht. Zwei Stunden zuvor hatte ich einem alten Mann zugehört, der mit lauter Stimme 200 Baumwollfarmern schilderte, wie Pestizide seine Gesundheit ruiniert und das Grundwasserasser vergiftet hatten.
In der Türkei wiederum konnte ich erleben, wie nachlässig in Färbereien mit Chemikalien umgegangen wird - übrigens alles Firmen, die wenigstens an die Kanalisation angeschlossen waren. Von den Bedingungen, unter denen dort geschuftet wird, gar nicht zu reden.
Was mir aber wirklich eine Zornesfalte auf die Stirn trieb, war die Chuzpe, mit der die Textilindustrie die eklatanten Missstände in den Fabriken zu verbergen oder schönzureden versucht. Von Menschen- und Arbeitsrechten will man nichts hören.
Aus Erfahrung und langen Jahren in der Umweltschutzbewegung weiß ich, dass die Firmen den nötigen Wandel nicht von selbst in stiller Einkehr vollziehen. Es braucht Druck und öffentliche Aufmerksamkeit, bis sauber und sozialverträglich hergestellte Kleidung eine Selbstverständlichkeit wird. Jedes Kleidungsstück sollte eine weiße Weste haben. Nichts anderes darf mehr angeboten werden. Das ist das Ziel.
Gerne schiebt die Branche den Schwarzen Peter auch den Kunden zu, die sich angeblich nicht dafür interessieren, woher die Kleidung stammt, die sie kaufen. Aus vielen Gesprächen weiß ich, dass das nicht stimmt. Die Kunden sind weiter als die Branche. Sie wollen informiert essen, informiert reisen und sich informiert kleiden. Und sie wollen, dass die Produkte, die sie kaufen, sauber und sozialverträglich hergestellt sind. Wie ich. Ich glaube nicht, dass man mit Einkaufen allein die Welt umkrempeln kann, aber ich denke schon, dass jeder Einkauf eine Stimmabgabe darstellt. In der Politik können wir nur alle vier Jahre unsere Stimme abgeben - als Konsument dagegen jeden Tag. Wenn wir also grüne Mode kaufen, dann stimmen wir - einfach ausgedrückt - für weniger Gift und mehr Gerechtigkeit. Für Pflanzen, die auf giftfreien Äckern wurzeln, für faire Bezahlung von Bauern, für eine Verarbeitung mit weniger und ökologisch optimierten Chemikalien, für Nähereien mit hohen Sozialstandards, für Kontrollen, die entlang der gesamten Produktionskette sichern, dass die Ware clean bleibt.
Kurzzeitig befiel mich die Angst, dass ich womöglich nackt und barfuß gehen müsste, wenn ich versuchte, mich ökologisch und ethisch einwandfrei zu kleiden. Die gute Nachricht ist: Es geht, ich bin von Kopf bis Fuß auf Öko umgestellt und musste keinen Kredit aufnehmen. Und es ist ein Ammenmärchen, dass man mit grüner Mode nicht schön und aufregend aussehen kann.
Vor einigen Jahren wäre das tatsächlich noch schwer gewesen. Aber das grüne Gewissen bei Modemachern hat so an Gewicht gewonnen und der Markt so an Fahrt aufgenommen, dass die Leistungsschau der jungen Branche auf internationalen Modemessen beeindruckend ist. Noch nie war Vernunft so schön und attraktiv. Entworfen und produziert wurde die grüne Mode zunächst durch eine kleine, feine Gründeravantgarde. Diesen "Zwergen", die aus Überzeugung eine andere Mode machen, gehört mein Herz. Sie wirken als Katalysator für die gesamte Branche und bieten die Chance, dass die gesamte textile Welt moralisch und umweltpolitisch vorankommt. Durch den Erfolg der Kleinen gerieten auch die großen Firmen in Zugzwang und stiegen ein. Was früher nur mühsam im Internet oder über den Versandhandel zu bekommen war, hat so auch die Shoppingmeilen der Metropolen erobert. Gerade der Einstieg der Branchenriesen hat aber auch Misstrauen geschürt. Die Kunden fürchten grünen Etikettenschwindel, denn sie mutmaßen, dass viele Firmen aus Marketinggründen und nicht aus Überzeugung einsteigen. Etliche sind tatsächlich wenig zögerlich, problematische Methoden anzuwenden, um sich als Umweltschützer auszugeben. Dabei sind es so gut wie nie glatte Lügen, mit denen Schönfärberei betrieben wird. In der Regel werden Fakten verdreht, weggelassen oder in irreführende Zusammenhänge gestellt und übertrieben, was das Zeug hält. Das geschönte Bild wird durch teure Werbekampagnen öffentlich verbreitet und von den Medien nur selten als grün gefärbt entlarvt.
Die Strategien sind durchaus erfinderisch: Manchmal ist die aufwendig beworbene Ware schon vergriffen - war also bestenfalls nur in geringen Stückzahlen produziert worden. Ein anderes Mal entpuppt sich etwas nur als "erdfarben" oder "locker geschnitten", was da als grün verkauft wurde. Und ob eine Jeans, die zwar aus Biobaumwolle ist, aber mit viel Chemie auf alt und löchrig getrimmt wurde, eigentlich öko ist, muss man ja wohl fragen dürfen. Hier gilt es, sich schlauzumachen und durch solide Informationen die eigene Urteilskraft zu stärken. Gut ist: Für die Unternehmen gibt es nichts Wertvolleres zu verlieren als ihren guten Ruf.

Prolog. Abdruck erfolgt mit freundlicher Genehmigung der Rechteinhaber. Alle Rechte vorbehalten.

Verzweifelte Blicke in den KleiderschrankWas fällt Ihnen beim Stichwort Ökomode ein? Wollsocken? Das farblose T-Shirt mit "Rettet die Meere"-Aufdruck? Oder das lilafarbene Hanfkleid, dessen wallende Form locker einen Siebenmonatsbauch kaschieren könnte?Das sind so die vertrauten Klischees, die sich hartnäckig halten. Bis heute kämpft die grüne Mode mit ihrem Müsli-Image. Anders ist es nicht zu erklären, warum viele deutsche Prominente, wie etwa Claudia Schiffer, zwar im Biosupermarkt einkaufen oder ein Hybrid-Auto fahren, aber keine Ökomode tragen.Ehrlich gesagt, musste auch ich diese Vorurteile erst überwinden, als ich im Zuge der Generalüberholung meines Lebensstils auch die Revolution im Kleiderschrank startete. Nachdem ich bereits auf Bioessen und tierversuchsfreie Kosmetik umgeschwenkt war, alle Glühbirnen durch Energiesparlampen ersetzt hatte und nur noch mit Bus und Bahn fuhr, stand ich nachdenklich vor meinem Wäscheschrank und überlegte, was eigentlich sauber und sozialverträglichhergestellt war. Welche meiner T-Shirts, Jacken und Hosen waren nicht von rechtlosen Näherinnen oder sogar von Kindern für Hungerlöhne geschneidert? Was war nicht vom Acker bis zum Schrank durch ein Bad von Chemikalien gezogen worden? Machte mich meine Kleidung vielleicht sogar krank?Fragen, die mich zusehends quälten. Aufgerüttelt hatten mich Recherchereisen zu Produktionsstätten in die Türkei und nach Indien, die ich als Redakteurin des Greenpeace Magazins unternahm. Mit eigenen Augen hatte ich gesehen, dass knochenharte Arbeitsbedingungen und eine Flut von giftiger Chemie gängige Praxis in der Textilindustrie sind. Ich erinnere mich noch, wie ich mitten in Indien fassungslos in einer Bretterbude stand, in der Insektizide verkauft wurden. Stolz erklärte der Verkäufer, wie effektiv die Spritzmittel von Bayer und Co. den Baumwollschädlingen den Garaus machen. Von Vorsicht im Umgang mit den hochpotenten Wirkstoffen war nicht die Rede. Mundschutz oder Atemmasken gab es gar nicht. Zwei Stunden zuvor hatte ich einem alten Mann zugehört, der mit lauter Stimme 200 Baumwollfarmern schilderte, wie Pestizide seine Gesundheit ruiniert und das Grundwasserasser vergiftet hatten.In der Türkei wiederum konnte ich erleben, wie nachlässig in Färbereien mit Chemikalien umgegangen wird - übrigens alles Firmen, die wenigstens an die Kanalisation angeschlossen waren. Von den Bedingungen, unter denen dort geschuftet wird, gar nicht zu reden.Was mir aber wirklich eine Zornesfalte auf die Stirn trieb, war die Chuzpe, mit der die Textilindustrie die eklatanten Missstände in den Fabriken zu verbergen oder schönzureden versucht. Von Menschen- und Arbeitsrechten will man nichts hören.Aus Erfahrung und langen Jahren in der Umweltschutzbewegung weiß ich, dass die Firmen den nötigen Wandel nicht von selbst in stiller Einkehr vollziehen. Es braucht Druck und öffentliche Aufmerksamkeit, bis sauber und sozialverträglich hergestellte Kleidung eine Selbstverständlichkeit wird. Jedes Kleidungsstück sollte eine weiße Weste haben. Nichts anderes darf mehr angeboten werden. Das ist das Ziel.Gerne schiebt die Branche den Schwarzen Peter auch den Kunden zu, die sich angeblich nicht dafür interessieren, woher die Kleidung stammt, die sie kaufen. Aus vielen Gesprächen weiß ich, dass das nicht stimmt. Die Kunden sind weiter als die Branche. Sie wollen informiert essen, informiert reisen und sich informiert kleiden. Und sie wollen, dass die Produkte, die sie kaufen, sauber und sozialverträglich hergestellt sind. Wie ich. Ich glaube nicht, dass man mit Einkaufen allein die Welt umkrempeln kann, aber ich denke schon, dass jeder Einkauf eine Stimmabgabe darstellt. In der Politik können wir nur alle vier Jahre unsere Stimme abgeben - als Konsument dagegen jeden Tag. Wenn wir also grüne Mode kaufen, dann stimmen wir - einfach ausgedrückt - für weniger Gift und mehr Gerechtigkeit. Für Pflanzen, die auf giftfreien Äckern wurzeln, für faire Bezahlung von Bauern, für eine Verarbeitung mit weniger und ökologisch optimierten Chemikalien, für Nähereien mit hohen Sozialstandards, für Kontrollen, die entlang der gesamten Produktionskette sichern, dass die Ware clean bleibt.Kurzzeitig befiel mich die Angst, dass ich womöglich nackt und barfuß gehen müsste, wenn ich versuchte, mich ökologisch und ethisch einwandfrei zu kleiden. Die gute Nachricht ist: Es geht, ich bin von Kopf bis Fuß auf Öko umgestellt und musste keinen Kredit aufnehmen. Und es ist ein Ammenmärchen, dass man mit grüner Mode nicht schön und aufregend aussehen kann.Vor einigen Jahren wäre das tatsächlich noch schwer gewesen. Aber das grüne Gewissen bei Modemachern hat so an Gewicht gewonnen und der Markt so an Fahrt aufgenommen, dass die Leistungsschau der jungen Branche auf internationalen Modemessen beeindruckend ist. Noch nie war Vernunft so schön und attraktiv. Entworfen und produziert wurde die grüne Mode zunächst durch eine kleine, feine Gründeravantgarde. Diesen "Zwergen", die aus Überzeugung eine andere Mode machen, gehört mein Herz. Sie wirken als Katalysator für die gesamte Branche und bieten die Chance, dass die gesamte textile Welt moralisch und umweltpolitisch vorankommt. Durch den Erfolg der Kleinen gerieten auch die großen Firmen in Zugzwang und stiegen ein. Was früher nur mühsam im Internet oder über den Versandhandel zu bekommen war, hat so auch die Shoppingmeilen der Metropolen erobert. Gerade der Einstieg der Branchenriesen hat aber auch Misstrauen geschürt. Die Kunden fürchten grünen Etikettenschwindel, denn sie mutmaßen, dass viele Firmen aus Marketinggründen und nicht aus Überzeugung einsteigen. Etliche sind tatsächlich wenig zögerlich, problematische Methoden anzuwenden, um sich als Umweltschützer auszugeben. Dabei sind es so gut wie nie glatte Lügen, mit denen Schönfärberei betrieben wird. In der Regel werden Fakten verdreht, weggelassen oder in irreführende Zusammenhänge gestellt und übertrieben, was das Zeug hält. Das geschönte Bild wird durch teure Werbekampag
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