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Satyrische Selbstbehauptung. Innovation und Tradition in Grimmelshausens »Abentheurlichem Simplicissimus Teutsch«
 
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Satyrische Selbstbehauptung. Innovation und Tradition in Grimmelshausens »Abentheurlichem Simplicissimus Teutsch« [Taschenbuch]

Andreas Merzhäuser

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Produktbeschreibungen

Pressestimmen

»Seine Arbeit bahnt einen vielversprechenden Weg aus den gegenwärtigen Sackgassen der Grimmelshausenforschung.« (Wilfried Vollmer, Online-Besprechung IASL online, 02.06.2003)

»Für die Barockforschung und ganz besonders für die Grimmelshausen-Forschung ist das Buch ein wichtiger, ein manchmal provozierender, ganz gewiß aber ein unbedingt lesenswerter Beitrag. Die Studierenden werden vermutlich den erfrischenden Stil und die essayistische Herangehensweise an komplexe Probleme zu schätzen wissen.« (Dirk Niefanger, Arbitrium, Zeitschrift für Rezensionen zur germanistischen Literaturwissenschaft, 02/2003)

Kurzbeschreibung

Andreas Merzhäuser zeichnet ein neues Bild des berühmtesten deutschen Barockromans, das seine innovative ästhetische Leistung entschlossen ins Zentrum der Betrachtung rückt und seine fortdauernde Aktualität deutlich macht.

Ob der »Simplicissimus« (erschienen 1668) mehr der alten oder der neuen Zeit zugehöre, ob die traditionellen oder die modernen Momente überwiegen, zählt seit der »Wiederentdeckung« des Romans in der Romantik zu den Grundfragen der Grimmelshausen-Rezeption. Andreas Merzhäuser nimmt in dieser alten Streitfrage eine neue Position ein, indem er sein Augenmerk auf das eigentümliche Erzählverfahren des »Simplicissimus« richtet und dessen Reflexionsprozeß rekonstruiert. Es wird dabei deutlich, daß der »Simplicissimus« die Spannungen der epochalen Übergangszeit nicht bloß reproduziert, sondern selbst bereits eine innovative Antwort auf die Krise der Frühen Neuzeit bildet: die einer grenzgängerischen literarischen Selbstbehauptung, die gerade über der spannungsgeladenen Verschränkung von Altem und Neuem einen eigenen Standpunkt findet. Merzhäusers textgenaue Interpretationen zentraler Passagen und Episoden zeigen, wie Grimmelshausen in seinem »Simplicissimus« den satyrischen Roman aus den normativen Bindungen des poetisch-rhetorischen Systems löst und ihn zum privilegierten Ort einer ästhetischen Reflexion eigenen Rechts erhebt. Die Darstellung widmet sich unter anderem folgenden Aspekten: Der Darstellung von Krieg und Gewalt, der Ausbildung moderner Subjektivität im simplicianischen Erzählprozeß, dem Verhältnis von Satyre und Roman, dem Zusammenhang von Autorkonstruktion und Werkstruktur in frühneuzeitlicher Literatur sowie der Stellung Grimmelshausens im Kontext der europäischen Literaturen der Frühen Neuzeit.

Über den Autor

Andreas Merzhäuser, geb. 1960, Literaturwissenschaftler. Studium und Promotion an der Universität Bonn, Mitbegründer und Leiter des Arbeitskreises Frühe Neuzeit am Germanistischen Seminar, Bonn. Veröffentlichungen zur Literatur der Frühen Neuzeit, zu Goethe, Benn und zur Gegenwartskunst.
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