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Satyricon: Ein römischer Schelmenroman
 
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Satyricon: Ein römischer Schelmenroman [Taschenbuch]

Petronius , Harry C Schnur
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Produktinformation

  • Taschenbuch: 261 Seiten
  • Verlag: Reclam, Philipp, jun. GmbH, Verlag (1986)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3150085330
  • ISBN-13: 978-3150085332
  • Größe und/oder Gewicht: 15,1 x 9,6 x 1,4 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.5 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (4 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 81.200 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Petronius
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Produktbeschreibungen

Buch der 1000 Bücher

Copyright: Aus Das Buch der 1000 Bücher (Harenberg Verlag)

Satyrikon
OT Satyrikon Liber (auch: Satyrika) EZ ca. 60OA ca. 1482 DE 1923Form Romanfragment Epoche Römische Antike
Das Satyrikon ist das einzige, allerdings nur fragmentarisch erhaltene Werk von Petronius. Es zeichnet ein Sittenbild römischen Lebens im 1. Jahrhundert von abstoßender und zugleich faszinierender Dekadenz. Der erhaltene Text hat in etwa den Umfang eines Buchs des ursprünglich aus etwa 20 Büchern bestehenden Werks. Seine Originalität besteht zum einen in der Kombination von schriftsprachlichem Latein in den erzählerischen Passagen und einem niederen bis vulgären Alltagslatein in den Äußerungen der Personen, zum anderen in der Kombination von Prosa und Versen.
Inhalt: Der Erzähler Encolpius berichtet von Abenteuern, die er mit Ascyltos und seinem Geliebten Giton durchlebt. Die einleitenden Szenen zeigen ein ungehemmtes, ausschweifendes Leben. Die Helden werden getrieben von ihren sexuellen Bedürfnissen, von Habgier, Fress- und Trunksucht.
Der Hauptteil, der auch als Gastmahl des Trimalchio bekannt ist, schildert eine wichtigtuerische Gesellschaft aus Neureichen, die sich mit geschmacklosen Scherzen und absurder Scheinbildung einem skurrilen Gelage hingibt. Als Höhepunkt inszeniert der Gastgeber Trimalchio sein eigenes Begräbnis. Der Lärm ruft die Feuerwehr herbei, die mit Äxten und Wassergüssen dem Mahl ein Ende bereitet.
Später trifft Encolpius den Dichter Eumolpus, der auf der folgenden Schiffsreise unter anderem die berühmt gewordene Geschichte von der ephesischen Witwe erzählt. Diese hielt Totenwache in der Gruft ihres Mannes und verliebte sich dabei in einen Soldaten, der gekreuzigte Räuber zu bewachen hatte. Der Soldat verführt sie und ihre Magd, während gleichzeitig eine der gekreuzigten Leichen gestohlen wird. Um der Todesstrafe zu entgehen, nimmt der Soldat das Angebot der Witwe an und hängt kurzerhand deren verstorbenen Gatten als Ersatz an das leere Kreuz.
Als Schiffbrüchige gelangen Encolpius und Eumolpus nach Kroton, betrügen dort Erbschleicher und leben in Saus und Braus; Encolpius aber wird bei immer neuen Liebschaften von seiner Impotenz gepeinigt.
Das Satyrikon erinnert stark an die Odyssee (entst. 2. Hälfte des 8. Jahrhunderts v. Chr.) von R Homer, auf die häufig angespielt wird. Wie Odysseus von Poseidon geplagt wurde und das Ziel, seine Heimat Ithaka, nicht erreichte, wird Encolpius vom Fruchtbarkeitsgott Priapus gepeinigt, kommt aber aufgrund seiner Impotenz nicht zum Ziel.
Wirkung: Das Satyrikon ist eine der wichtigsten Quellen für das Alltags- und Vulgärlatein des 1. Jahrhunderts. Petronius wurde in vielerlei Weise rezipiert und zu einer Quelle des Alltagslebens im Rom des ersten Jahrhunderts.
Zu den Verehrern des Satyrikon gehörten unzählige Schriftsteller, darunter Jonathan R Swift, R Voltaire, Oscar R Wilde, T. S. R Eliot, Gustave R Flaubert, Ezra R Pound und Friedrich R Nietzsche. Auch der Ulysses (1922) von James R Joyce lässt einen Einfluss der Alltags-Odysse des Petronius erkennen.
Die anhaltende Bewunderung drückt sich weiterhin in dem Roman Quo vadis? (1895 / 96; Verfilmung 1951) von Henryk R Sienkiewicz aus, der Petronius als angesehenen Bürger und Zyniker zeigt, sowie in dem Film Satyricon (1969) von Federico Fellini (1920–93). U. S.

Kurzbeschreibung

Der Erzähler Encolpius berichtet von Abenteuern, die er mit Ascyltos undseinem Geliebten Giton durchlebt. Die einleitenden Szenen zeigen ein ungehemmtes, ausschweifendes Leben. Die Helden werden getrieben von ihren sexuellen Bedürfnissen, von Habgier, Fress- und Trunksucht. Der Hauptteil, der auch als Gastmahl des Trimalchio bekannt ist, schildert eine wichtigtuerische Gesellschaft aus Neureichen, die sich mit geschmacklosen Scherzen und absurder Scheinbildung einem skurrilen Gelage hingibt. Als Höhepunkt inszeniert der Gastgeber Trimalchio sein eigenes Begräbnis. Der Lärm ruft die Feuerwehr herbei, die mit Äxten und Wassergüssen dem Mahl ein Ende bereitet. Später trifft Encolpius den Dichter Eumolpus, der auf der folgenden Schiffsreise unter anderem die berühmt gewordene Geschichte von der ephesischen Witwe erzählt. Diese hielt Totenwache in der Gruft ihres Mannes und verliebte sich dabei in einen Soldaten, der gekreuzigte Räuber zu bewachen hatte. Der Soldat verführt sie und ihre Magd, während gleichzeitig eine der gekreuzigten Leichen gestohlen wird. Um der Todesstrafe zu entgehen, nimmt der Soldat das Angebot der Witwe an und hängt kurzerhand deren verstorbenen Gatten als Ersatz an das leere Kreuz. Als Schiffbrüchige gelangen Encolpius und Eumolpus nach Kroton, betrügen dort Erbschleicher und leben in Saus und Braus; Encolpius aber wird bei immer neuen Liebschaften von seiner Impotenz gepeinigt. Das Satyrikon erinnert stark an die Odyssee (entst. 2. Hälfte des 8. Jahrhunderts v. Chr.) von R Homer, auf die häufig angespielt wird. Wie Odysseus von Poseidon geplagt wurde und das Ziel, seine Heimat Ithaka, nicht erreichte, wird Encolpius vom Fruchtbarkeitsgott Priapus gepeinigt, kommt aber aufgrund seiner Impotenz nicht zum Ziel.

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Kundenrezensionen

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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
21 von 24 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Ein Kunde
Format:Taschenbuch
Petrons Werk "Saryicon" ist ein herausragender Text aus dem Korpus der römischen Literatur. Das Buch könnte man als Vorgänger der mehrere Jahrhundert später von Spanien ausgehenden Novela picaresca ansehen. Es zeichnet sich durch den schnellen Wechsel von Schauplätzen, durch eine geradezu turbulente Handlung und eine durch humoristisch-frivole Episoden gekennzeichnete Struktur aus. Leider sind vom Originalwerk nur ein ganzes Kapitel und drei verstümmelte erhalten geblieben. Der Rest ist verschollen. Enthalten sind in der vorliegenden Ausgabe jedoch auch die Nodot-Fragmente: Im Jahr 1684 hatte nämlich ein französischer Offizier, Francois Nodot, vorgegeben, einen bislang verschollenen Teil des Petron-Textes gefunden zu haben. Die neuen Fragmente stellten sich jedoch alsbald als Fälschung heraus. In der vorliegenden Ausgabe sind die Nodot-Fragmente in eckigen Klammern in den originalen Petron-Text eingefügt und so kenntlich gemacht.

Der bekannteste Teil des erhaltenen Textes ist sicherlich "Das Gastmahl des Trimalchio", dabei handelt es sich gleichzeitig um das längste zusammenhängende Stück des Romanfragments. Wer ein authentisches, gleichzeitig humoristisches Zeugnis über das Leben im alten Rom lesen möchte oder sich überhaupt für die römische Literatur interessiert, der kommt am Petron sicher nicht vorbei. (Dies ist eine Amazon.de an der Uni-Studentenrezension.)

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3 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von helmut seeger TOP 1000 REZENSENT
Format:Taschenbuch
Petrons Satyricon schildert die Streiche des Nichtsnutzes Encolpius, der mit seinem Lustknaben Giton und seinem "Freund", dem gut bestückten Ascyltos, durchs Land zieht und sich mit allerlei Streichen und Betrügereien über Wasser hält. Alle schlafen wie selbstverständlich miteinander und zwischendurch auch mit Frauen, was dem ganzen Stück eine lustvolle Moralfreiheit verleiht. Auch die Eifersuchtsszenen zwischen den Beteiligten sind geradezu unglaublich modern.
In der Tat ist Petronius' Werk auch deswegen ein Meisterstück, weil es sich der Moralisiererei enthält und die Figuren ihr Leben in sexueller und essensmäßiger Ausschweifung führen lässt, ohne sie in irgend einer Weise dafür zu verurteilen.
Das Trio komplett macht der satirische Dichter Eumolpus, der das köstliche Trio zum Quartett vervollkommnet und dessen spöttische Verse der Schelm Encolpius fast mehr fürchtet als den Tod.
Leider ist der Roman nur zu einem Bruchteil erhalten, aber es genügt, um einen Eindruck zu erhalten. Im Fragment fliehen die Protagonisten zunächst vor ihrem Wirte, den sie übers Ohr zu hauen versuchten, gelangen über das Gastmahl des Trimalchio, das ein wenig langatmig gerät, auf das Schiff ihres Verfolgers, das schließlich Schiffbruch erleidet und sie nach Croton gelangen lässt, wo sie mit einer famosen Geschichte als Erbschleicher reüssieren. Encolpius wird nebenbei von seiner Impotenz geplagt, was im Viagra-Zeitalter auch schon wieder modern anmutet.
Kurz: ein wahrer Schelmenroman für Kenner, der sich anfangs nicht leicht erschließt und in den man sich hineinlesen muss, um ihn schätzen zu lernen. Wer diese Zeit aber aufbringt, wird mit einem moralfreien, scharfzüngigen und satirischen Meisterwerk belohnt, wie es das nachfolgende Christentum in 17 Jahrhuderten nicht mehr zuwege gebracht hat.
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3 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Rolf Dobelli HALL OF FAME REZENSENT TOP 500 REZENSENT
Format:Gebundene Ausgabe
Die Welt steht unter der Herrschaft des Fruchtbarkeitsgottes Priapus - so jedenfalls erscheint es Enkolpius, der im Römischen Reich zur Zeit des Kaisers Nero lebt. Enkolpius liebt den Knaben Giton und lebt mit ihm zusammen. Leider nicht ungestört: Andauernd hat er Grund zur Eifersucht. Zusammen erleben Enkolpius und Giton haarsträubende Abenteuer und lernen einen ganzen Reigen skurriler Figuren kennen: die Priesterin Quartilla, die ihren Dienst für Priapus allzu wörtlich nimmt; den neureichen Trimalchio, der auf einem Festmahl seine eigene Beerdigung inszeniert und dabei versehentlich die Feuerwehr auf den Plan ruft; den verarmten Dichter Eumolpus, den seine Dichterei immer wieder in Lebensgefahr bringt. Als dann Enkolpius bei dem Fruchtbarkeitsgott in Ungnade fällt, hat er ein Problem - und Viagra gab es damals noch nicht ... Im "Satyricon", dem Roman des römischen Politikers und Schriftstellers Petronius, wird die Welt der Antike wieder bunt und lebendig. Mal derb, mal mit feiner Ironie schildert Petronius die Neureichen und Sklaven, die Villen, Bäder und Bordelle und nimmt die Schwächen seiner Mitmenschen aufs Korn, die auch uns recht bekannt vorkommen.
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