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Saturns Schatten - Die dunklen Welten der Depression.
 
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Saturns Schatten - Die dunklen Welten der Depression. [Gebundene Ausgabe]

Andrew Solomon
3.8 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (8 Kundenrezensionen)

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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe
  • Verlag: Fischer (S.), Frankfurt; Auflage: 8 (2001)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3100704029
  • ISBN-13: 978-3100704023
  • Größe und/oder Gewicht: 22,5 x 15,2 x 4,5 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 3.8 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (8 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 225.173 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Andrew Solomon
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Produktbeschreibungen

Aus der Amazon.de-Redaktion

Andrew Solomon ist depressiv und muss täglich zwölf verschiedene Pillen schlucken. Er hat schwere Zusammenbrüche hinter sich, ist aber soweit stabilisiert, dass er wieder schreiben kann. Ergebnis seiner jahrelangen Recherche und Beschäftigung mit dem Phänomen Depression ist ein ungewöhnliches Buch, in dem er sowohl eine Reise in die eigene Innenwelt unternimmt, als auch die psychologischen, medizinischen, gesellschaftlichen, historischen und anthropologischen Fassetten dieser Krankheit auf sehr intelligente Weise betrachtet.

Trotz vielfältiger Forschungsbemühungen haben wir es immer noch mit einem Rätsel zu tun: "Letzten Endes kennen wir weder die Ursachen der Depression noch ihre Grundlagen, wissen auch nicht, warum bestimmte Therapien dagegen helfen, wie sie den evolutionären Selektionsprozess überstehen konnte, warum jener sie bekommt, während dieser völlig unberührt davon bleibt". Umso spannender sind deshalb diese Fragen und auch die diskutierten Antwortmöglichkeiten, etwa warum es die Depression gibt, ob sie nicht doch irgend einen evolutionären Nutzen hat.

"Saturns Schatten" profitiert sehr von den schriftstellerischen Qualitäten Solomons (die er bereits im Roman A Stone Boat bewiesen hat): Weder sind die wissenschaftlichen und philosophischen Betrachtungen zu trocken und abgehoben, noch die Innenansichten der Depression (der eigenen und der zahlreicher Gesprächspartner) zu wehleidig. Solomon beweist sogar Humor und Selbstironie, wenn er von seinen skurrilen Erlebnissen bei der Suche nach einem geeigneten Psychotherapeuten berichtet oder als er alternative Heilmethoden ausprobiert und bei einer Ndeup-Zeremonie -- einem animistischen Ritual im Senegal -- zum Klang von Trommeln zusammen mit einem Schafbock unter "zwei Dutzend Decken" gesteckt wird.

Abgesehen von einigen Längen kann Saturns Schatten auf ganzer Linie überzeugen und hebt sich deutlich von der Vielzahl von Ratgebern und wissenschaftlichen Publikationen zum Thema ab -- durch eben diese Verbindung von persönlicher und intellektueller Tiefe. Und am Ende steht die Erkenntnis, dass Melancholie und Depression zum Menschsein gehören und neue Einsichten ermöglichen können: "Zwar hasste ich depressive Zustände, lernte in ihnen aber auch meine Grenzen und den Horizont meiner Seele kennen." --Christian Stahl

Kurzbeschreibung

Andrew Solomon ist gerade auf Lesetour mit seinem gefeierten ersten Roman, war als politischer Berater tätig, hatte in Yale und Cambridge studiert, als er völlig unerwartet, gerade dreißig Jahre alt, an einer schweren Depression erkrankt. Genau und mit ungewöhnlicher Offenheit schildert er den Verlauf seiner Krankheit. Damit gelingt es ihm, die Welt der Depression auch für Außenstehende erfahrbar zu machen, die seelischen Nöte eines depressiven Menschen nachvollziehbar darzustellen. Doch Solomon geht über seine eigenen Erfahrungen hinaus, er lässt andere Betroffene zu Wort kommen, erläutert verschiedene Therapieformen und die neuesten wissenschaftlichen Erkenntnisse. Er schließt auch andere Kulturen nicht aus, reiste bis Asien und Grönland und ließ sich im Senegal von einer Schamanin behandeln. Durch seinen sehr persönlichen wie auch theoretischen Zugang ist ihm eine facettenreiche Darstellung zur Depression gelungen: "Saturns Schatten" bietet konkrete Hilfe und Information für Betroffene, darüber hinaus gewährt Solomons Buch Einblicke in eine fremde Welt, die leider für immer mehr Menschen zur Realität wird.

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Kundenrezensionen

Die hilfreichsten Kundenrezensionen
8 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Mittelmäßig 16. Dezember 2009
Format:Broschiert
Der Autor beschreibt zu oft und zu detailiert die (amerikanische) Medikation und wiederholt sich dabei ständig. Die Erfahrungsberichte lockern das Ganze dafür wieder auf. Man kann sich gut in die Welt der Depressiven hineindenken. Teilweise langatmig und fahrig geschrieben. Vieles hätte er weglassen können oder in einem eigenen Buch behandeln.
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32 von 36 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Gebundene Ausgabe
Dieses Buch habe ich mit sehr gemischten Gefühlen gelesen, wobei nach und nach die negativen Einflüsse Überhand nahmen. Zweifellos ist dies eine beeindruckende Ansammlung von persönlichen Erfahrungen eines schwer depressiven Menschen, es scheint jedoch immer wieder eine Nachricht versteckt an den Leser durch: "Egal was du versuchst - den Teufel der Depression wirst du NIEMALS besiegen.". Man liest über die zahlreichen Versuche Andrew Solomons, der Depression zu entkommen, liest über die Sinnlosigkeit dieser Versuche, da es ihn doch immer wieder in seine Anfangsposition des Suchenden zurückwirft. Vermisst habe ich dabei jedoch den Hinweis wie lange dieser Prozess dauern kann, denn bei einer tief sitzenden Depressionen reichen "Schnellschüsse" nicht aus. Das Fazit dieses Buches sagt "Deine einzige Chance ist es, bis zum Ende Deines Lebens so viele Medikamente zu schlucken, daß du nahe dran bist, dich zu vergiften". Allein der Satz im Review erwähnte Satz ´Andrew Solomon MUSS täglich 12 verschiedene Pillen schlucken um zu existieren`zeigt: Hier war ein amerikanischer Autor am Werk. Solomon beschreibt, wie sich verschiedene Depressive auf einer Party unterhalten, und wie wenn man liest wie sorglos und abgestumpft über die jeweiligen Medikamentencocktails gesprochen wird stellt einem die Nackenhaare auf. Ich spreche aus eigener Erfahrung - diese zahl- und meist wahllosen Mischungen an derart VIELEN Medikamenten treibt den Betroffenen unweigerlich in eine Sackgasse, die er kaum wieder zu verlassen vermag. Sicherlich ist das Thema Medikation ein wesentlicher Teil in der Behandlung schwerer Depressionen, jedoch nicht der alleinige Weg. Meine eigene Erfahrungen und mein Austausch mit anderen Depressiven rund um den ganzen Erdball haben mir immer wieder gezeigt, nirgendwo werden so viele harte Medikamente verabreicht wie in den USA. So ganz nach dem Motto "Der Mensch hat zu funktionieren, also her mit der Holzhammermethode!"
Weiterhin wurden sogar Patienten beschrieben, die sich freiwillig einer Gehirnoperation unterzogen haben ("Ich ließ mir Löcher in Kopf bohren") bei dem Versuch die Depression zu bekämpfen. Nur um dann das Fazit nachzureichen, daß nicht einmal DAS Erleichterung brachte. Für Betroffene ein harter Schlag ins Gesicht, der sich demotivierend und niederschmetternd auswirkt.
Sehr geschätzt habe ich bei diesem Buch jedoch, daß hier endlich einmal ein Autor die gnadenlose Wahrheit über das unendliche Leid des Menschen aufzeigt der an Depressionen erkrankt ist. Hier wird nichts schöngespielt, das Elend wird sehr detailliert beschrieben und hilft nicht betroffenen Lesern endlich zu verstehen, daß es sich bei dieser Krankheit um kein kleines Zipperlein handelt, bei dem sich der Patient lediglich zusammenreissen muss um wieder Boden unter den Füßen zu gewinnen. Depressionen sind eine unheimlich schwer zu ertragende Krankheit, bei der man in härteren Fällen durchaus den Vergleich zu Krebserkrankungen, Aids oder schweren körperlichen Behinderungen ziehen darf. Und es war schon lange an der Zeit, daß dieser Fakt einmal deutlich offen dargelegt wird. Dafür danke ich Andrew Solomon sehr.
Alles in allem fand ich dieses Buch wesentlich hilfreicher für nicht Betroffene als für den Patienten selbst...denn wer es während einer depressiven Phase liest schwebt in der Gefahr völlig seine Hoffnung zu verlieren. Eine große Sammlung - es fehlt jedoch der rote Faden, der einem zur Selbsthilfe führt. Depressionen sind oft heilbar. Und wenn nicht, so finden sich Wege mit der Depression zu leben. Diese Nachricht habe ich sehr vermisst. Teilweise musste ich dieses Buch sogar weglegen, da mich eine derart große Frustration überkam, daß ich nicht mehr weiterlesen wollte. Das Gesamtfazit, daß man akzeptieren müsse von nun an nur noch als halber Mensch zu leben, empfand ich als sehr störend.
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30 von 34 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Ein Kunde
Format:Gebundene Ausgabe
Es lässt sich nicht übersehen: Dieses Buch wurde mit einem gehörigen Geldvorschuss geschrieben, um Aufsehen zu erregen und um bekannt zu werden. Trotzdem: Die Außergewöhnlichkeit der Depression generierte ein außergewöhnlich gutes Buch. Es ist überaus lesenswert und von hohem Nutzen nicht nur Depressive und ihre Angehörigen. Ungewöhnlich ist die Mischung aus Historie, Sozialanalyse, Anthropologie und eigener Erfahrung, zurückhaltend ergänzt durch Geschichten von Leidensgenossen auch aus anderen Erdteilen als der mitteleuropäisch-amerikanischen Welt. Das Werk ist ebenso gründlich wie feinspürig. Andrew Solomon verschafft dem Leser einen erstaunlichen und mitreißenden Einblick in eine dunkle Seite der Seele. Die tiefe Kenntnis des Leids wird zur Grundlage der Begeisterung für die Freude.
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