Ein Schar von Freunden, die sich aus unterschiedlichen Zusammenhängen kennen, treffen sich zu einem ausgelassenen Fest. Doch bald wird dieses überschattet, da Lorenzo, der Partner von Davide zusammenbricht und nicht mehr zu Bewusstsein kommt. Nun finden sich die Freunde jeden Tag im Gang vor dem Krankenzimmer von Lorenzo ein und dürfen nur einzeln an sein Bett treten.
Das Leben geht weiter trotz der Tragödie, die unvermittelt in die Mitte der Freunde hereingebrochen ist. Doch so konfrontiert mit der Endlichkeit, kommen so manche Denkprozesse in Gang. Mancher hinfragt seine langjährige Beziehung, mancher stellt sich direkt seiner bisherigen Lebenslüge, andere beginnen an ihren Weltbildern zu wackeln, so manche Fassade bricht ins sich zusammen.
Die gemeinsame Trauer bietet eine Chance, das eigene Leben zu ordnen und endlich den langersehnten Frieden mit sich zu finden....
In vielen Szenen kommt der Film mit wenigen Worten aus. Die sehr gute Kameraführung fängt diese Momente ein, in denen die ausdrucksstarken Gesichter eine eigene, direkte Sprache sprechen. Das sind die weiteren Stärken des Filmes:
- Ein wirklich gute Riege an Schauspielern, deren Agieren viel Platz lässt, um zwischen den Zeilen zu lesen.
- Ein schöner Soundtrack, der sich im Ohr festsetzt.
Ein ruhiger Film, ein nachdenklich machender Film.....
Ich kann es gar nicht genau in Worte fassen, was mich letztendlich doch 'nur' 4 Sterne geben lässt. Irgendetwas hat mich gestört. Vielleicht kann mir ja jemand mit seinen Eindrücken weiterhelfen...