Wer von Ben Bovas wirklich guten Mars-Romanen, "Venus" oder "Jupiter" begeistert war, wird von "Saturn" mit größter Wahrscheinlichkeit enttäuscht werden. Die Handlung ist voll von logischen Ungereimtheiten und plätschert ohne Höhepunkte dahin. Noch schwerer wiegen jedoch wissenschaftliche Unkorrektheiten, die man einem Autor von Bovas Kaliber gar nicht zutrauen würde.
Wenn z.B. im Verlauf der Handlung mehrfach erklärt wird, dass es Stunden dauert, eine Nachricht vom Saturn zur Erde zu senden und die Antwort dann die gleiche Zeit braucht, dann ist es schon verwunderlich, dass die Heldin unter Außerachtlassung dieser Tatsachen am Ende des Buches mal eben zu Hause anrufen kann.
Man kann sich deshalb des Eindrucks nicht erwehren, dass Bova bei diesem Roman entweder die Ideen ausgegangen sind oder die Story einfach nur unter Zeitdruck zusammengeschrieben wurde.
Fazit: Wer gute Hard SF schätzt, kann auf dieses Werk getrost verzichten und sollte lieber zu einem der hervorragenden SF Romane greifen, die Ben Bova selbst in großer Zahl verfasst hat.