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Saturday Audio-CD – Audiobook, Oktober 2005


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Produktinformation

  • Audio CD
  • Verlag: Diogenes; Auflage: 2., Aufl. (Oktober 2005)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3257800037
  • ISBN-13: 978-3257800036
  • Größe und/oder Gewicht: 13,3 x 2,1 x 13,3 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 3.8 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (106 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 380.567 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Produktbeschreibungen

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In der Tradition von Mrs. Dalloway und Ulysses spielt sich die Handlung von Ian McEwans Roman Saturday an einem einzigen Tag ab. Der erfolgreiche Neurochirurg Henry Perowne erwacht am Samstag, den 15. Februar 2003, ungewöhnlich früh. Sein Leben ist nahezu perfekt. Er ist Ende vierzig, schon lange verheiratet und noch immer in seine Frau verliebt, hat einen angesehenen Beruf und zwei wohlgeratene talentierte Kinder. An diesem Samstagmorgen liegt etwas in der Luft, das über die angekündigte Demonstration gegen die Teilnahme der Briten am Irakkrieg hinausgeht. Trotzdem freut Perowne sich auf seinen freien Tag, auf sein wöchentliches Squash-Spiel und auf den Besuch seiner Kinder.

Wie so oft bei Ian McEwan bringt ein kleiner Vorfall, in diesem Falle ein harmloser Autounfall, Prozesse ins Rollen, deren Nachwirkungen die Beteiligten bis ins Mark erschüttern -- und manchmal sogar für immer zeichnen. Das Leben Henry Perownes, das sich in der gehobenen Mittelklasse abspielt, wird von einem Eindringling gestört, der nicht nur akut das Wohl der Familie bedroht, sondern auch die Fragilität der zwischenmenschlichen Beziehungen der Familienmitglieder offen legt. All dies passiert vor dem Hintergrund des drohenden Konfliktes der westlichen mit der islamischen Welt, deren Beziehungen ebenfalls auf Messers Schneide stehen. Sowohl Perownes Familie als auch die Welt werden in diesem Moment vom Terror bedroht.

Durch die Anschläge in London vom 7. September 2005 hat Saturday einen beängstigend prophetischen Aspekt bekommen. Der Roman dreht sich um die Frage, wie man in dem Bewusstsein leben kann, dass der Terror unweigerlich im eigenen Leben ankommt. Dennoch sollte Saturday nicht nur als Vorausdeutung des Terrors oder als politischer Roman verstanden werden. Denn Saturday ist auch ein Zeitgemälde und eine fesselnd erzählte Familiengeschichte, die dem Leser in McEwans unnachahmlichen Stil, der auch in der Übersetzung von Bernhard Robben gut zur Geltung kommt, ein fast schon rauschhaftes Erlebnis beschert. Weniger zynisch als in seinen frühen Werken, scheint es fast, als sei „Ian McNasty“, wie er hin und wieder vom britischen Feuilleton genannt wurde, wenn schon nicht weich oder gar harmlos, so doch zumindest ein wenig menschlicher geworden. Es steht ihm gut. --Nathalie Schwering -- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.

Pressestimmen

"Ein intelligenter, fesselnder Roman." (Süddeutsche Zeitung)

"Auch in diesem, McEwans zehntem Roman geht es um den Moment, in dem ein Leben aus der Bahn gerät. Eine brillante Persönlichkeitsstudie. Henry Perowne erscheint als Jedermann unserer Zeit." (Frankfurter Allgemeine Zeitung) -- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.

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Kundenrezensionen

Die hilfreichsten Kundenrezensionen

20 von 20 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von Michael Dienstbier TOP 500 REZENSENT am 5. Februar 2006
Format: Taschenbuch
"London, his small part of it, lies wide open, impossible to defend, waiting for ist bomb, like a hundred other cities. Rush hour would be a convenient time" (276).Unheimlich! Ian McEwan hat seinen neusten Roman "Saturday" wenige Monate vor den Attentaten auf die Londoner U-Bahn am 7.7.05 vollendet und somit hellseherische Fähigkeiten bewiesen.Doch die Terrorgefahr, die seit dem 11.9. über der gesamten westlichen Welt schwebt, ist nur eines von vielen Themen in diesem mitreißenden Roman. Der Protagonist von "Saturday" ist der glücklich verheiratete und erfolgreiche Gehirnchirurg Henry Perowne. Der Roman beschreibt nur einen Tag im Leben von Henry. Es ist Samstag, der 15.2.03. Der Irakkrieg scheint beschlossene Sache und Hunderttausende Demonstranten blockieren die Stadt. Doch Henry kümmert sich nicht um die große Weltpolitik sondern freut sich an seinem freien Tag auf eine Squashpartie mit einem Arbeitskollegen. Doch auf dem Weg ins Fitnesszentrum eskaliert ein leichter Autounfall in eine ernsthafte Krisensituation. Der junge Baxter und seine zwei Freunde bedrohen Henry und nur mit einem Griff in die Trickkiste der Psychologie kann er entkommen.Am Abend freut er sich auf ein Festessen mit seiner Frau, seinem Sohn, seinem Schwiegervater sowie seiner Tochter Daisy, die seit sechs Monaten in Paris lebt und nun die Veröffentlichung ihres ersten Gedichtbandes feiern will. Doch die familiäre Idylle wird brutal gestört und droht, in einer Katastrophe zu enden.Während dieses aufregenden Tages befinden wir uns ununterbrochen im Kopf von Henry Perowne.Lesen Sie weiter... ›
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45 von 47 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von Ein Kunde am 4. Juni 2005
Format: Gebundene Ausgabe Verifizierter Kauf
Nach Lektüre einer Rezension in der Süddeutschen Zeitung war ich so neugierig, dass ich nicht auf die Übersetzung warten wollte und "Saturday" gleich im Original bestellt habe. Es hat sich gelohnt! Das Buch hat mich begeistert. Die Schilderung dieses einen Samstags im Leben des Londoner Neurochirurgen, 48 Jahre, verheiratet, zwei Kinder, hat es in sich. Was da an Themen drinsteckt: berufliche Herausforderungen, Beziehungsproblematik, Elternalltag, Umgang mit dem eigenen Älterwerden, Irakkriegs-Diskussion, ein Besuch bei der altersdementen Mutter im Pflegeheim, ein kleiner Verkehrsunfall und die unerwarteten Komplikationen danach ... aber nichts wirkt konstruiert oder gewollt. McEwans sympathischer Protagonist wirkt einfach glaubwürdig - und sehr menschlich. Man möchte ihn gerne kennenlernen. Bedauert fast, dass der lange Tag - und das Buch - irgendwann ein Ende haben. Für mich persönlich ist es das beste Buch von McEwan. Sehr aktuell, sehr politisch, und (wie man es von ihm ja gewohnt ist) psychologisch unglaublich gut. Last not least: bei aller Nachdenklichkeit ein Buch, das einen nicht runterzieht. Unbedingt lesen!
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8 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von Jason Beign am 15. März 2006
Format: Taschenbuch
Saturday, a unique Saturday, a frightening Saturday. While Ian McEwan is British, the events of Tuesday, September 11, 2001, in America had a tremendous effect on him. For a time, he says, he couldn't write. I know the feeling. I was writing at the time and stopped for one-and-a-half years because my story included a terrorist element. I simply couldn't continue for awhile. This book is a product of McEwan's own introspection regarding the events of 9/11. Henry Perowne, the central character in Saturday, is a neurosurgeon and a family man. His wife is a lawyer. He has two healthy and very capable children. In the middle of the night he awakes to see what he thinks is a meteor streaking toward Earth. The meteor turns out to be an airplane, engulfed in flame, about to crash not far off. The event shakes him to his core and he spends the rest of the day thinking about this horrific incident, about the possibilities as to its cause, and, eventually, about his own life, his very existence. He shares with his readers the intimate details of his world as he tries to make sense of the terror he feels as the day progresses. Perowne's obsession with work seems less necessary as he reviews his life and the things he's deemed to be important. His interactions with people, especially those he loves the most, are not all he would like them to be. He looks inward, seeking and discovering his own spirituality, rejected long ago. He finds comfort there, if not understanding. The events of the day become more horrific as time goes on and Perowne has to come to terms with his own demons in order to deal with the situation his family faces. Parts of this book remind me of The Shoes of the Fisherman by Morris West because there is so much personal introspection and less plot-driven text. It's a very thought-provoking read.
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60 von 65 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von Marion am 15. Juni 2006
Format: Gebundene Ausgabe
Zugegeben: Meine Erwartungshaltung an dieses so hoch gepriesene Buch war wohl ein Grund, weswegen ich im Mittelteil schon kurz vor der Kapitulation stand. Der Autor schildert doch sehr detailliert die Facetten dieses einen Tages im Leben des Neurochirurgen Henry Perowne. Teils schon so detailliert, dass es der Leser als langweilig empfinden mag.

Die Kehrtwende kam für mich, als ich mir vor Augen führte, dass ein Außenstehender wohl niemals nachfühlen kann, was für den Einzelnen "seine" kleinen Wunder des Alltags sind. Haben Sie schon mal versucht, einen einzigen Tag in Ihrem Leben in ein Buch zu fassen? Gibt es nicht auch für Sie sehr bedeutende Dinge, die andere als bedeutungslos abhandeln würden?

Von diesem Augenblick an konnte ich mich auf "Saturday" einlassen, was darin gipfelte, dass ich am Ende des Buches sogar heulte... Dann nämlich, als ich begriffen hatte, was der Autor mit seinen minutengenauen Schilderungen andeuten wollte: Irgendwann ist im Leben für jeden der "Samstag" gekommen. Und unweigerlich wird dieser Samstag - so lange man ihn auch hinauszögern kann - in den "Sonntag" und somit in den Tod übergehen. Und gerade deswegen ist jede Sekunde enorm wichtig.

Mein Fazit: Ein Meisterwerk der modernen Literatur, jedoch nichts für jene, die ihr Leben auf der Überholspur führen.
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