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Saturday
 
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Saturday [Gebundene Ausgabe]

Ian McEwan , Bernhard Robben
3.6 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (81 Kundenrezensionen)

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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 386 Seiten
  • Verlag: Diogenes; Auflage: 1. (2005)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3257064942
  • ISBN-13: 978-3257064940
  • Größe und/oder Gewicht: 18,2 x 12,6 x 2,6 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 3.6 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (81 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 176.896 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Aus der Amazon.de-Redaktion

In der Tradition von Mrs. Dalloway und Ulysses spielt sich die Handlung von Ian McEwans Roman Saturday an einem einzigen Tag ab. Der erfolgreiche Neurochirurg Henry Perowne erwacht am Samstag, den 15. Februar 2003, ungewöhnlich früh. Sein Leben ist nahezu perfekt. Er ist Ende vierzig, schon lange verheiratet und noch immer in seine Frau verliebt, hat einen angesehenen Beruf und zwei wohlgeratene talentierte Kinder. An diesem Samstagmorgen liegt etwas in der Luft, das über die angekündigte Demonstration gegen die Teilnahme der Briten am Irakkrieg hinausgeht. Trotzdem freut Perowne sich auf seinen freien Tag, auf sein wöchentliches Squash-Spiel und auf den Besuch seiner Kinder.

Wie so oft bei Ian McEwan bringt ein kleiner Vorfall, in diesem Falle ein harmloser Autounfall, Prozesse ins Rollen, deren Nachwirkungen die Beteiligten bis ins Mark erschüttern -- und manchmal sogar für immer zeichnen. Das Leben Henry Perownes, das sich in der gehobenen Mittelklasse abspielt, wird von einem Eindringling gestört, der nicht nur akut das Wohl der Familie bedroht, sondern auch die Fragilität der zwischenmenschlichen Beziehungen der Familienmitglieder offen legt. All dies passiert vor dem Hintergrund des drohenden Konfliktes der westlichen mit der islamischen Welt, deren Beziehungen ebenfalls auf Messers Schneide stehen. Sowohl Perownes Familie als auch die Welt werden in diesem Moment vom Terror bedroht.

Durch die Anschläge in London vom 7. September 2005 hat Saturday einen beängstigend prophetischen Aspekt bekommen. Der Roman dreht sich um die Frage, wie man in dem Bewusstsein leben kann, dass der Terror unweigerlich im eigenen Leben ankommt. Dennoch sollte Saturday nicht nur als Vorausdeutung des Terrors oder als politischer Roman verstanden werden. Denn Saturday ist auch ein Zeitgemälde und eine fesselnd erzählte Familiengeschichte, die dem Leser in McEwans unnachahmlichen Stil, der auch in der Übersetzung von Bernhard Robben gut zur Geltung kommt, ein fast schon rauschhaftes Erlebnis beschert. Weniger zynisch als in seinen frühen Werken, scheint es fast, als sei „Ian McNasty“, wie er hin und wieder vom britischen Feuilleton genannt wurde, wenn schon nicht weich oder gar harmlos, so doch zumindest ein wenig menschlicher geworden. Es steht ihm gut. --Nathalie Schwering

Pressestimmen

"Ein intelligenter, fesselnder Roman." (Süddeutsche Zeitung)

"Auch in diesem, McEwans zehntem Roman geht es um den Moment, in dem ein Leben aus der Bahn gerät. Eine brillante Persönlichkeitsstudie. Henry Perowne erscheint als Jedermann unserer Zeit." (Frankfurter Allgemeine Zeitung)

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Die hilfreichsten Kundenrezensionen

50 von 54 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen Grandios!, 15. Juni 2006
Rezension bezieht sich auf: Saturday (Gebundene Ausgabe)
Zugegeben: Meine Erwartungshaltung an dieses so hoch gepriesene Buch war wohl ein Grund, weswegen ich im Mittelteil schon kurz vor der Kapitulation stand. Der Autor schildert doch sehr detailliert die Facetten dieses einen Tages im Leben des Neurochirurgen Henry Perowne. Teils schon so detailliert, dass es der Leser als langweilig empfinden mag.

Die Kehrtwende kam für mich, als ich mir vor Augen führte, dass ein Außenstehender wohl niemals nachfühlen kann, was für den Einzelnen "seine" kleinen Wunder des Alltags sind. Haben Sie schon mal versucht, einen einzigen Tag in Ihrem Leben in ein Buch zu fassen? Gibt es nicht auch für Sie sehr bedeutende Dinge, die andere als bedeutungslos abhandeln würden?

Von diesem Augenblick an konnte ich mich auf "Saturday" einlassen, was darin gipfelte, dass ich am Ende des Buches sogar heulte... Dann nämlich, als ich begriffen hatte, was der Autor mit seinen minutengenauen Schilderungen andeuten wollte: Irgendwann ist im Leben für jeden der "Samstag" gekommen. Und unweigerlich wird dieser Samstag - so lange man ihn auch hinauszögern kann - in den "Sonntag" und somit in den Tod übergehen. Und gerade deswegen ist jede Sekunde enorm wichtig.

Mein Fazit: Ein Meisterwerk der modernen Literatur, jedoch nichts für jene, die ihr Leben auf der Überholspur führen.
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22 von 25 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen Musste zwar schmunzeln..., 21. April 2007
Von 
Jeanine Hildebrand "jeajea" (Kassel/Germany) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Saturday (Broschiert)
ja, der Verriss der vorhergegangenen Rezension hat mich wirklich amüsiert, ist er doch auch messerscharf (und gut!) geschrieben, und absolut verständlich - so kann man das Buch sicher auch lesen. Das muß ich zugeben.

Habe ich selbst aber nicht, im Gegenteil, mir hat das Buch so gut gefallen, daß ich es jetzt auf Deutsch nochmal für meinen Mann bestelle, wobei ich natürlich hoffe, daß er nicht so reagiert wie mein Vorrezensent ;-)

Komischerweise finde ich, daß GERADE die in ihrer Beispielhaftigkeit (natürlich) überzeichneten Hauptfiguren so typisch sind für eine "moderne erfolgreiche" Familie, die sich halb aus eher künstlerisch/emotional und halb aus eher wissenschaftlich geleiteten Menschen zusammensetzt.

Da es sich um eine "reiche" Familie handelt, ist es auch klar, daß alle jede nur erdenkliche Möglichkeit haben und hatten, sich bestmöglich im Beruf zu entwickeln- da ist gar nichts ungewöhnliches dran, leider, möchte man fast sagen.

Und spätestens hier wird es auch so interessant - denn wie fähig sind Vater, Mutter, Tochter und Sohn denn nun im menschlichen Bereich? Wenn es zum äußersten kommt?

...zunächst nur vorgedacht, und dann ist am Ende die böse reale Welt tatsächlich zuhause angekommen...

natürlich geht das nicht, ohne einen anständigen Zufall oder eine anständige schicksalshafte Begegnung - wie in jedem Roman, in dem Gegensätze aufeinander treffen, die sich sonst nie begegnet wären.

Wie stereotyp denken gebildete Menschen, die sich für höchst individuell halten? - für mich eine Grundfrage, die das Buch aufwirft.

Ja, man sollte wirklich manchmal inne halten und über die Sorgen der Welt einen Schluck Rotwein nehmen - und das ist auch die Kritik an dem Buch: jede Sorge wird inszeniert, zu jedem Gedanken gehört der passende Rahmen, die passende Musik, der passende Wein.

ABER ich bin mir gar nicht sicher, ob McEwan das nicht mit Absicht macht - uns modernen "Intellektuellen" zeigen, wie wenig uns das doch alles wirklich betrifft - eigentlich schlimm, da muß ich doch sorgenvoll nochmal an meinem Schampus nippen...

Ertappt.

Und dann ist der Mann auf einmal da...

Mehr wird nicht verraten.

FAZIT: Nicht so ein Knaller wie Abbitte, aber ich fand es schön und habe besonders die kleinen Exkurse genossen.

Die Sprache und die Einblicke, die sie gewährt, faszieniert, amüsiert und beunruhigt.

Blicke in den menschlichen Körper, wenn man Perones Schnitten und Blicken folgt, Reflexionen über Squash spielende Männer (großartig, großer Lacher!!), und Gedanken zum bevorstehenden Irak-Krieg.

Als Einstieg würde ich allerdings Abbitte empfehlen, oder Liebeswahn.
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25 von 29 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen Kann ein einziger Tag so spannend sein?, 4. Mai 2005
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Saturday (Gebundene Ausgabe)
Ja, er kann! McEwan ist brillant: Was diese Beschreibung eines einzigen Tages an philosophischen, psychologischen, politischen und sozialen Einsichten enthält, ist bei der ersten Lektüre gar nicht zu fassen. Und immer, wenn ich das Gefühl hatte, jetzt könnte aber auch die äußere Handlung mal wieder einsetzen - ha, da tat sie es auch. Und was den Roman so anrührend macht(jedenfalls für Menschen über vierzig), ist McEwans Fähigkeit, das Einzelschicksal so darzustellen, dass der Leser die Parallelen oder meinetwegen auch Unterschiede zum eigenen Leben erkennt und über Dinge nachdenkt, die bisher gar nicht nachdenkenswert erschienen. McEwan erwartet aber auch einiges vom Leser - die Bereitschaft, sich auf lange Beschreibungen einzulassen (Erzählzeit gleich erzählte Zeit...)und wohl auch eine gewisse Lebenserfahrung. Aber der Gewinn ist groß!

Wer etwas weniger Zeit investieren will, dem sei die englische Hörbuchversion empfohlen: wunderbar gesprochen und ob der gezwungenen Langsamkeit des Verständnisprozesses an Stellen noch eindringlicher als die selbst gelesene Version.

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