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Satt und sauber?: Eine Altenpflegerin kämpft gegen den Pflegenotstand
 
 
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Satt und sauber?: Eine Altenpflegerin kämpft gegen den Pflegenotstand [Taschenbuch]

Brigitte Heinisch
4.9 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (9 Kundenrezensionen)

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Taschenbuch --  


Produktinformation

  • Taschenbuch: 224 Seiten
  • Verlag: rororo (1. Oktober 2008)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3499623382
  • ISBN-13: 978-3499623387
  • Größe und/oder Gewicht: 20,8 x 12,6 x 2 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.9 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (9 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 27.057 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Brigitte Heinisch
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Produktbeschreibungen

Kurzbeschreibung

Ein Plädoyer für eine menschenwürdige Pflege Vor rund zehn Jahren hatte es harmlos angefangen. Brigtitte Heinisch wollte als Altenpflegerin einfach ihre Arbeit machen, so, wie sie es gelernt hatte, wie sie es für richtig und verantwortbar hielt. Doch die Realität sah anders aus: Bewohner lagen bis zum Mittag in Urin und Kot. Andere bekamen wegen des eklatanten Personalmangels nicht genügend zu essen und zu trinken. Brigitte Heinisch schlug intern Alarm – keine Reaktion. Und selbst als die Kontrolleure des Medizinischen Diensts kamen, änderte sich an den Zuständen im Heim kaum etwas. Also entschloss sich Brigitte Heinisch zu handeln ... Brigitte Heinisch erzählt hier von ihrem Kampf gegen den Pflegenotstand und zeigt eindrücklich, auf welche Katastrophe wir zusteuern, wenn wir glauben, Pflegeheime könnten «Profitcenter» sein und alte Menschen per Fließbandpflege abgefertigt werden.

Über den Autor

Brigitte Heinisch, 45, lebt und arbeitet als examinierte Altenpflegerin in Berlin.

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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
26 von 27 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von A. Plate
Format:Taschenbuch
Die Debatte um diesen Fall habe ich in Medienberichten aufmerksam verfolgt und habe mit großem Interesse dieses Buch gelesen.
Der Fall: Die engagierte Altenpflegerin B.Heinisch arbeitet in versch. Einrichtungen der Altenpflege und findet überall dieselben erschreckenden Zustände vor, unzumutbare Arbeitsbedingungen für das Pflegepersonal und unzumutbare Lebensbedingungen für die zu pflegenden, alten Menschen.
Trotz Überlastungsanzeigen etc. reagiert von den Vorgesetzten niemand, die Zustände verschlimmern sich eher noch. Auch nach Begutachtung durch den MDK verändert sich nichts, obwohl Missstände aufgezeigt wurden. Nach einer Anzeige gegen den Heimträger wird die Altenpflegerin entlassen, kämpft vor dem Arbeitsgericht und weiteren Instanzen....
Ich finde das gesamte Verhalten Fr. Heinischs sehr mutig und bemerkenswert!
Die unrühmliche Aktion des Arbeitgebers und der Rechtsinstanzen zeigen ein erschreckendes Bild, was mehr aufwiegt - das Recht der alten Menschen auf menschenwürdige Versorgung und das Anprangern von Missständen oder das Recht der Arbeitgeber "missliebige und ehrliche" Arbeitnehmer aufgrund von mangelnder "Loyalität" loszuwerden.
Warum Fr. Heinisch nicht den wirklichen Arbeitgeber nennen darf, weiß ich nicht, da er ja aus Presseberichten ersichtlich ist und jeder weiß, dass VIVANTES als Berliner Heim- und Krankenhausträger diese Schlagzeilen zu verantworten hat.
Ich ziehe den Hut vor Frau Heinisch und hoffe auf weitere mutige und engagierte Kollegen!
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7 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Taschenbuch
Das Buch von Frau Heinisch gehört als Pflichtlektüre in die Ausbildung von (Kranken- und Alten-)Pflegekräften. Es ist sachlich, gut belegt und überhaupt nicht populistisch (aller Bildzeitung), sondern engagiert und populär. Ein umfangreicher Adressenteil gibt dem/der Leser/in erste Möglichkeiten Kontakt aufzunehmen, wenn im eigenen Betrieb ähnliche Unzulänglichkeiten auftauchen sollten.
Leider (was das Buch nicht thematisiert) verdienen an solchen Machenschaften, wie bei dem hier vorgestellten Pflegekonzern, auch eine ganze Reihe an "Zertifizierungsstellen" mit. Diese nämlich, "attestieren" solchen kriminellen Machenschaften die vermeintliche Rechtmäßigkeit dadurch, dass sie werbewirksame Zertifikate (für viel Geld) diesen Einrichtungen ausstellen, um so, eine nicht vorhandene Kompetenz in Pflege und Versorgung alter Menschen vorzugaukeln.
Fazit: Ein tolles Buch, ein wichtiges Engagement, sehr gute Lesbarkeit
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19 von 21 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Peter Lau
Format:Taschenbuch
Leider ist es mir nicht möglich hier eine "vernünftige" Rezension zu schreiben. An dieser Stelle ein Gruß an meine ganz private "Zensurabteilung".
Ich zitiere aus dem Buch: Der ehemalige Verfassungsrichter Jürgen Kühling sagte schon 1999:"Das Recht schützt -auch bei uns- die dunklen Geheimnisse der Mächtigen. Wer rechtswidrige oder gemeinschädliche Handlungen staatlicher Stellen oder seines Arbeitgebers offenlegt, verletzt regelmäßig Verschwiegenheitspflichten und setzt sich Maßregelungen aus.(...) Ein tief verwurzeltes Ethos der Gefolgschsftstreue überlagert die Grundsätze einer aufgeklärten Ethik,die sein Verhalten gutheißt. Zustimmung erfährt er, wenn überhaupt, gewöhnlich von weit her. Von Freunden gemieden, vom Recht verfolgt - das ist das gewöhnliche Schicksal dessen, der sich im Interesse von Frieden, Umwelt oder anderen höchstrangigen Rechtsgütern zum Bruch der Verschwiegenheit entschließt."
Das erklärt das "Funktionieren" unserer Gesellschaft. Traurig aber wahr.
Etwas anderes möchte ich noch ansprechen. Die Tatsache, daß für dieses Buch bisher nur eine Rezension verfasst wurde, zeigt mir wieder einmal, daß dieses hoch brisante Thema in der Gesellschaft leider immer noch auf wenig Interesse stößt.

Im Netz der Pflegemafia: Wie mit menschenunwürdiger Pflege Geschäfte gemacht werden
Alt und abgeschoben: Der Pflegenotstand und die Würde des Menschen
Abgezockt und totgepflegt: Alltag in deutschen Pflegeheimen
Gewalt gegen pflegebedürftige alte Menschen in Institutionen. Bonner Schriftenreihe Gewalt im Alter, Bd. 4
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