Nach begeistertem Lesen des Buches "von der Zwiebel zur Perle" bestellte ich mir flugs den Nachfolgeband.
Die ersten Seiten starten mit einem selbstgewußten und meiner nach "verändertem" Autor. Was bei dem Zwiebel Buch noch unbeschwert "witzig" rüberkam", erweckte bei mir den Anschein von gewollt witzig vorgetragenden Anekdötchen zum Thema Erleuchtung, die ein bißchen von der erfrischenden Naivität von Band 1 verloren hat.
Die Aussagen zum Thema Erleuchtung kommen nun allwissend rüber. Mit genauer Anleitung, wobei einiges doch sehr widersprüchlich ist und beim Lesen irgendwie ein "och nö" Gefühl auslöst. Irgendwie hat dieses Buch etwas Sektenmäßiges an sich. Der Autor ruft dazu auf Satsang Gruppen auf der ganzen Welt ins Leben zu rufen <malungläubigguck> und wenn es ein "Suchender bzw. Erleuteter" geschafft hat, eine große Gemeinschaft ins Leben zu rufen, kommt der Autor PERSÖNLICH vorbei, um daran teilzunehmen. Wo im Buch noch steht, dass ein Guru einem Suchenden niemals helfen kann und nicht nötig ist, stellt sich der Autor meiner Meinung nach selbst ein wenig auf das Guru Podest.
Eine Enttäuschung!! Eine Stelle im Buch gibt Ausskunft darüber, dass ein Stück aufflammende Erleuchtung schon damit im Keim erstickt wird, sobald man sie in Worte fast bzw. anderen davon erzählt. Und dann soll der naive, halberleuchtete Leser also zu seinen Bekannten gehen, um eine Satsang Gruppe ( mit Vorsitzendem <Kopfschüttel>) ins Leben zu rufen....
Zudem verherrlicht der Autor das Thema Drogen meiner Meinung viel zu sehr. Er beschreibt vergnüglich, wie er damals Drogen in aller Welt verteilt hat, ohne auch nur einmal auf die Kehrseite hinzuweisen.
Das Buch "von der Zwiebel zur Perle" hat mich begeistert, es kam zur Übereinstimmung mit Aussagen zur Erleuchtung, die fast wörtlich mit denen von Byron Katie (die ja nun wirklich irgendwie erleuchtet zu sein scheint) überein, obwohl die zwei wohl nichts übereinander wissen.
Doch in diesem Satsang Buch sind Widersprüchlichkeiten noch und nöcher, dazu ein viel zu überdrehter Schreibstil, der einiges Unglaubwürdig rüberkommen lässt.
Der Autor ist scheinbar durch seinen Erfolg abgehoben, wie schon so manch anderer "Guru" auch. Schade eigentlich