Satinavs Auge...
Momentan versuche ich, mich für die DSA-Romane zu begeistern. Doch durch die vielen negativen Bewertungen schrecke ich vor der Mehrzahl der Bücher zurück.
Nicht so bei diesem Werk, das völlig zu Recht gute Kritiken erhält: nach einem etwas schwachen Einstieg verläuft die Geschichte nicht stur geradeaus, sondern windet sich hin und her, bis sich schließlich alles ineinander fügt. Die Charaktere sind gut durchdacht und vielschichtig (insbesondere die Geschichte um Anconios Zauberprobleme fand ich wirklich gut ausgearbeitet) und auch die Atmosphäre kommt nicht zu kurz.
Negativ aufgefallen ist mir, dass oft auf Teufel komm raus versucht wurde, irgendwelche Sprichwörter o.ä. auf Aventurisch zu trimmen; insbesondere das Ende ist ein DSA-Klischeé allererster Güte - hier wäre weniger vielleicht mehr.
Darüber könnte ich jedoch hinwegsehen, wenn es nicht auch in diesem Roman nur so vor Rechtschreibfehlern strotzen würde - liest sich das überhaupt jemand vorher durch???
Alles in allem also ein empfehlenswertes Buch für DSA-Kenner (Außenstehende verstehen sicher oft die Bedeutung/Wirkungsweise, inbesondere der Zauber, nicht), das eigentlich 5 Punkte verdient hätte, für die vielen Fehler aber einen Punkt abgezogen bekommt.