Die Erfahrungen von Phyllis Krystal im Ashram von Sathya Sai Baba spielen ungefähr in den gleichen Jahren wie John Hislops's Buch "Mein Baba und ich". Interessant, wenn man beide Bücher kennt, denn einige Erlebnisse und Beobachtungen gleichen sich - werden von Phyllis Krystal aber gefühlvoller und persönlicher wiedergegeben. Wenn man nun aber denkt, daß diese Frau ZU gefühlvoll und dadurch evtl. unkritischer an die Sache ranginge, so täuscht man sich: Immer wieder von Zweifeln und Fragen überfallen zeigt sich, daß sich eine durchaus kritische Frau mit der Zeit immer mehr von den Lehren und Wundern des Sai Baba's überzeugen läßt und auch, wie sie ihm durch all diese Erfahrungen vertrauen lernt. Anders als bei Hislop, der sich sehr auf die Lehren Baba's an sich und philosophisch-religiöse Fragen konzentriert, erzählt Phyllis Krystal's Buch viel von ihren eigenen persönlichen "Lebens-Prüfungen", von ihrer Arbeit und davon, wie sie Sai Baba in ihren Alltag integrieren konnte - auch wenn dieser Alltag mal oder sogar öfter nicht allzu schön war. Sie selbst prägt den Satz, daß ein Leben das Sathya Sai Baba gewidmet ist, nicht unbedingt leichter wird, daß man nicht erwarten kann, daß der Avatar unserer Zeit alle Probleme für einen löst - jedoch, daß er seinen Devotees (Anhängern) immer helfen wird ihre jeweiligen Lernaufgaben zu meistern. Ein sehr gefühlvolles Buch, das einem aber trotz einiger sehr trauriger Stellen doch Mut machen kann seinen Weg zu finden und auf die Lehren von Sathya Sai Baba zu vertrauen.