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Satanskinder - Der Mordfall von Sondershausen und die rechte Szene
 
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Satanskinder - Der Mordfall von Sondershausen und die rechte Szene [Taschenbuch]

Liane von Billerbeck , Frank Nordhausen
4.6 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (5 Kundenrezensionen)

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Broschiert --  
Taschenbuch, 2001 --  


Produktinformation

  • Taschenbuch
  • Verlag: Links (2001)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3861532328
  • ISBN-13: 978-3861532323
  • Größe und/oder Gewicht: 20,8 x 12,6 x 3,2 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.6 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (5 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 621.309 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Liane V. Billerbeck
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Produktbeschreibungen

Pressestimmen

"Aus einer Fülle von Briefen, Tagebuchnotizen, offiziellen Dokumenten, Gesprächen und Interviews setzen die Journalisten Liane v. Billerbeck und Frank Nordhausen das Bild einer Jugendgruppe zusammen, die für ihre Mitglieder genauso faszinierend wie zerstörerisch war." (Der Spiegel 41/1994)

"Liane v. Billerbeck und Frank Nordhausen haben anderthalb Jahre nach dem Mord an Sandro B. ein Buch vorgelegt, in dem sie sich nicht mit vorschnellen Antworten und Erklärungen abfinden. Keine Abhandlung über die Krise der Pädagogik und der"zivilen Gesellschaft", kein Jammergesang über die Verlierer der Einheit, sondern eine unprätentiöse Beobachtung, mit der ein Konflikt rekonstruiert wird, dessen tragisches Ende wohl eher eine Verkettung unglücklicher Zufälle denn die"Chronik eines angekündigten Mordes"war." (die tageszeitung, 1.10.1994)

"Billerbeck und Nordhausen sind nicht auf der Spur des spektakulären Medienereignisses. Vielmehr hören sie auf die Zwischentöne der Beteiligten, um Unstimmigkeiten, Brüche in der selbst geschaffenen Realität aufzudecken. Nicht provokante Ausschnitte, sondern die genaue Gesamtsicht überzeugt." (Lausitzer Rundschau, 24.5.1995)

Kurzbeschreibung

1993 erregte der Mord in der Thüringischen Kleinstadt Sondershausen bundesweit Aufsehen. Der 15jährige Sandro Beyer war von drei 17jährigen Mitschülern kaltblütig erdrosselt worden. Die Täter nannten sich "Kinder des Satans", und der Fall wurde zum Medienspektakel. Für viele stand fest: Hier hatte der Teufel seine Hand im Spiel. Liane v. Billerbeck und Frank Nordhausen haben den Fall damals recherchiert und dessen Hintergründe aufgedeckt. Sie leuchteten in ein Milieu von Jugendcliquen und zeigten, wie orientierungslos manche Jugendliche in der unmittelbaren Nach-Wendezeit waren. Den Weg der jugendlichen Mörder verfolgten die Autoren auch in der Zeit der Haft und nach ihrer vorzeitigen Entlassung. Besonders die Entwicklung von Hendrik Möbus, einem der Täter, beschäftigt sie bis heute. Möbus hat sich selbst zu einer Schlüsselfigur der Satanistenszene stilisiert und wird in Neonazi-Kreisen gefeiert. In einem Interview mit den Autoren fragte er zynisch, ob er und seine Mittäter im "Dritte n Reich" verurteilt worden wären, "wenn sie einen Volksschädling unschädlich" gemacht hätten. Auch wegen dieser Äußerung wurde seine Bewährung widerrufen. Einer erneuten Verhaftung entzog sich Möbus durch Flucht in die USA. Dort tauchte er schließlich bei William L. Pierce unter, einem der bekanntesten Rechtsterroristen der USA. Dieser vertreibt von seiner festungsartig ausgebauten Ranch Musik-CDs und Bücher mit rechtsextremen Inhalten. Möbus hat einige Wochen für Pierce gearbeitet und sollte offenbar dessen Vertriebsnetz nach Europa ausbauen. Im August 1999 wurde der Thüringer jedoch von amerikanischen Zielfahndern verhaftet. Deutschland stellte einen Auslieferungsantrag. Inzwischen hat Möbus in den USA politisches Asyl beantragt, das Verfahren läuft.
In der aktuellen Ausgabe ihres Buches zeichnen die Autoren die brisanten Entwicklungen der vergangenen Jahre nach und beschreiben die gefährlichen Verbindungen zwischen rechter Musik-, Satanisten- und Neonaziszene.

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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
5 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Alex
Format:Taschenbuch
Der (angebliche) "Satansmord" von Sonderhausen in Thüringen liegt mittlerweile gute 12 Jahre zurück, aber dennoch verliert dieses Buch dadurch nichts von seiner Brisanz, Fakten und "Spannung".

Sehr gut recherchiert und spannend geschrieben geben die beiden Autoren Liane v. Billerbeck und Frank Nordhausen einen Einblick auf die damals involvierten Personen (Täter und Opfer), deren Angehörige und Freundeskreis:

Aufgezeigt von der Schulzeit & Freizeitaktivitäten, das Kennenlernen der Jugendlichen untereinander, der Mord (nach angeblichen "satanischen Vorbild", was sich aber sehr bald als (mehr oder weniger?) geplanter Mord OHNE jegliche "satanische Hintergründe" herauskristallisiert), der anschliessenden polizeilichen Ermittlungen und ja, letztendlich auch die Medienhetze (und deren extreme Verdrehungen der Wahrheiten und Fakten!) und der Gerichtsprozess der drei Hauptangeklagten und deren Aufenthalte (und "Weiterentwicklungen") im Gefängnis.

Aber dennoch endet das Buch hier nicht: dem Hauptangeklagten Hendrik Möbus (welcher inzwischen zum Neonazi wurde und dies auch "fleissig" kundtat wo er nur konnte) wird noch ein weiteres Kapitel gewidmet, in welchem von seiner Flucht in die USA berichtet wird und er dort nach einiger Zeit endlich doch gefasst werden konnte.

Auf den insgesamt 326 Seiten werden also in (zumeist) chronologischer Reihenfolge alle Taten und Fakten dem geneigten Leser unterbreitet, was zusätzlich noch mit passenden Bildmaterial, Fotos und Interviewauszügen sehr unterstützt wird.

Somit also eine "Biografie"(?) wie man sie sich wünscht und die den Leser auch wirklich selbst auf eine "Achterbahn der Gefühle" schickt, die immer irgendwo zwischen Abscheu, Faszination, Spannung und Kopfschütteln schwankt.

Dennoch muss ich leider auch 3 Kritikpunkte aufführen:

- auf Seite 140 werden in wenigen Zeilen "Gothics" von den Autoren als "Freaks" bezeichnet, die lediglich in "Todes- und Selbstmordfantasien" schweben und auf Friedhöfen rumhängen! So ein Schwachsinn!! Da wird schon so ein fundiertes Werk zu Papier gebracht (welches m.u. auch die "Hintergründe & Entstehung" das Satanismus beleuchtet) und dann wird mit solchen überholten Klischees gross aufgefahren.

- den Autoren hat es scheinbar auch grossen Spass bereit deren "persönliche Abneigung" gegen Horrorfilme in dem Buch hervorzuheben. Frei nach dem Motto: "die Horrorfilme sind Schuld an der ganzen Gewalt"... sicherlich haben die Angeklagten nachweisslich auch diese Art Filme konsumiert, aber die Autoren holen hier etwas zu sehr aus, was schon gar nichts mehr mit dem Fall zu tun hat!

- bei dem Kapitel "Der Knast" ist wiederum mehr Material zu lesen was eigentlich in die Vorgängerrubrik "Die Idole" gehört, als über den eigentlichen Knastaufenthalt (wird aber zum Ende des Kapitels hin wieder durch die Fakten und gute Schreibweisse "ausgebügelt").

Fazit: bis auf diese "kleinen Macken" kann ich dieses Buch wirklich mit sehr gutem Gewissen empfehlen... denn, lesenswert ist es in jedem Falle!

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15 von 25 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Ein Kunde
Format:Taschenbuch
Ich erinnere mich noch genau als im Jahre 1993 ein >Satansmord aus Sondershausen< für Schlagzeilen sorgte. Jugendliche welche ihren Mitschüler grausam umgebracht hätten, die Presse überschlug sich förmlich. Ich verfolgte jeden Bericht, jede Sendung um zu verstehen was sich zugetragen hatte. Doch leider blieb ein Gefühl zurück das nicht alles 'aufgedeckt' wurde, das die Presse die Dinge so 'hinbog' wie sie sich am besten Verkaufen würden, als Teufelstat von Satanisten... Jetzt wo dieses Buch draußen ist werden viele Dinge klarer, und man bekommt zum ersten mal (!) eine sachkundige Aufklärung über die wahren Hintergründe, welche zur Tat geführt haben. Fans von Absurd aber auch Kritiker sollten sich diesem Buch genauer widmen. Es zeigt 3 Täter, ein Opfer und die Tragödie welche die Tat mit sich führte... Man bekommt auch viele Bilder zu sehen welche es einem erleichtern einen Eindruck zu dem Geschriebenen zu erhalten. Selbst die Jenigen, welche glauben alles über den Verlauf der Geschichte in Sondershausen zu wissen, werden überrascht sein. Oder wußtet ihr das die Band Absurd ursprünglich aus 5 Mitgliedern bestand (?) das 'Sebastian Schauseil' ein Verhältnis mit seiner Lehrerin hatte (?) das 'Hendrik Möbus' als einziger nicht 'direkt' am Mord beteiligt war (?) das 'Andreas Kirchner' der einzige ist dem 'Cornelia Beyer ' verziehen hat (?) Ich empfehle jedem Wissbegierigen dieses Buch zu lesen, erst dann sieht man einige Dinge klarer. Der Schreibstil ist ehrlich und sensibel, man versucht alle Beteiligten näher zu bringen, zb. den Pfarrer Jürgen Hauskeller welcher sich berufen fühlt einen Kreuzzug gegen die Täter zu führen, Cornelia Beyer als leidende Mutter, die Presse welche gar nicht erst versucht hat 'gründlich' zu berichten und dafür sorgte das die Richter in einen Zugzwang kamen, der Begriff >Satansmord und Möbus< ist seitdem fest verankert, dabei hatte die Tat ganz andere Hintergründe... Aber auch die Täter werden genauer vorgestellt wie zb.'Sebastian Schauseil' welcher durch das Buch eine besondere Rolle bekommt. Seine intelligenz, seine Wirkung auf Frauen wird öfters deutlich betont, so das man als Leser den Eindruck gewinnen könnte das der Verfasser Bewunderung für Sebastian empfindet, nicht für seine Tat versteht sich, aber für seine 'Persönlichkeit'... Auch 'Hendrik Möbus' wird ein weites Kapitel geöffnet,welches sich aber hauptsächlich auf seinen politischen Wandel bezieht... Besonders interessant ist zu sehen wie das Gefängnis alle 3 Menschen deutlich verändert hat, und deshalb ist dieses Buch absolut wichtig (!) Schade ist nur das sich Sebastian selbst nicht zu Wort meldet,er ist in meinen Augen der Einzige welcher die genauen Umstände erklären und wiedergeben kann, doch er schweigt, gibt keine Interviews...

Eine Sache verstehe ich aber nicht, wenn das 'Keltenkreuz' in Deutschland verboten ist, wieso schmückt es dann das Coverbild (?) Zufall oder Absicht (?)

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1 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Kinder-Rezension
Format:Broschiert
Bin äußerst zufrieden mit dem erworbenen Produkt. Hat alles bestens geklappt. Wie gesagt: gebraucht kaufen ist durchaus lohnenswert.
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