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Satanismus
 
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Satanismus [Taschenbuch]

Josef Dvorak
2.9 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (15 Kundenrezensionen)

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Taschenbuch, 2000 --  


Produktinformation

  • Taschenbuch
  • Verlag: Heyne (2000)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3453172582
  • ISBN-13: 978-3453172586
  • Größe und/oder Gewicht: 17,8 x 11,4 x 3,6 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 2.9 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (15 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 477.108 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

Produktbeschreibungen

Aus der Amazon.de-Redaktion

Ein katholischer Theologe zelebriert "Schwarze Messen" und will das Phänomen Satanismus seriös verstehbar machen: Diesem Anspruch wird Josef Dvorak weitgehend gerecht. Trotz seiner eigenen Verflochtenheit in die Okkult-Szene hat sich Dvorak geistige Unabhängigkeit und Kritikfähigkeit bewahrt. Sein bereits 1989 erschienenes Buch gilt als Standardwerk für all jene, die hinter die sensationsheischenden Schlagzeilen blicken wollen.

In den Achtzigerjahren stand Dvorak selbst im Rampenlicht der Öffentlichkeit: Im österreichischen Burgenland und in Bremen zelebrierte er "Schwarze Messen", die im Fernsehen übertragen wurden und für einigen Wirbel sorgten. Dabei rezitierte er auch den Altmeister der Okkult-Szene Aleister Crowley und dessen satanisches Motto: "Es gibt keine Gnade, es gibt keine Schuld -- 'Tu was du willst' ist das Gesetz!" Ob Dvorak solche "Schwarzen Messen" als religiösen Akt oder "nur" als provozierende Aktions-Kunst verstand, bleibt auch nach der Lektüre seines Buches offen.

Leidenschaftlich sucht er nach Erklärungen für die Faszination des Satanismus. Verständlich führt er seine Leser durch das spannende Labyrinth verschiedener Satans-Kirchen und sexualmagischer Kultpraktiken, erklärt unvermutete Verbindungen -- zum Beispiel die Einflüsse satanistischen Gedankenguts auf die Nazi-Führungsclique. Auch schildert er den Kontakt des späteren Scientology-Gründers L. Ron Hubbard zum Zirkel um den Satanisten-Guru Crowley. Überzeugend lässt er die Stellung der römisch-katholischen Kirche zum Teufelsglauben seit der frühen Christenheit Revue passieren.

Die Botschaft Dvoraks komprimiert: Weil die Kirche dem Teufel den Stempel des Bösen und der Sünde aufgedrückt hat, wurde den Menschen eine wichtige Möglichkeit zur psychischen Verarbeitung ihrer Lebenswirklichkeit genommen. Die Verdrängung des Teufels habe letztendlich zu geschichtlichen Katastrophen wie dem Nationalsozialismus geführt. Kriminelle Auswüchse der heutigen Satanisten-Szene -- etwa rituelle Kindesopfer -- seien Verirrungen, der ein verantwortlicher Satanismus, wie ihn Dvorak selbst praktiziert, entgegen steuern könne. Natürlich sind diese Thesen streitbar -- bedenkenswert sind sie allemal. Durch die Fülle von Material gibt Dvorak seinen Lesern wichtige Argumente an die Hand und ermöglicht ihnen ein eigenes Urteil. --Uwe Birnstein

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Ob man nun unter Luzifer, Teufel oder Beelzebub im Lexikon nachschlägt, man landet jedes Mal bei der Gestalt Satans, die im christlichen Glauben den dunklen Gegenpol zu Gott repräsentiert -- und die immer schon einen dämonischen Reiz auf die Menschen ausübte. Entsprechend gibt es denn auch eine ansehnliche Zahl von Formen des Teufelskultes, über die Josef Dvorak eine Übersicht zu vermitteln sucht.

Dvoraks Zeigefinger ist dabei nicht permanent zur Warnung vor dem Bösen erhoben, sondern er beschreibt die ganz unterschiedlichen Ausprägungen des Satanismus. Beinahe hätte hier "er beschreibt einfach" gestanden, doch sowohl inhaltlich als auch im Stil ist Dvoraks Buch alles andere als einfach. Die satanistischen Spielarten sind ohnehin schwer zu fassen und Dvoraks Drang, dabei vieles mit der Psychoanalyse (seinem Berufsfeld) in Verbindung zu setzen, verkompliziert die Materie zusätzlich. Über die Rituale der Teufelsanbetung nähert sich Dvorak den verschiedenen Ansätzen des modernen Satanismus. Beginnend mit dessen Urvater, Aleister Crowley, geleitet Dvorak seine Leser durch eine Subkultur, deren bekannteste Vertreter A.S. LaVey, Charles Manson oder der "Ordo Templi Orientis" sind.

Doch angesichts vieler Namen und Formen muss man dem Buch neben der überaus komplexen Darstellung einen weiteren technischen Schwachpunkt ankreiden: das völlige Fehlen von Glossar und Register. Außer einem zwar ausführlichen, aber eher verwirrenden Inhaltsverzeichnis gibt es nichts, das es dem Leser ermöglichen würde, bestimmte Aspekte gezielt anzugehen. Fragen nach einzelnen Personen oder Ritualen hätte ein kleines A-Z sicherlich erleichtert. Denn die Fülle an Informationen in Dvoraks Band ist einfach zu groß, um sie beim ersten Lesen sofort zu erfassen -- das dürfte nur dem örtlichen Sektenbeauftragten gelingen. --Joachim Hohwieler

Kurzbeschreibung

Der Teufelskult übt eine ungebrochene Faszination auf Menschen in aller Welt aus und ruft, wo immer er auch praktiziert wird, erbitterte Gegner auf den Plan. Doch was steckt wirklich hinter den schwarzen Ritualen und skandalösen Happenings der Satanisten? Josef Dvorak legt hier eine ebenso wissenschaftlich fundierte wie auch spannende Gesamtdarstellung des Satanismus in all seinen Erscheinungsformen vor.Josef Dvorak ist katholischer Theologe, Psychoanalytiker und Mitbegründer des Wiener Aktionismus.

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Kundenrezensionen

Die hilfreichsten Kundenrezensionen
11 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Taschenbuch
Dvoraks Ausarbeitungen über das Thema des Satanismus, mit allen zu diesem Bereich assoziierten Themenfeldern, suchen heute noch Ihresgleichen. Dvoraks Ausarbeitungen verdienen nicht nur deswegen eine Auszeichnung, weil er verhältnismäßig paradigmenfrei das Thema behandelt und zum Anderen, weil er das komplexe Phänomen des Satanismus in allen seinen Facetten kultur- wie geisteswissenschaftlich beleuchtet. Besonders wertvoll machen gerade seine einzigartigen Ausarbeitungen durch das Hinzuziehen psychoanalytischer Forschungsansätze, wodurch das Thema des Satanismus eine besondere Tiefe und Aktualität erhält. Satanismus stellt somit nicht nur eine weltanschauliche Angelegenheit für darin Interessierte dar, sondern ist ein individualpsychologisches wie gesellschaftliches Phänomen insgesamt. Es ist mit freudiger Überraschung zu konstatieren, dass Dvoraks Werk trotz seiner ausgeprägten Komplexität bereits seine 5. Auflage in der Taschenbuchausgabe erlebt hat. Man kann nur weiterhin gespannt und ungeduldig auf seinen schon lange geplanten Fortsetzungsband hoffen.
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9 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Lesen bildet! 25. März 2001
Von Ein Kunde
Format:Taschenbuch
Immer noch DAS deutsche Standardwerk zum Thema Satanismus. Der Titel ist Programm: preisgünstig, interessant und verständlich geschrieben, betrachtet das Buch diese Philosophie, Kunstrichtung und Religion aus unterschiedlichen Blickwinkeln.

Es wird eine Fülle an Informationen präsentiert, die man so geballt kaum anderswo finden wird. Angenehmerweise ohne dabei in die besserwisserische, tendenziöse und sauertöpfische Tonlage gewisser selbsternannter "Experten", Moralapostel, und Sektenbeauftragter zu verfallen.

Wer sich für die Geschichte des Satanismus, seine Ursprünge und Wurzeln interessiert - also nicht nur Hokuspocus oder Gruselgeschichten von gotteslästerlichen, einbeinigen und kinderschlachtenden Zwergen, die sich mit schwarzen Ziegenböcken paaren - wird voll auf seine Kosten kommen.

Wer einen wirklich aufgeschlossenen, aber nicht sensationsheischenden Einblick in das möchte, was sich so alles an Kontrasten,Absurditäten, Persönlichkeiten und Gegensätzlichkeiten unter dem Schlagwort Satanismus miteinander tummelt, kommt an der Lektüre dieses Buches einfach nicht vorbei.Oder hätten Sie gewusst, dass ein so ehrenwerter und spiritueller Mensch wie Rudolf Steiner, Mitglied im gleichen magischen Orden war wie "der verdorbenste Mann der Welt"? Eben.

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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
jenseits von gut und böse? 13. Januar 2006
Format:Taschenbuch
das buch wartet mit einer schier nicht enden wollenden informationsflut auf, die aufgrund der biographie des autoren als authentisches insiderwissen beurteilt werden muss. so kommt auch die hohe punktzahl zustande. die kehrseite der schillernden persönlichkeit dvoraks ist sein auffälliger formaler gedankengang. ständig wundert man sich über die strukturlosigkeit und die ideenflucht macht das lesen bisweilen anstrengend, der rote faden geht immer wieder verloren.

man muss dem werk leidenschaft, informationsfülle und authenzität zu gute halten. aber die behauptung des autors psychoanalytiker (am ende noch IPV) zu sein ist die krönung, dann schon eher schizotype persönlichkeit!

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Die neuesten Kundenrezensionen
Manches fehlt ...
Der Autor geht auf verschiedene Aspekte dieses Themas, (was ein 'weites Feld' ist), recht ausführlich ein und betrachtet es auf seine Weise. Lesen Sie weiter...
Vor 10 Monaten von Rubin 9 veröffentlicht
Weniger ist manchmal mehr
Und im Falle von Dvoraks 'Satanismus' wäre ich für weniger in der Tat dankbar gewesen.
Zunächst einmal weisen von den annähernd 450 Seiten des Werks nur... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 20. Mai 2009 von Sethnacht
Hirnwichserei in einem positiven Sinne
Es ist definitiv kein Werk das mein einfach in die Hand nehmen kann um sich eine bestimmte Information her rauszusuchen. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 21. März 2009 von T. Fruhner
Erschreckend informativ
Der Autor ist selber katholischer Theologe, hat aber ein Buch geschrieben, dass überraschend sachlich versucht verschiedene Phänomene zu erklären die ganz allgemein... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 8. Februar 2009 von Historienfreak
Janusbuch
Dies ist kein gewöhnliches Buch über Satanismus, was nicht zuletzt daran liegt, dass der Autor weder evangelikaler Aktivist noch einer dieser neuzeitlichen Teufelspfaffen... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 27. Juni 2006 von Oscar
Lesen bildet nicht jeden
Mit stets und gerne wiederholten "Fakten" ist das so eine Sache. Längst ist beispielsweise widerlegt, dass Rudolf Steiner jemals Mitglied des OTO oder gar Vorgänger... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 14. Mai 2006 von Wes
Unsachlich und schlecht
Ich weiss nicht was Herr Dvorak uns da mit seinem Buch suggerieren will, aber allein die Tatsache das er Crowley als Satanisten-Guru erwähnt spricht für sich und... Lesen Sie weiter...
Am 5. Juli 2004 veröffentlicht
Unbrauchbar
Der Autor besticht bei seinem "Werk" nicht gerade durch Sachlichkeit, Präzision und Artikulationsvermögen.
Insgesamt definitiv nicht zu empfehlen!
Am 24. Dezember 2002 veröffentlicht
Keine Einführung, aber sehr detalierte Abhandlung.
Sicherlich kann man nicht behaupten, daß Dvorak sein Buch für die breite Masse geschrieben hat. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 10. August 2001 von MeldrynKar
Viele Informationen machen kein gutes Buch
Dieses Buch wollte ich als Quelle für ein Referrat nutzen. Außerdem wollte ich mich selbst mit dem Thema Satanismus auseinandersetzen. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 7. Juli 2001 von The Duke
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