Ohne Ende sind die guten Stones für "Their Satanic Majesties Request" seiner Zeit gescholten worden - das Ganze sein nur ein müder Abklatsch von "Sgt. Pepper's", dem Spacetrip der Kollegen aus Liverpool - sogar die Herren selbst gestehen heute ein, die Platte habe bereits damals schon "niemanden in der Band wirklich zufriedengestellt". Dabei entwerfen die zehn Songs jeder eine kleine Galaxie, die sich in ihrer Gesamtheit, unterstützt vom herrlichen Cover-Artwork, zu einem Universum des Schönen, Seltsamen und seltsam Schönen verknüpfen, wie es die Musikgeschichte seither nicht mehr gesehen hat - und das, obwohl Scharen von Prog-Rockern sich in den Siebzigern daran versuchten. "Citadel", "2000 Man", "She's A Rainbow" und "Gomper" sind allesamt wunderschöne, zerbrechliche Songs, die sich jeder weiteren musikalischen Klassifizierung ebenso entziehen wie die restlichen, allesamt einzigartigen Stücke. Man gibt also besser mal wieder wenig auf die Worte von Seiten der (zeitgenössischen) Kritik und der Bandmitglieder selbst und öffnet sich dem Kosmos von "Their Satanic Majesties Request". If the world still feels black and white, let's color it... (Dies ist eine Amazon.de an der Uni-Studentenrezension.)