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Satan Loco
 
 
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Satan Loco [Broschiert]

Helge Schneider
3.4 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (7 Kundenrezensionen)
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Produktinformation

  • Broschiert: 208 Seiten
  • Verlag: Kiepenheuer & Witsch; Auflage: 1., Auflage (9. Mai 2011)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3462043048
  • ISBN-13: 978-3462043044
  • Größe und/oder Gewicht: 18,8 x 12,4 x 0,8 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 3.4 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (7 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 27.226 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

Produktbeschreibungen

Pressestimmen

"Der Meister der sinnlosen Sätze" Frankfurter Allgemeine Zeitung

Kurzbeschreibung

"Auf dem Boden in der Kirche lag ein zusammengeknüllter Damenslip."

"Das laute Geknatter kam von da drüben! Ein harscher Strahl Licht rannte über die mit Reliefs bekörperte Wand des Gotteshauses und verformte sich zu einem grellen Blitzezucken, genau über dem großen Fenster, wo die Jungfrau Maria ihr Kind im Arm wiegt, dann verschwand das Gleißen, und plötzlich, ohne Vorwarnung, raste die Silhouette eines Höllenmotorrads durch das Hauptportal, riss das Becken mit dem Weihwasser mit sich und sprang über den Altar, landete scheppernd an der Stirnwand, wo die Kerzen diesen unheimlichen, brennenden Schein fabriziert hatten, doch nun war das gesamte Kerzenfeuer schlagartig verworfen." Wer ist der Akteur dieses wilden Auftritts? Vielleicht ein dummer Bruder des Teufels? Wo spielt denn dieses Inferno? In einer wüstenähnlichen Gegend im spanischen Hochland? Vielleicht aber später auch in Köln oder Südamerika? Das ganze Buch ist eine sehr mystische Angelegenheit, bei der man nicht viel voraussagen kann - nicht einmal, ob der Kommissar Schneider auftreten wird. Alles bleibt mysteriös und vage ...


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14 von 18 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Aussteigerfantasien 8. Mai 2011
Von junior-soprano TOP 500 REZENSENT VINE™-PRODUKTTESTER
Format:Broschiert
Bei seinen Filmen hatte Helge Schneider mit Jazzclub einen neuen Weg eingeschlagen. Plötzlich war da weniger Albernheit und viel mehr Realismus, mehr Tragik und offensichtlich auch viel mehr vom echten Menschen, vielleicht sogar von der Privatperson Helge Schneider zu sehen. Ein talentierter Musiker mit einer riesigen Leidenschaft für Jazz, ein Mann mit Mut zur eigenen Meinung und einem ganz eigenen Sinn für Humor. Ich finde diesen Mann noch viel grossartiger als den Mann, den er in Texas gegeben hat.
Ist der neueste Kommissar Schneider Roman Satan Loco nun auch ernsthafter geworden als frühere Abenteuer des Ermittlers, der nach eigenen Angaben sehr, sehr gut ist? Die Veränderungen sind vielleicht weniger stark erkennbar als der Sprung von Praxis Dr. Hasenbein (der auch schon viel Realismus bot, etwa den deprimierenden Umgang mit Rentnern) zu Jazzclub.
Kann sein, dass es mir nur so vorkommt, weil die Lektüre des letzten Schneider Romans einige Jahre zurückliegt, aber ich bilde mir ein, dass Schneider dieses Mal besonders viel Wert auf literarische Qualität gelegt hat. Die Sätze klingen durchdachter und vielleicht ist das alles eine Parodie auf Filme und Bücher, die ich gar nicht kenne. Im Kern scheint es aber um ganz alltägliche Dinge zu gehen. Das Genervtsein von Sendungen wie Die goldene Kamera, die Farblosigkeit des Ehelebens (bei der man müde von der Arbeit kommt und dann Fussball oder sowas gucken muss - wie es Schneider sehr amüsant schildert). Die Hauptfigur des sehr, sehr dünnen Romans Satan Loco aber auch Kommissar Schneider und die anderen Figuren sind in der Krise. Vielleicht mal was ganz anderes anfangen? Die Tochter des Kommissars versucht sich als Model (eine Anspielung auf Klums Fernsehsendung?), Satan Loco denkt über einen kompletten Neuanfang nach und der Kommissar befürchtet sich im Alter plötzlich zu Männern hingezogen zu fühlen. Obwohl die Geschichte eigentlich ein Fall ohne Motiv und noch bemerkenswerter, ohne bisherige Tat ist, kommen doch zahlreiche Menschen auf sehr sonderbare Weise ums Leben. Skurril, skurril diese Szenen. Trotz zunehmender Reife kann Helge also immer noch herrlich albern sein. Etwa dann, wenn er das lästige Rauchverbot erläutert oder den schwäbischen Camper und seine Frau beschreibt. Ich habe viel gelacht beim Lesen!

Der Roman spielt auf Mallorca und bietet sich deshalb auch als leichte und für Fans sehr unterhaltsame Urlaubslektüre an. Neue Anhänger wird Helge Schneider mit diesem Werk vielleicht nicht erreichen, für mich als Verehrer dieses brillanten Entertainers ist es so wie der Kommissar: guuuuhuuuhuuut.

138 Seiten, Softcover, 12 Kulizeichnungen des Autors in s/w, KiWi 2011
War diese Rezension für Sie hilfreich?
1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Das bisher schlechteste 26. März 2012
Format:Broschiert|Von Amazon bestätigter Kauf
Bisher ein großer Fan von Helge-Romanen kann ich dieses Buch leider nicht empfehlen. Ziemlich anstrengend zu lesen, immer kurze unzusammenhängende Passagen, die den Leser im dunklen halten und auch keinen roten Faden erkennen lassen.
War diese Rezension für Sie hilfreich?
1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Michael Schäfer TOP 1000 REZENSENT
Format:Broschiert
Da die Polizei nach wie vor nicht auf ihn verzichten kann, weil er so gut ist, schickt Helge Schneider seinen gleichnamigen Kommissar ein sechstes Mal ins Rennen. Nach so langer Zeit könnte man eine erzwungene Rückkehr zu einer altgedienten Figur befürchten, doch weit gefehlt: Helge gelingt - mal wieder - ein echtes Husarenstück. Schneiders Roman sind ja allesamt Genreparodien, die Gattungskonventionen mit brachialer Gewalt aufbrechen und infrage stellen. Man hätte denken können, dass die 5 Vorgängerkrimis dies in Bezug auf dieses doch oft in starren Grenzen verharrende Genre bereits bis zum Letzten geleistet hätten. Doch auch dies ist ein Irrtum, Helge führt den Krimi nun in ultimativer Weise ad absurdum, indem er seinen Kommissar ermitteln lässt, obwohl es keinen Täter, kein Opfer, ja einfach gar keinen Fall gibt. Der Kommissar reist einfach mal nach Mallorca, wo seine Tochter auf einen angeblichen Modefotographen, den fiesen Jeremy, hereingefallen ist, und weil er auf den so wütend ist, beginnt er mal drauf los zu ermitteln. Parallel dazu erzählt der Roman die Geschichte eines gewalttätigen, aber gutmütigen Motorradaussteigers (Satan Loco eben, eine dieser Schneider-typischen, ambivalenten Außenseiterfiguren in der Tradition des Diogenes von Sinope), und seines besten Freundes, eines Pumas (natürlich ist dieses Tier die einzige Figur, die charakterlich noch integerer ist als der einsame Wolf Satan Loco). Und so ermittelt der Kommissar einfach mal drauf los, die Geschichte erzählt auch, wie man das bei Helges Romanen kennt, einfach mal zusammenhanglos und episodenhaft drauf los, gespickt mit irrwitzigen Zwischenfällen, bei denen man aus dem Lachen gar nicht mehr herauskommt ' und am Ende treffen dann die Geschichten der drei Hauptfiguren (des Kommissars Schneider, Satan Loco und des fiesen Jeremy) in so konstruiert-zufälliger Weise zusammen, dass man darin nur eine spöttische Parodie der oft so krude zurechtgebogenen Handlungen typischer Kriminal- und Detektivgeschichten sehen kann. Natürlich ist es letztendlich nur dem Einschreiten des Kommissars überhaupt zu verdanken, dass erst das Verbrechen Einzug in diese Geschichte erhält, wenn er auch selbst längst nicht mehr so gewalttätig auftritt wie in den ersten Kommissar-Schneider-Krimis. Vielmehr werden die Tendenzen aus 'Aprikose, Banane, Erdbeer' aufgegriffen und weitergeführt: Es sind der Zufall, die oft unglücklichen äußeren Umstände, die die Aussteigerfiguren der jüngeren Schneider-Romane zu Verbrechern, ja zu Mördern machen. So erhält auch 'Satan Loco', ganz wie sein Krimi-Vorgänger, eine überaus nachdenkliche Note, wenn auch der krude Humor Schneiders selbstverständlich immerfort überwiegt. Bemerkenswert ist dabei, wie nah Schneiders Roman an hochaktuellen Diskursen dran ist, die die gesellschaftlichen und medialen Diskussionen prägen. Auf diese Weise ist 'Satan Loco' mal wieder ein äußerst rundes, gelungenes Werk Schneiders geworden, das zugleich überrascht und auch auf bewährte Muster Schneiderschen Humors zurückgreift. Sein Projekt, die Gattungskonventionen des Krimi auf möglichst schonungslose Weise bloßzulegen, dürfte mit diesem ganz neuen Niveau der Genreparodie, des Krimis völlig ohne Fall, Täter und Opfer, nun aber abgeschlossen sein, sodass aus meiner Sicht leider vorerst kein neuer Kommissar Schneider-Roman zu erwarten sein dürfte. Mal sehen, was sich der Meister der Genreparodie als nächstes einfallen lässt.
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