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Sarrazin: Eine deutsche Debatte: Deutschlandstiftung Integration
 
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Sarrazin: Eine deutsche Debatte: Deutschlandstiftung Integration [Taschenbuch]

- , Deutschlandstiftung Integration
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Produktinformation

  • Taschenbuch: 240 Seiten
  • Verlag: Piper; Auflage: 2 (November 2010)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3492054641
  • ISBN-13: 978-3492054645
  • Größe und/oder Gewicht: 20,4 x 12,2 x 2,2 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.2 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (6 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 113.014 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

Produktbeschreibungen

Kurzbeschreibung

Hier sind die wichtigsten Autoren und die entscheidenden Texte versammelt zu einer Debatte, die Deutschland verändert hat. Kritik wie Unterstützung, abwägende Analyse wie Polemik: Wer über dieses entscheidende Thema mitreden will, sollte alle Standpunkte kennen. – Texte von: Hamed Abdel-Samad • Götz Aly • Daniel Bax • Henryk M. Broder • Hildburg Bruns • Constanze von Bullion • Daniel Delhaes • Klaus von Dohnanyi • Ernst Elitz • Erich Follath • Ralph Giordano • Steffen Grimberg • Stephan Hebel • Steffen Hebestreit • Ulrike Herrmann • Hans-Ulrich Jörges • Necla Kelek • Tanit Koch • Roger Köppel • Berthold Kohler • Andrian Kreye • Karen Krüger • Ahmet Külahçı • Gesine Lötzsch • Monika Maron • Matthias Matussek • Oswald Metzger • Frank A. Meyer • Nils Minkmar • Robert Misik • Mathias Müller von Blumencron • Günther Nonnenmacher • Celal Özcan • Stefanie Paul • Gari Pavkovic • Heribert Prantl • Avi Primor • Donata Riedel • Evelyn Roll • Frank Schirrmacher • Jakob Schlandt • Christoph M. Schmidt • Daniel Schreiber • Eberhard Schultz • Armgard Seegers • Andrea Seibel • Rafael Seligmann • Maram Stern • Oliver Stock • Karlen Vesper • Arno Widmann • Alke Wierth • Leon de Winter • Feridun Zaimoglu

Über den Autor

Die Deutschlandstiftung Integration wurde 2008 vom Verband Deutscher Zeitschriftenverleger (VDZ) ins Leben gerufen. Die Stiftung möchte mit ihren Aktivitäten die Chancengerechtigkeit von Mitbürgerinnen und Mitbürgern mit Migrationshintergrund in Deutschland fördern. Der Abbau von Sprachbarrieren, die Förderung von Lese- und Schreibfähigkeit sowie der Kommunikationskompetenz stehen im Vordergrund der Stiftungsbemühungen. Weitere Informationen im Internet unter: www.deutschlandstiftung.net

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Kundenrezensionen

Die hilfreichsten Kundenrezensionen
59 von 67 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Falk Müller TOP 100 REZENSENT
Kaum ein Buch hat in den letzten Jahren eine solche Debatte ausgelöst wie Thilo Sarrazins "Deutschland schafft sich ab". Inwieweit man seinen Thesen zustimmt, hängt vom politischen Standpunkt ab. Auf jeden Fall hat er in Deutschland eine breite Diskussion über das Thema Migration ausgelöst. Dass diese notwendig war und ist, bestreiten nicht einmal seine Gegner.

Im Buch wird nochmal das ganze Spektrum der Diskussion abgebildet, die uns in den letzten Monaten begleitet hat. Und zwar in Form einer Zusammenstellung von über 50 Beiträgen bekannter und weniger bekannter Journalisten, Politiker oder auch Schriftsteller, die in den grossen und meinungsbildenden Zeitschriften Deutschlands veröffentlicht wurden - sei es nun die FAZ, die "Süddeutsche Zeitung", die BILD-Zeitung, die "Tageszeitung" oder die türkische "Hürriyet". Man sieht an dieser beispielhaften Aufzählung schon, dass bei der Auswahl der Beiträge die ganze politische Bandbreite abgedeckt wurde.

Die Beiträge sind chronologisch nach Veröffentlichungsdatum aufgeführt, der erste stammt vom 26.08.2010, der letzte vom 14.10.2010. Dadurch kann man nochmal gut den Verlauf der Debatte nachvollziehen. Stand am Anfang noch die Frage im Vordergrund, ob das Buch mit seinen provokanten Thesen überhaupt hätte erscheinen dürfen, versachlichte sich die Debatte in den Wochen danach. Inzwischen geht es vor allem darum, welche Schlüsse man aus dem Buch ziehen kann und muss - denn dass politischer Handlungsbedarf bei der Integration besteht, das ist mittlerweile gesellschaftlicher Konsens.

Interessant ist das Buch aber noch unter einem anderen Aspekt. Es geht nämlich auch um die Frage: Wie viel Meinungsäusserungsfreiheit verkraftet Deutschland. Hier gibt es einen interessanten Beitrag mit dem Titel: "Selbst wenn Sarrazin unrecht hätte" vom Schweizer Journalisten Roger Köppel. Dieser verweist zurecht auf die Tatsache, dass man von Anfang an auf die Person Sarrazin zielte, um sich nicht mit seinen Thesen auseinander setzen zu müssen. Köpppel erinnert daran, dass Merkel, Wulff oder Westerwelle mehr oder minder direkt die unehrenhafte Entfernung Sarrazins aus seiner Position bei der Bundesbank forderten. Jeder, so der Autor, muss aber sagen dürfen, was er will - ohne politische Ächtung oder Arbeitsplatzverlust fürchten zu müssen. In einer Demokratie muss es ausdrücklich erlaubt sein, Dinge zu sagen, die Anstoss erregen und den Mächtigen und anderen Minderheiten mißfallen. Selbst wenn Sarrazin komplett falsch läge, wäre es undemokratisch, ihn dafür abzustrafen.
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4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
jeder hat seine Meinung 5. Februar 2012
Von Platinum
Thilo S. hat mit seinem herrlichen Buch eine Debatte vom Zaun gebrochen, die inzwischen wieder eingeschlafen ist. Schließlich will man ob der deutschfeindlichen Politik keine schlafenden Hunde wecken und Volkes Zorn provozieren. Statt dessen REDET man einfach mal über das Thema, in Talkshows, im Stammlokal, beim Abendbrot und in der Mittagspause, lässt jeden Mitbürger zu Wort kommen, demonstriert DEMOKRATIE und einigt sich stillschweigend dann darauf, daß Herr S vielleicht in einigen, ganz wenigen, unbedeutenden Punkten ein ganz kleines bißchen Recht haben mag, aber im Großen und Ganzen ists doch alles ganz herrlich in unserem Vielvölkerstaat:-)

Unter diesem Gesichtspunkt ist dieses Buch zu sehen. Jeder brave Bürger durfte sich zu Herrn S äußern und auch große Denker, allen voran der wunderbare Götz A., durften ihre berechnende Kritik an Thilos Thesen loswerden. Der Verlag gab noch ein wenig Geld dazu und schon haben wir uns an unserer politisch korrekten Meinung auch noch ein wenig bereichert. Hauptsache, es passiert nicht wieder und es kommt zu keiner - dringend nötigen - Veränderung in der BRD. Und wenn der 8 jährige Sohn meines Nachbarn, blond und hübsch und sogar gar nicht dumm, in der Schule von den Deutschländern als Nazi und Kartoffel und Blondchen und Scheißdeutscher beschimpft wird und von diesen mehr als die Hälfte es nicht fertig bringt, den Namen der Lehrerin korrekt auszusprechen und meine Nachbarin inzwischen nicht mehr weiß, wie sie ihrem Sohn dieses Mobbing erklären soll, dann ist das doch auch nur ein Zeichen für UNSERE eingeschränkte Weltsicht - rückwärtsgewandt, ideologisch krank, braun und menschenverachtend. WIR haben halt nicht die nötige Coolness, um über solche kleine-Jungen-Streiche hinwegzusehen..
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23 von 28 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Detlef Rüsch #1 HALL OF FAME REZENSENT TOP 10 REZENSENT
"Sarrazin. Eine deutsche Debatte" ist eine ausgesprochen breite Sammlung an Texten zur Debatte um das Buch "Deutschland schafft sich ab" von Thilo Sarrazin. Es enthält über 50 Interviews, Kurzberichte, Leitartikel, Artikel aus Print- und Online-Medien, die mal Polemik, mal Kritik, mal Unterstützung und mal ausgeprägte Analyse zum Ausdruck bringen. Die Sammlung erhebt nicht den Anspruch der Vollzähligkeit und reicht vom 26. August 2010 bis zum 14. Oktober 2010. Autor/-in, Titel, Medium und Erscheinungsdatum werden jeweils klar angegeben. Im angefügten Autorenverzeichnis werden sämtliche Autoren/-innen noch einmal aufgeführt und dabei mit ihrem jeweiligen Geburtsjahrgang, dem beruflichen Hintergrund und den entsprechenden Medien, für die sie schreiben, benannt. Herausgeber ist die 2008 vom VDZ (Verband Deutscher Zeitschriftenverleger) gegründete Deutschlandstiftung Integration, die lediglich im kurzen Vorwort Stellung bezieht und die sogenannte "Sarrazin- Debatte" als einen Beitrag zur Inetgrationsdiskussion ansieht.
Das Kompendium selbst macht deutlich, dass es wenig hilfreich ist, bei der Integration und der Bewertung des Buches von Thilo Sarrazin auf die üblichen Schwarz-Weiß- Reflexe zurückzugreifen; es wird vielmehr sichtbar, dass die Thematik der Integration von Menschen in Deutschland zu komplex ist, als nach einfachen Lösungen zu suchen. Vor allem machen die Beiträge klar, dass auch ein "Verschleiern" bzw. "Schönreden" von Zuständen bzw. Misständen wenig förderlich sind. Und man wird sich immer wieder dabei ertappen, dass man sowohl dem einen, als auch anderen Argumentationssträngen folgen könnte.
Für mich ist die Stärke des Buches, dass hier sowohl von der Herkunft, dem Alter und von der (partei-) politischenden Ausrichtung der Autoren/-innen her als auch von der jeweiligen politischen Prägung des jeweiligen Mediums her ganz unterschiedliche Positionen berücksichtigt worden sind; auch wenn ich Auszüge aus "DIE ZEIT"- Artikeln vermisse. Diese wären wohl zu ausführlich gewesen. Sonst aber lässt sich das Buch sehr gut lesen und verdeutlicht nicht nur die Schwierigkeiten in der Diskussion um Integration, sondern macht auch klar, wie die Meinungsbildung in Deutschland von Medien geprägt wird. Insbesondere der Aspekt, dass viele Beteiligte nur die Auszüge und nicht das Buch als Ganzes gelesen haben, wirkt offenbarend. So müssen sich wohl auch viele Autoren/-innen und Politiker/-innen fragen, inwieweit sie mit ihren Äußerungen die Debatte unnötig - und teilweise in eine Richtung weisend - geschürt, eine Plattform geboten haben und damit einer Polarisierung Vorschub geleistet haben, welche keine vernünftige Auseinandersetzung mehr ermöglicht. So stellen die Artikel des Buches die Debatte in einen breiteren zeitlichen Kontext und machen auf politische Versäumnisse aufmerksam, die jeder politischen Strömung anzulasten ist. Von daher ist das Buch aber auch zukunftsgerichtet und lässt einen mit diversen Argumenten und Vorschlägen zurück, die man weiter in der alltäglichen Auseinandersetzung einbringen kann. Deutschland ist nicht mehr schwarz- weiß, sondern bunt. Und bezogen auf die Flagge könnte man sagen: aller guten Dinge sind mindestens 3: schwarz - rot - gold! Und wer letzten Endes sich darunter wie als deutsche Bürger/-innen wie auch immer identifizieren kann, sollte vernünftig diskutiert werden. Wer Unterschiede total nivelliert, tut sich genauso wenig einen Gefallen, wie derjenige, der keinen gemeinsamen Nenner mehr sucht - und sei es nur der "kleinste gemeinsame Nenner"!
Dieses Buch ist ein Muss für alle, die mitdiskutieren wollen und an einer integrativen Gestaltung Deutschlands interessiert sind. Und vor allem: man sollte dieses Buch ganz - und nicht nur in Auszügen - lesen, lesen, lesen - und diskutieren!
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