Möchten Sie verkaufen? Hier verkaufen
Sargassomeer. Roman.
 
Größeres Bild
 
Den Verlag informieren!
Ich möchte dieses Buch auf dem Kindle lesen.

Sie haben keinen Kindle? Hier kaufen oder eine gratis Kindle Lese-App herunterladen.

Sargassomeer. Roman. [Broschiert]

Jean Rhys
4.2 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (4 Kundenrezensionen)

Erhältlich bei diesen Anbietern.


Weitere Ausgaben

Amazon-Preis Neu ab Gebraucht ab
Gebundene Ausgabe --  
Broschiert EUR 8,90  
Broschiert, 1993 --  
Unbekannter Einband --  

Kunden, die diesen Artikel gekauft haben, kauften auch


Produktinformation

  • Broschiert: 188 Seiten
  • Verlag: Dtv (1993)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3423117168
  • ISBN-13: 978-3423117166
  • Größe und/oder Gewicht: 17,8 x 10,8 x 1,2 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.2 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (4 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 1.079.273 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

Mehr über den Autor

Jean Rhys
Entdecken Sie Bücher, lesen Sie über Autoren und mehr

Besuchen Sie die Seite von Jean Rhys auf Amazon

Produktbeschreibungen

Kurzbeschreibung

Der Roman "Sargassomeer" hat einen historischen Hintergrund. Es ist die in drei Kapiteln erzählte Geschichte der ersten Mrs. Rochester, der wahnsinnigen, aus Westindien stammenden Ehefrau aus Charlotte Brontës Roman "Jane Eyre". Die Handlung spielt um 1830 nach Abschaffung der Sklaverei in den britischen Kolonien und jenseits des Meeres in England und erzählt vom Verlust und der Leidenschaft. -- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.

Autorenportrait

Autor Jean Rhys wurde 1890 als Tochter eines walisischen Arztes und einer weißen Kreolin auf der kleinen westindischen Insel Domenica geboren. 1923 begann sie in Paris - gefördert von Ford Maddox Ford - zu schreiben. Bis 1939 erschienen Erzählungen und vier Romane. Erst 1966, mit der Veröffentlichung von "Sargassomeer", wird Jean Rhys wiederentdeckt, ihr literarischer Rang mit Sylvia Plath und Virginia Woolf verglichen. Jean Rhys starb im Mai 1979 in Devonshire. Ihr Werk erscheint jetzt im Berliner Taschenbuch Verlag.

Welche anderen Artikel kaufen Kunden, nachdem sie diesen Artikel angesehen haben?


Tags, die Kunden mit diesem Produkt verbinden

 (Was ist das?)
Klicken Sie zum Suchen verwandter Artikel, Diskussionen oder Personen auf ein Tag.
 

 

Eine digitale Version dieses Buchs im Kindle-Shop verkaufen

Wenn Sie ein Verleger oder Autor sind und die digitalen Rechte an einem Buch haben, können Sie die digitale Version des Buchs in unserem Kindle-Shop verkaufen. Weitere Informationen

Kundenrezensionen

Die hilfreichsten Kundenrezensionen
4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Qui est la? Wer bin ich? 4. Oktober 2010
Von Tanja Heckendorn TOP 500 REZENSENT VINE™-PRODUKTTESTER
Format:Broschiert|Von Amazon bestätigter Kauf
Jean Rhys, die selbst in der Karibik aufgewachsen ist, rebelliert in diesem Werk gegen die Darstellung der verrückten Bertha Mason, die man in dem berühmten viktorianischen Roman Jane Eyre findet. Beeinflusst von den Widerstandsbewegungen der karibischen Völker und der Frauenbewegung verleiht sie der Heldin ihrer alternativen Geschichte, die als Vorgänger zu Charlotte Brontes Werk gelten kann, eine starke Stimme. Bertha Mason ist hier die weiße Kreolin Antoinette Cosway, die auf ihrer Suche nach ihrer wahren Identität erst zwischen der karibischen und der englischen Welt hin und hergerissen ist, bis sie vom Repräsentant der viktorianischen Gesellschaft, Mr. Rochester, ihrer Wurzeln und Heimat beraubt wird und dennoch genügend Stärke entwickelt, um sich aus dem Gefängnis der grausamen Sklaverei zu befreien.

Der Roman ist in drei Erzählbereiche aufgeteilt.
Der erste Teil wird aus der Sicht der jungen Antoinette gestaltet. Sie berichtet von ihrer Kindheit auf der ehemaligen Zuckerrohrplantage der Cosways auf der Insel Jamaika. Die Coulibri-Plantage wird dabei zum Symbol für unterdrückte Gewalt und dem Wunsch nach Rache. Die Tage der Sklaverei sind noch nicht lange zu Ende gegangen. Die schwarze Bevölkerung verachtet die Witwe Anette Cosway, die nach dem Tod ihres Mannes, einem grausamen Sklavenbesitzes, verarmt ist. Da die kleine Tochter, Antoinette, nur wenig Zuneigung von ihrer Mutter erhält, sucht sie Abwechslung in der Natur, die sie liebt. Außerdem lässt sie sich gerne von der geheimnisvollen Hausdienerin, Christophine, beeinflussen. Doch die phantasievollen Spiele draußen und ihre Freundschaft mit dem schwarzen Mädchen, Tia, nehmen ein jähes Ende, als Anette Cosway ein zweites Mal heiratet.
Mr. Mason der neue Herr auf Coulibri, beginnt sogleich die wilde Umgebung in einen englischen Garten zu verwandeln. Der neue Reichtum lässt jedoch rassische Auseinanderset-zungen wieder aufleben. Anette spürt die Gefahr, doch ihr Ehemann lässt sich trotz hartnäckigen Versuchen nicht überreden, mit seiner Familie den Ort zu verlassen. Doch dann kommt es tatsächlich zu einem Angriff auf die Plantage, der Antoinette alles verändern soll. Mr. Mason ist in der Folge noch mehr bemüht, aus seiner Adoptivtochter eine ehrbare Engländerin zu machen, die er durch eine standesgemäße Heirat vor ihrem Schicksal bewahren möchte, doch gerade dieser Plan soll zu einer Entwurzelung Antoinettes führen, die schlimme Folgen für sie hat.
Der zweite Teil wird fast ausschließlich aus der Sicht Rochesters geschildert. Nur vier Wochen, dabei drei davon mit Fieber ans Bett gefesselt, ist der junge Engländer auf Jamaika, dann ist er bereits verheiratet mit dem schönsten Mädchen von Spanish Town. Seine Ehefrau ist ihm, genau wie seine neue Umgebung, fremd und etwas unheimlich. Seinen Frust und seine mangelnde Fähigkeit auf die fremden Eindrücke einzugehen, überträgt er auch die arme Antoinette. Als ihn ein Brief von einem gewissen Daniel Cosway erreicht, der ihm die Augen über die verrückte Familie, an die sich Rochester durch einen schweren Betrug gebunden hat, öffnen will, scheinen die Zeilen nur das zu bestätigen, was er tief im Herzen schon befürchtet hat. Das dieser hasserfüllte Mann nur durch Halbwahrheiten und Lügen Schaden anrichten will, zieht er nicht in Betracht. Verzweifelt versucht Antoinette ihren Ehemann wieder zu gewinnen, doch leider ist das angewandte Mittel alles andere als geschickt gewählt...
Der dritte Teil wirkt für Jane-Eyre-Leser vertraut. Antoinette, die den Namen Bertha aufgedrängt bekommen hat, lebt auf dem Dachboden von Thornfield Hall. Ihre Wärterin, Grace Poole, ist ihre einzige Gesellschaft in den vielen kalten Tagen. Antoinette ist überzeugt, dies kann unmöglich England sein. Nach einer langen Zeit der Hoffnungslosigkeit, hilft ihr ein ausdrucksstarker Traum, eine wichtige Entscheidung zu treffen.
Ohne den historischen und kulturellen Hintergrund zu beachten, fällt es sehr schwer, die Erzählung von Jean Rhys richtig einzuordnen. Vertieft man sich allerdings in die karibische Geschichte, die stark von der Haltung des viktorianischen Englands geprägten Gesellschaftsstruktur, fasziniert der Roman durch seine facettenreiche Darstellung. Die Landschaftsbeschreibungen tragen bestimmt auch autobiographische Züge, denn Jean Rhys fühlte sich ihrer karibischen Heimat stark verbunden. Wie die Antoinette war auch die Autorin Zeit ihres Lebens auf der Suche nach Identität und auch ihr Leben war durch männliche Unterdrückung beeinflusst. Die Suche der ersten Mrs. Rochester ist aber auch spiritueller Art und so bietet der Roman zusätzlich einen Einblick in die Mythologie der afro-karibischen Welt, in welcher Tod nicht das Ende des Lebens, sondern nur eine weitere Form der Existenz ist.
Was den Zusammenhang zu Jane Eyre betrifft, lässt sich das Bild des Mr. Rochester aus dem berühmten Romans und das des grausamen Kolonialherren nur schwer miteinander verbinden. Der unbeherrschte, leidenschaftliche Held, der gerne der sogenannten guten Gesellschaft frech ins Gesicht lacht, um mit der Liebe seines Lebens zusammen zu sein, erscheint in Jean Rhys Roman als kalter, berechnender Mitgiftjäger, der so stark durch die viktorianischen Moralbegriffe vereinnahmt ist, dass es ihm unmöglich ist, entsprechend auf eine neue, fremde Umgebung zu reagieren. Er zerstört willentlich die Identität seiner Ehefrau und macht sie zur Marionette, bevor er sie in ein kaltes Verließ einsperrt.
Jean Rhys beschreibt das Haus Rochesters als ein Papphaus, vielleicht um anzudeuten, dass sie Charlotte Brontes Beschreibung von Bertha Mason für unwirklich und grausam hält. Sie hat ein farbiges und sehr lebhaftes Portrait einer leidenschaftlichen jungen Frau entworfen, deren Seele getötet wird, bevor sie selbst den Tod findet und durch das offene Ende überlässt sie es dem Leser nach Perspektiven zu suchen.
Ein mutiges Buch über die Suche nach Identität, welches man gerne auch unabhängig von Charlotte Brontes Roman Jane Eyre lesen kann. Ohne Hintergrundinformationen ist es jedoch ziemlich schwierig, einen Zugang zu dem Roman zu bekommen!
War diese Rezension für Sie hilfreich?
3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Die Ausweglosen 29. Juni 2010
Von monsieur le M VINE™-PRODUKTTESTER
Format:Broschiert
Das Sargassomeer ist kein Meer wie jedes andere. Seine Tiefen sind endlos, durchsetzt vom Vielen. Von Wahn, & Tod & Verderben. Von Voodoo & Obeah. Von einer Liebe, die grausam ist, & immer grausam.

Es ist ein Tropenfieber in diesem Buch, in dieser Bertha Rochester, die eigentlich Antoinette Cosway ist, die kreolische Halbweise, die in Jamaika aufwächst, & das in einer Zeit des Umbruchs. In der Mitte des 19. Jahrhunderts: Die Sklaven sind frei, - ich weiß nicht, ob sich das schon bisher rumgesprochen hat. Sie gehen durch die Hitze der Welt, die Befreiten, & streuen dunkle Geheimnisse zwischen die Worte, sie rupfen an dir mit ihrem Lachen, sie zerren dich durch die Straßen mit ihren Gerüchten. Das, was sich Rassismus nennt, wird zum zweischneidigen Schwert, - es lässt sich von Schwarzen & Weißen gleichermaßen benutzen. Keiner ist mehr unschuldig. Es gibt keine Vergebung, nicht in der Karibik, nicht zu dieser Zeit.

Die Welt, in der Antoinette aufwächst, ist geprägt von einem unheimlichen Zauber, von einer Exotik, die so satt & reif ist, dass sie bitter schmeckt, & vergoren. Die Amme, die keine Amme ist, umgibt der Schrecken der Obeah-Frauen; das ist eine, die streut Pulver über die Türschwellen & rollt mit den Augen. & die Mutter? Die verliert alles, zuerst ihre Habe, dann ihr Herz, ihre Kinder & schließlich den Verstand. Der Vater ist ein Geist, wie auch Gott ein Geist ist, & der Rest der Welt bleibt nur ein ferner Traum. Eine Drohung, überall. Durchwirkt von Prophezeiungen, die unaussprechlich sind. Der Tod, - danach sehnt sich das übervolle Leben.

Aber was tun? Antoinette will gesunden. Sie will lieben, um jeden Preis, & ihre Liebe führt sie zu einem, der verflucht wird aufgrund seiner Kälte, - Edward Rochester. Er ist der Inbegriff des englischen Gentlemans. Er kommt in ein Land, das fremd ist, durch das er erkrankt an einem Fieber, das selbst Jane Eyre Jahre später in ihm wiederfinden wird. Er nimmt sich Antoinette, man weiß nicht weswegen, - nur die Befreiten reden. Sie sehen & wissen, sie können das Lachen nicht verstecken. & die Schwüle senkt sich über die Zeilen. Das Feuer. Der Tod. Wer Jane Eyre kennt, weiß, was aus den Rochesters wird, was ihnen widerfährt. Im fernen England. Es ist ein Schicksal, das einen nicht loslässt.

"Sargassomeer" liest sich schnell; ich habe es innerhalb eines Tages schier verschlungen. Jean Rhys Sprache, übersetzt von Anna Leube, hat einen Rhythmus & einen Klang, einen Mythos fast, der einen durch die Seiten jagt. Die Ebenen des Buches sind erstaunlich vielseitig. Es lässt sich wie eine klassische Liebesgeschichte lesen, wie eine Biographie der Sehnsucht, & doch ist es auch wie ein Alptraum, aus dem man nicht erwachen kann. Es ist eine Geschichte über eine untergegangene Welt, in der es noch Geister & Zombies gibt, die an verwunschenen Orten wüten. Geister, die Unglück bringen & nichts als Unglück. Die Geheimnisse sind finster, sie schrecken die Nächte & färben selbst noch die blausten Tage dunkel.

Der Konflikt, der durch Rochester entsteht, der in diese karibische Welt eindringt, der versucht, sie zu ergründen, - er will sie alle, diese Geheimnisse, - ist fast schon sinnlich in seiner Gewaltätigkeit. Man kann "Sargassomeer" als eine Geschichte eines Eroberers lesen, der sein Land verlor, & der es zurückwill, der den Zauber begehrt, welcher der Wildheit des Landes zu eigen ist, & der ihn nicht bekommt, der ihn verschlingt, & schließlich zerstört. Es ist eine Geschichte über Klatsch & Tratsch, über Missgunst. Die Verbindung zu Charlotte Brontës "Jane Eyre" ist großartig, & es lohnt, beide Bücher zu lesen, vielleicht sogar hintereinander. Während Bertha Rochester in "Jane Eyre" nur schlicht die arme Irre unter dem Dach ist, wird sie in "Sargassomeer" zur wahnsinnigen Kämpferin, zu einer Anti-Heldin, einer lebendigen Frau, die vom Leben nicht verschont wird, & deren Zauber im Erinnern liegt, & ihre Erlösung im Vergessen, - Antoinette Cosway. Es ist die Geschichte einer Gesellschaft, die keine Auswege mehr kennt, die sich stattdessen verliert in einem Irrgarten aus Begehren & Wut, Finsternis & Sehnsucht.

Dieses Buch hat es nicht verdient, vergessen zu werden. Im Gegenteil. Es sollte gelesen, gelesen, gelesen werden. Sofort. Absolute Empfehlung!
War diese Rezension für Sie hilfreich?
Sargassomeer 28. April 2012
Format:Taschenbuch|Von Amazon bestätigter Kauf
schnelle Lieferung.jederzeit wieder.gutes Buch.es zeigt mal einen anderen Blick auf seine Gattin, als die verrückte und durchgeknallte Frau, wie sie in Jane Eyre dar gestellt wird.
War diese Rezension für Sie hilfreich?

Kunden diskutieren

Das Forum zu diesem Produkt
Diskussion Antworten Jüngster Beitrag
Noch keine Diskussionen

Fragen stellen, Meinungen austauschen, Einblicke gewinnen
Neue Diskussion starten
Thema:
Erster Beitrag:
Eingabe des Log-ins
 


Aktive Diskussionen in ähnlichen Foren
Kundendiskussionen durchsuchen
Alle Amazon-Diskussionen durchsuchen
   
Ähnliche Foren


Lieblingslisten


Ähnliche Artikel finden


Anhand des Sachgebietes nach ähnlichen Produkten suchen:





Das bedeutet, jeder Titel/Artikel muss zu Sachgebiet 1 UND zu Sachgebiet 2 UND... gehören.

Ihr Kommentar