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Sarah
 
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Sarah [Gebundene Ausgabe]

J. T. LeRoy
2.8 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (12 Kundenrezensionen)

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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 183 Seiten
  • Verlag: Reclam, Leipzig; Auflage: 3 (2001)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3379007803
  • ISBN-13: 978-3379007801
  • Größe und/oder Gewicht: 21,3 x 13,4 x 2,2 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 2.8 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (12 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 606.451 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

Produktbeschreibungen

Pressestimmen

"Die Welt der Stricher ist hier voller Komik, Herzenswärme und mythischer Bezüge." (Süddeutsche Zeitung)
"LeRoy verwandelt das aufdringlich Ordinäre in eine Welt von lyrischer und grotesker Schönheit." (The New York Times)

Kurzbeschreibung

Als Kind einer Prostituierten im Rotlichtmilieu aufgewachsen, hat der zwölfjährige Ich-Erzähler eine "normale" Welt nie kennen gelernt. Der schöne blonde Junge hat nichts anderes im Sinn, als eine gute Hure zu werden, eine mindestens so gute wie seine Mutter, die selbst noch ein halbes Kind ist. Er arbeitet in der Bar eines Edelbordells, wo er als Mädchen verkleidet Gäste animiert. Die Neugierde treibt Sarah einem pädophilen Zuhälter in die Hände, der von dem "Mädchen" fasziniert ist, es als besondere Kostbarkeit in seinen goldenen Käfig steckt und zum Schaustück für grobschlächtige Freier in seinem Truckstop-Bordell macht. Sarah, von allen bewundert, aber nicht berührt, werden bald übersinnliche Fähigkeiten zugesprochen. Ihr geldgieriger Zuhälter nutzt die Situation und stilisiert sie zur Heiligen -- bis der Schwindel eines Tages auffliegt.

LeRoy hat in diesem ebenso erschütternden wie komischen Roman seine eigenen Kindheitserfahrungen verarbeitet.

Schon vor Erscheinen in Deutschland wurde dieses Buch in der amerikanischen und deutschen Presse hoch gelobt. Die Übersetzerlizenz wurde in viele Länder verkauft, und Gus van Sant, der Regisseur von To Die For, My Private Idaho und Good Will Hunting, wird Sarah verfilmen.


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Kundenrezensionen

Die hilfreichsten Kundenrezensionen
13 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
kurzweilig und seltsam 26. September 2001
Format:Gebundene Ausgabe
Sarah, die Geschichte eines jungen Lizards(Stricher), der in die Fußstapfen seiner Mutter (Sarah) tritt und ebenfalls "anschaffen" geht. Der ganze Roman ist in einer sehr einfachen Sprache gehalten, die direkt zur Sache kommt ohne zu schönigen. Das Leben des Jungen wird aus der Ich Perspektive erzählt und ist eine schonungslose Abhandlunge des Strichermilieus irgendwo im Süden der USA. Wenn man bedenkt, daß es sich hierbei um eine halb autobigraphische Geschichte des Autors J.T. LeRoy handelt bekommt man bei der einen oder anderen Passage durchaus ein Gänsehaut. Sehr kurzweilig, lässt sich in einem Rutsch lesen, nie langweilig. Wer sich erst einmal auf den Charakter eingelassen hat, wird dieses Buch verschlingen und nicht mehr aus der Hand legen bevor der letzte Satz gelesen ist!
War diese Rezension für Sie hilfreich?
11 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Joe
Format:Gebundene Ausgabe|Von Amazon bestätigter Kauf
Diese Story liefert keinen Grund zu Jubeln, denn es wird hier keine Geschichte erzählt nachdem man sich besser fühlen könnte. Vielleicht ist dies von dem Autor auch gar nicht vorgesehen. Wie auch immmer!

Es wird eine Geschichte aus dem Strichermilleu extremster Brutalität erzählt, in der ein "Aber" für die kindlichen Stricher tabu ist. Auf der Kehrseite der gleichen Medaille steht dann die Geschichte von Erwachsenen die sich einen Freiraum schaffen in der sie jegliche Tabus brechen können. Das postmoderne Spießertum, man könnte auch sagen das herrschend Establishment, nickt eine solche Geschichte schnell reflexhaft ab und bejubelt ein Stück Literatur nur weil sie dahinter ein Stück Liberalität vermutet.

In diesem Stück Literatur wird aber eine ausbeuterische Lebenswelt, nämlich das prostituierten- und Strichermilleu, geschildert. Es ist dort die Rede von Freiern die sich in Agonie und Selbstbetrug in ihrer reaktionäre Trucker-Kleinstwelt verstricken. Es wird von roher Gewalt einer Mutter und bestialischer Gewalt von Zuhältern geredet. Es ist die Rede von dem großen Trauma einer päderastisch/pädophilen Kultur die ihr großes Ungedachtes, das Altwerden, mit weg werfen beantworten muss, sobald die Zeit ihren Lauf nimmt. Es ist die Rede von der Verweigerung einer Gesellschaft, Jungen zu erlauben zu ihrer Männlichkeit zu finden. Es ist aber auch von solchen Zuhälter die Rede, die mit pädagogischem Geschick Sand in die Augen der kindlichen Stricher Streuen und eine ernüchternde Gleichzeitigkeit von Erziehung, Prägung und Züchtung aufzeigen.

All das trägt dazu bei, sich nach der Lektüre mieß zu fühlen. Für den 12 Jährigen Stricher der sich Sarah nennt, der Name seiner Mutter, sind seine Perspektiven furchtbar eng umrandet. Sein Ziel, eine noch bessere Truck-Stop-Hure zu werden als seine Mutter. Für den Stricher Sarah zeigt sich eine Lebenswelt die keine Optionalität zulassen kann, und das in einer Totalität die kaum zu ertragen ist. Nur so wird Erniedrigung und Brutalität zur Normalität. Für den Stricher Sarah ist sie gar die einzige Form von Zuwendung die er je in seinem Leben kennengelernt hat. Grausamkeit wird zur Liebe. Leben und Tod werden ununterscheidbar. Für den Stricher Sarah bleibt nur die freiwillige Unterwerfung unter das Vernutzungskalkül einer päderastischen Kultur!

Nur Manchmal dringt ein zartes Flämmchen eines eigenen Willen durch. Nur ganz Zart und in kaum erkennbaren Konturen zeigt sich so etwas wie Vertrautheit. Beim aufmerksamen lesen entpuppen sich diese jedoch als Illusion. Eine Vertrautheit die zum imanenten Teil der Verstrickungen in das ausbeuterische Netzwerk wird. Dahinter lauert die Fratze des Mißtrauens und des Hinterhalts. Diese schnellt mit Brutalität hervor sobald die kleine Welt der Freier und Zuhälter bedroht wird.

Man mag verleitet sein aus solchen Episoden eine positive Geschichte zu stricken. So wie wir alle, wünscht sich jeder Stricher eine Biographie die Stimmig ist, und wegleitend sein kann für das weitere Leben. Es steht uns aber nicht zu, daraus eine Welt lyrischer Schönheit zu machen wie auf den Einbandtext, verfasst von der New York Times, zu lesen ist. Die Süddeutsche Zeitung sieht gar eine Welt voller Komik, Herzenswärme und mythischer Bezüge. Wie etwas weiter zu lesen ist. Der Leser sollte sich NICHT durch solch eine kitschige Sozialromantik täuschen lassen, die hier niederschmetternd und verantwortungslos gesponnen wird.

Warum gibt es aber fünf Sterne? Weil es eine wichtige Geschichte ist die von unglaublichen Erniedrigungen und Entwürdigungen erzählt, die Realität für die leider allzuoft vergessenen männlichen minderjährigen Stricher ist. Dabei spielt es keine Rolle ob es sich hier um einen fiktiven Roman handeln könnte. Die Geschichte bleibt, und steht exemplarisch wie ein Monument für menschliche Schicksale. Dazu muss man aber nicht in die USA schauen. Solche Schicksale finden nämlich auch vor unserer Haustüre statt; - und weil es eine Geschichte ist die etwas über uns, den Überlebenden erzählt. Nur ihnen gebührt unser aller Respekt.
War diese Rezension für Sie hilfreich?
2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
rasant mit Tiefgang 19. September 2001
Von Ein Kunde
Format:Gebundene Ausgabe
Schon lange habe ich nicht mehr wegen eines Buches meine Haltestelle verpasst - wegen diesem Erstlingswerk schon. In direkter und dennoch nie langweiliger Sprache, die auch in deutscher Übersetzung wenig gelitten hat, beschreibt J.T. Erlebnisse eines amerikanischen Ladyboys über einen Zeitraum von ca. 2 Jahren, von denen man nur hoffen kann, dass er sie so nie wirklich durchmachen musste. Das beim Lesen der fast grotesken Story unweigerlich aufkommende Lachen bleibt dir immer wieder im Halse stecken und weicht einem beklemmenden Gefühl - bis zur nächsten Seite...Klasse!
War diese Rezension für Sie hilfreich?
Die neuesten Kundenrezensionen
Schade, schade,
wie man aus einem eigentlich interessanten Stoff ein beinahe unleserliches Buch machen kann!

Die Geschichte ist nicht schlecht und fesselt am Anfang den Leser. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 5. Oktober 2006 von M. Elstner
leider alles nicht wahr...
Laut New York Magazine und Time Magazine ist inzwischen klar, dass es JT Leroy nicht gibt, sondern die Bücher von Laura albert und Geoffrey Knoop geschrieben wurden und die... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 27. Februar 2006 von F., Ingo
Schade....
...ich hatte mir einfach mehr von dem Buch erwartet!

Normalerweise lege ich kein Buch vor dem Ende aus der Hand - dieses war das erste Buch, bei dem ich nach einem Drittel... Lesen Sie weiter...

Veröffentlicht am 3. März 2003 von MW
Schade....
...ich hatte mir einfach mehr von dem Buch erwartet!

Normalerweise lege ich kein Buch vor dem Ende aus der Hand - dieses war das erste Buch, bei dem ich nach einem Drittel... Lesen Sie weiter...

Veröffentlicht am 3. März 2003 von MW
... kein unbedingtes Muss ...
Es ist mal ganz schön, SARAH gelesen zu haben, es haut einen aber nicht um. Da gibt es bessere aktuelle Literatur, vor allem deutsche! Lesen Sie weiter...
Am 25. Februar 2003 veröffentlicht
Versteckte Schönheit
Ich habe "Sarah" in einer Nacht gelesen! Es kommt selten vor das mich ein Buch so beeindruckt, daß ich es nicht mehr aus der Hand legen möchte! Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 6. März 2002 von Denis Mähne
Sehr seltsam
Eine sehr seltsame Geschicht wird da erzählt. Nicht besonders packend. An manchen Stellen kam es mir so vor als würde da aufeinmal von einer ganz anderen Geschichte... Lesen Sie weiter...
Am 27. November 2001 veröffentlicht
Interessante Milieustudie - kranke Welt
Sorry, ich kann die allgemeine Begeisterung über dieses Erstlingswerk von J.T. Leroy nicht teilen, obwohl ich durchaus einräume, dass es angesichts des weitgehend... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 17. Oktober 2001 von Heike Lebeau
Eine überraschende Wende
Im Klappentext des Romans „Sarah" von JT LeRoy macht man zweifelsohne Bekanntschaft mit interessantem Stoff : Ein Pretty-Baby auf dem Truckstop-Strich. Lesen Sie weiter...
Am 14. September 2001 veröffentlicht
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