Im Klappentext steht folgendes:
Toril Brekke, Norwegens meisterliche Erzählerin historischer Romane, hat unvergessliche Frauengetalten geschaffen. Ihre einfühlsame Geschichte überzeugt durch nuancierte Charakterporträts und versetzt uns in die Lebensumstände jener Zeit. Fast meint man, die strengen Ansichten über Moral und Anstand am eigenen Leib zu verspüren. Uns begegnen Schuldgefühle und Verzweiflung, Reue und Verleugnung. Aber vor allem begegnet uns die Hoffnung.
Auf den Roman "Sara" bin ich zufällig gestossen. Der Schreibstil Toril Brekkes hat mich sofort in den Bann gezogen und begeistert!
Die Erzählung beginnt in der 1. Hälfte des 19. Jahrhunderts und spielt in Norwegen (hat mich sehr interessiert, da ich über die norwegische Geschichte bis dato nichts wusste). Sara Cold, die Tochter eines Vogts, soll mit einem viel älteren Witwer verheiratet werden. Aus Verzweiflung brennt sie mit einem armen Fischer, dem sie in einer stürmischen Nacht begegnet ist und der sie kurz danach aus einer unangenehmen Situation rettet, durch. Die beiden heiraten und lassen sich in einer kleinen westnorwegischen Küstenstadt nieder. Sara ist mit ihrem Oskar glücklich und hat sich gerade an ihr neues Leben mit drei kleinen Kindern gewöhnt, als ihr Ehemann auf See bleibt. Aus wirtschaftlicher Not und weil das harte Schicksal ihrer neuen, meist kinderreichen, Freundinnen, sie bewegt, interessiert sie sich für eine Ausbildung zur Hebamme. Es gelingt ihr die Honoratioren der Stadt zu überzeugen und ihre Ausbildung wird finanziert. Ihre Kinder werden derweil zu unterschiedlichen Verwandten verteilt. Als sie als Hebamme zurückkehrt, fällt es ihr sehr schwer, die kleine Familie wieder zusammenzuführen. Ihre spätere Entscheidung, den freundlichen Lehrer ihrer Kinder zu heiraten, erweist sich als verhängnisvoll. Nicht nur dass sie ihre angesehene Stellung als Hebamme aufgeben muss macht ihr schwer zu schaffen sondern insbesondere auch die weiteren, unerwünschten Schwangerschaften, die sie nach und nach körperlich ruinieren.
Die zweite Hälfte des Romans wird aus der Sicht der ältesten Tochter erzählt. Auch diese leidet unter der familiären Situation und wird schließlich von der Mutter fortgeschickt, um nicht länger als "Magd" vom Stiefvater ausgenutzt zu werden. Die junge Sara hat es nicht leicht, macht aber ihren Weg. Ihre Geschichte wird in dem Roman "Die Frauen vom Fjord" erzählt.