Wenn sie diese Rezension lesen, stehen sie vielleicht vor der Frage, ob sie Sanyo Eneloop oder Akkus von anderen Herstellern bestellen sollen. Ich möchte deshalb an dieser Stellen meine Gründe für den Kauf erläutern.
Die als "Eneloop" bezeichneten Akkus sind eine echte technische Neuentwicklung der Firma Sanyo, die bisher auch nicht an andere Firmen lizensiert wurde. Durch eine neu entwickelte Superkristallgitter-Legierung der Katode und durch ein neues Material der Anode, wird laut Sanyo der chemischen Zerfall verringert. Dies führt unter anderem zu den folgenden verbesserten Leistungsmerkmalen:
a) Die Selbstentladung von Eneloop-Akkus ist dramatisch geringer als bei alternativen Produkten. Während handelsübliche NiMH-Akkus in den ersten 24 Stunden (!) nach ihrer Aufladung bereits mehr als 10% ihrer nutzbaren Kapazität verlieren und danach ca. 1% pro Tag, verzeichnen Sanyo Eneloop Akkus nur einen Verlust von 15% ihrer Kapazität PRO JAHR. Das heißt, sie können die Zellen laden, ein Jahr in den Schrank legen und anschließend ohne erneute Ladung sofort verwenden. Die meisten anderen Akkus sind nach so einer langen Zeitspanne entweder leer oder sogar bereits durch Tiefentladung zerstört.
b) Sanyo Eneloop Akkus liefern über den gesamten Entladezyklus eine sehr stabile Spannungsversorgung für ihre Geräte. Das ist wichtig, denn die meisten Digitalkameras und anderen energiehungrigen Systeme messen im Betrieb die vorhandene SPANNUNG der Akkus - nicht die Restladung! Fällt die Spannung unter den vom Gerät geforderten Mindestwert, gibt das Gerät die berühmte "Batterie leer"-Warnung aus und schaltet sich danach ab. Viele Akkus mit ihren beeindruckenden Super-Kapazitäten von 2.500 mAh und mehr sind dann natürlich noch lange nicht leer. Das nutzt ihnen aber nichts, denn ein Akku wird vom Gerät als "leer" identifiziert, wenn seine Spannung nicht mehr ausreichend ist. Andere Aspekte zählen nicht. Deshalb hat Sanyo an dieser Stelle bewusst auf reißerische mAh-Angaben verzichtet und die Kapazität der Eneloop-Zellen stattdessen auf einen technisch optimalen Wert für die Nutzbarkeit begrenzt (2000 mAh bei AA, sowie 800 mAh bei AAA).
Trotz der neuen, internen Technologie, können Sanyo Eneloop Akkus genau so geladen und benutzt werden wie alle anderen NiMH-Akkus. Ich empfehle jedoch generell Ladegeräte mit Microprozessor, die den Ladevorgang "intelligent" überwachen und nach dem Abschluss des Ladevorgangs kontrolliert abschalten. Das mitgelieferte Sanyo-Schnellladegerät verfügt über eine entsprechende Technik mit einer so genannten Delta U Erkennung. Leider können in diesem Ladegerät nur zwei Zellen gleichzeitig geladen werden können. Wenn sie beispielsweise eine Digitalkamera mit mehr als 4 AA Akkus einsetzen, sollten sie stattdessen zu einem Ladegerät von Ansmann (Powerline) oder IVT (Akku-Trainer AT-1) greifen.
Meine Meinung: Testen sie die Sanyo Eneloops! Sie werden überrascht feststellen, dass sie mit diesen Zellen viel bessere Ergebnisse erzielen, als mit ihren anderen Akkus und deren "Superkapazitäten" von 2.500 mAh und mehr. Ich vergebe 5 Sterne für diese bahnbrechende, neue Akku-Technologie der Firma Sanyo, die in der Praxis bessere Ergebnisse liefert.