Der Eneloop Akku wird von Sanyo als kompette Neuheit im Bereich der NiMH Akkus umworben, doch was macht diesen Akku aus?
Sanyo behauptet, dass ein Eneloop Akku nach 6 Monaten noch 90% der ursprünglichen Ladung hat, nach einem Jahr noch 85%. Gute Markenakkus haben nach 6 Monaten noch vielleicht 70% und sind nach einem Jahr komplett entladen. Damit wären auch z.B. Fernbedienungen mit Akkus nutzbar.
Die Eneloop Akkus sind auch bis –10°C einsetzbar, was auch nicht bei allen Akkus möglich ist.
Ein weiterer noch wichtiger Punkt ist, dass die Arbeistspannung des Akkus etwa 30-40mV höher ist als die anderer Akkus. Dadurch ist eine längere Standby Zeit möglich.
Nun aber zur Realität. Ich habe Anfang 2006 in den News eines großen deutschen Computer Online Portals gelesen, dass Sanyo einen NiMH Akku entwickelt hat, der nur eine sehr geringe Selbstentladung hat. Meine NiMH Akkus die ich besessen hatte, waren alle mehr oder weniger schnell entladen, nach 6 Monaten war nicht mehr viel Energie in den Zellen. Daher fand ich Eneloop sehr interessant, und habe mir bei Verkaufsstart gleich 2 Pakete gekauft. Einen Satz habe ich sofort verwendet, den anderen Satz hab ich im Schrank liegen lassen. Das Laden der Eneloop Akkus ist übrigens ohne jedes Problem mit jedem für NiMH Akkus ausgelegtem Ladegerät möglich. Ich habe ein Ansmann Ladegerät und eine Voltcraft von Conrad Elektronik, und beide funktionieren absolut problemlos mit dem Eneloop!
Den Eneloop habe ich in Verbindung mit meiner Sony DSC-W5 Digitalkamera eingesetzt, und ich war begeistert. Ich habe die Akkus nicht vor der Erstbenutzung laden müssen, und die Zellen waren noch voll. Die Kamera funktionierte absolut problemlos, und die Arbeitsdauer war auf keinen fall schlechter als bei anderen Akkus. Der große unterschied war, dass ein Akku Satz von Ansmann (2500mAh Kapazität) in meiner Digitalkamera der 2 Wochen vor der Benutzung geladen wurde nur noch "halbe Ladung" anzeigte, der Eneloop aber als voll erkannt wurde, und auch deutlich länger lief als der Akku von Ansmann. Es ist mit dem Eneloop also eigentlich immer möglich einen vollen Akkusatz in die Kameratasche zu packen, und damit immer eine schussbereite Digicam zu haben.
Als zweites Testgerät habe ich meinem Samsung YP-MT6 MP3 Player mit einem Eneloop Akku betrieben. Der MP3 Player selber zeichnet sich so oder so durch eine absolut rekordverdächtige Laufzeit von max. 48 Stunden aus. Man muß also nicht wirklich oft die Batterien wechseln. Bei dem normalen Akku hat man schon bemerkt, dass die Ladung beim Akku über die Wochen bei geringer Benutzung doch recht stark abnimmt. Dieses Verhalten habe ich beim Eneloop Akku nicht. Ich verwende meinem MP3 Player oft um mal nur 2-3 Lieder zu hören, und habe nach Wochen immer noch alle 3 Ladungsbalken in der Anzeige.
Der von mir erwähnte 2 Satz von Eneloop Akkus hat nach 4 Monaten immer noch seine komplette Ladung. Sowohl meine Digicam als auch mein MP3 Player erkennen diese Akkus immer noch mit max. Ladungsanzeige.
Für mich ist der Eneloop Akku ein großer Schritt nach vorne. Alle Geräte die ich früher mit AA oder AAA Batterien betreiben mußte (z.B. Fernbedienungen, Computermaus, Funkkopfhörer, etc. ...) werde ich in Zukunft mit Eneloop Akkus betreiben. Das schont die Umwelt, und spart auch noch Geld! Praktisch finde ich auch, dass man die Innenverpackung der Eneloops als Aufbewahrungsbehältnis verwenden kann.
Der AA (Mignon Eneloop hat 2000mAh Kapazität, garantiert sind 1900mAh.
Der AAA (Micro) Eneloop hat 800mAh Kapazität, garantiert sind 750mAh.
Preislich sind die Akkus auch nicht teurer als andere Marken NiMH Akkus. Von daher muß man die geringe Selbstentladung nicht mit einem hohen Preis erkaufen. Von daher ganz klar 5 Sterne für diese echt prima Akkus.