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3.0 von 5 Sternen
Xacti HD2000 im Vergleich zu HV30 und HF10, 28. Mai 2009
Rezension bezieht sich auf: Sanyo Xacti VPC-HD2000GX Full HD-Camcorder (SD/SDHC-Card, 10-fach opt. Zoom, 8 Megapixel, 6,9 cm (2,7 Zoll) Display) schwarz (Elektronik)
Ich suchte einen kleinen und leichten Camcorder, mit guten Lowlight-Fähigkeiten und der Möglichkeit, externe Mikros anzuschließen. Ziel war, sich in die Nutzung von AVCHD einzuarbeiten und den Camcorder vor allem auf Reisen zu nutzen (ansonsten nutze ich eine HV30). Nach der sehr positiven Besprechung in camcorderinfo entschied ich mich nach längeren Recherchen für den Xacti HD2000. Ich habe den Camcorder ca. 3 Monate genutzt, ihn dann aber doch wieder verkauft, weil er einige gravierende Nachteile aufweist (die allerdings nur selten Erwähnung im Netz finden). Dabei ist auch zu bedenken, dass der Preis des Xacti auf den ersten Blick sehr günstig erscheint, sich aber relativiert, wenn man bedenkt, dass ein HF10 bei Amazon nur 80 Euro mehr kostet. Zunächst einmal ist klar zu sagen, dass der Xacti einige Merkmale aufweist, die die großen Hersteller ziemlich alt (und von den Listenpreisen her unverfroren) aussehen lässt. Er ist sehr klein und handlich, stabil und gut verarbeitet. Für die winzige Batterie grenzt seine Laufzeit schon fast an Zauberei. Er lässt sich sehr gut handhaben und die Menüs sind übersichtlich und gut strukturiert (besonders schön: er merkt sich das zuletzt verwendete Menü). Das Lowlight-Verhalten ist gut (obwohl - nach meinem subjektiven Empfinden - das Lowlight Verhalten von HV30 und HF10 im 25p Modus besser ist) und der 1080 60p Modus bringt bei Bewegtaufnahmen klare Vorteile. Der Anschluss von Standard-Mikro und Kopfhörer ist problemlos. Erfreulich ist auch das starke Zoom. Aber in der Praxis zeigt sich eben auch, dass ein Hersteller wie Sanyo nicht in ein paar Jahren die Erfahrung von Canon oder Sony aufholen kann (und das noch zur Hälfte der Listenpreise von deren Camcordern). Die Schärfe der Aufnahmen ist zwar bei Tageslicht gut, aber eben nicht sehr gut. Und wenn man im Schnittprogramm Nachbesserungen mit Mercalli vornimmt, dann zeigt sich das schon. Und man muss öfters nachbessern, denn der elektronische Bildstabilisator der Xacti arbeitet wesentlich schlechter als die optischen Bildstabilisatoren in der HV30 oder HF10. Aber das ist Jammern auf hohem Niveau, die größten Probleme liegen in zwei anderen Bereichen. Das erste ist das Grundrauschen bei Tonaufnahmen. Das ist für ein internes Mikro etwas hoch, aber durchaus akzeptabel. Der große Nachteil ist: Es bleibt auch bei Anschluss eines sehr guten externen Mikros erhalten (ausprobiert mit Sennheiser MKE400 und Beyerdynamic Richtmikro). Dann nützten aber der ganze schöne Tonanaschluss und der Standardzubehörschuh nichts. Das zweite betrifft nur diejenigen, die ihre Videos mit Vegas Pro nachbearbeiten. Dieses Programm ist eigentlich besonders geeignet für AVCHD. Aber Sanyo verwendet hier ein spezielles Format, so dass selbst auf einem modernen Mehrkernprozessor die Vorschau nur mit 2 bis 3 Bildern pro Sekunde wiedergegeben wird (und zwar ohne jegliche Filter oder Korrekturen).
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64 von 65 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Der Alleskönner mit dem CMos Herz., 7. Mai 2009
Nach langer Überlegung und suche bin ich bei diesem Camcorder gelandet (Technisch identisch zum Model FH-1) Ich suchte einen Camcorder der auch eine gute Fotofunktion bietet welchen ich aber auch mal in schwierigen Licht Situationen z.b. in einer dunklen Kirche nutzen kann ohne gleich vom Bildrauschen erschlagen zu werden. Außerdem sollte der Camcorder in Progressivem Modus Aufnehmen, damit es nicht zu hässlichen interlace Stufen kommt. Ersteindruck: Gegenüber meinem Vorgängermodel der Sanyo HD-2 ist diese etwa doppelt so dick. Sofort fällt einem die wesentlich größere und lichtstärkere Optik auf. Ein Camcorder für die Westen- oder Hosentasche ist das sicher nicht mehr aber immer noch sehr leicht. Da ein schöner sonniger Tag war habe ich gleich ein paar Testaufnahmen gemacht. Schnell kam die Ernüchterung. Streifen bei den Bewegungen wie bei einer Interlace Aufnahme. Genau das wollte ich ja nicht. Aber ein kurzer blick ins Handbuch ließ meinen Blutdruck wieder sinken denn der von Werk aus voreingestellte Video Modus ist Full-HD 1080i man muss diesen erst einstellen auf Full-HR 1080p erst dann filmt man im angenehmen flüssigen streifenfreien Modus. Und dann kam auch endlich der WOW Moment. Die Blumen wurden nicht nur scharf und Farbreich dargestellt sondern auch in der Bewegung absolut scharf und nicht verschwommen wie man es bei anderen Camcordern Herr kennt. Ein schwenk in den etwas weiter weg stehenden Baum zeigte ein superfeines aufgelöstes Bild so das man fest jedes Blatt einzeln erkennen könnte oder zumindest das Gefühl hat so hochauflösend wurde dieser dargestellt. Auch ein schwenk in den blauen Himmel wurde sehr gut dargestellt. Der Camcorder passte sich innerhalb kürzester Zeit den Lichtbedingungen an. Insgesamt kann man sagen das dass Filmen bei Tageslicht eine echte Freude ist. Das einzige was die CMos Technik wohl nicht schafft ist die schärfe bei dunklen Umgebungen, das Bild wirkt dann etwas flau. Im Standbild ist dann auch ein Farbrauschen zu erkennen. Die Rauschminimierung macht dann das übrige was zu diesem Eindruck führt. Nur 3MOS Camcorder sind hier besser, allerdings auch doppelt so teuer. Im direkten vergleich mit einem CCD Camcorder ist es aber eine sehr starke Verbesserung der Bildqualität. Auch der digitale Bildstabilisator funktionierte zu meiner Überraschung besser als bei meinem alten analogen Camcorder die Mechanische. Das Revolver Design hilft hierbei auch eine ruhige Hand zu behalten. Das Camcorderformat wie bei der FH-1 welches ich sonst immer früher hatte löste bei mir nach einer gewissen zeit immer einen Krampf im handgelenk aus. Im unterschied zur FH-1 besitzt die HD2000 einen Passiven Fotoschuh zur Montage von z.b. Einer Kameralampe oder eines Stereo Mikrofons. TON: Die eingebauten Mikrofone sind wirklich sehr gut und empfindlich vom leisen husten im Saal bis hin zum lautstarken Kirchenchor wurde alles sehr sauber aufgezeichnet. Das Zoomen ist so gut wie unhörbar leise. Montiert man aber ein Mikrofon im Fotoschuh so ist das Zoomen deutlich zu hören. Der im Videomodus vorhandene 16 Fach Zoom benutzt denn 8 MPixel Chip zusammen mit dem 10 Fach Zoom Objektiv zum zoomen ohne Qualitätsverlust. Darüber hinaus kann man natürlich noch das Digitalzoom aktivieren welches dann aber natürlich zu Qualitätsverlust führt. Fotos: 8 Megapixel sind schon eine gute Sache, nur wenn man bei anderen Kameras sieht wie selbst 10 Megapixel aussehen wie 3 Megapixel von einer Handykamera (z.b. Nikon S220 10MP) dann darf man echt gespannt sein. Laut Werbung wurde ein großer CMos Chip verbaut was auf eine ordentliche Leistung hoffen läst. Erste Schnappschüsse in dunklen Räumen und in einer Kirche waren dann auch sehr ansehnlich. Bilder die in sehr dunkler Umgebung geschossen wurden sind zwar sehr gut ausgeleuchtet besitzen aber eine leichte Unschärfe welche ich auf die längere Belichtungszeit zurückführen konnte. Im freien sind die Bilder scharf und deutlich so wie man es erwartet von einer guten Kamera. Einzig der sogenannte WD Modus ließ manche Bilder etwas flau wirken, man sollte diesen Modus wohl nur benutzen wenn man es auch wirklich braucht. Die Gesichtserkennung funktioniert ganz gut und zeigt auch beim Filmen die Gesichter an sobald diese erkannt wurden. Der eingebaute Blitz ist zwar klein aber ausreichend stark. Den Rest macht die CMos Technik. Dadurch erhält man gut ausgeleuchtete Bilder die nicht nach Blitz aussehen (außer im Nahbereich ~1-2 Meter). Nachbearbeitung: Nach langer suche und unzählichen Demo Versionen habe ich bis jetzt (Stand 4.2009) nur ein Programm gefunden was das 1080p60 AVC/H Format problemlos bearbeiten kann, nämlich Cyberlink Power Director 7. Die Bearbeitung geht bei einem schnellen Rechner recht gut und man bekommt recht schnell ein gutes Ergebnis. Positiv ist die Möglichkeit zusätzlich die Grafikkarte mitrechnen zu lassen, wenn man eine Kompatible dazu hat. Fazit: + Leicht + Liegt gut in der Hand + Scharfe ruckelfreie Auflösung in 1080P60 Progressiv, 60 Vollbilder pro Sekunde + Echte 8MPixel Fotos + Gesichtserkennung und Verfolgung + Lange Akkulaufzeit ca.180 Minuten + Schnell betriebsbereit (1-2 Sekunden) + Gutes Display selbst bei direkter Sonneneinstrahlung + einfache Bedienung inkl. einem Simple Modus + Fotos in 2MPixel während der Videoaufzeichnung ohne das die Videoaufzeichnung ruckelt. + Direktanschluss für das Netzteil (Akkuladen direkt im Camcorder) + Passiver Fotoschuh + Drehbares Display mit 180° Drehung des Displayinhaltes (zum Selberfilmen) + Highspeed Modus für Zeitlupen Aufnahmen + Auch bei wenig Licht überzeugend + Guter Digitaler Bildstabilisator + Einfaches umschalten zwischen Video und Fotoansicht im Display + Ist die Aufzeichnende Datei Größer als 4GB (Fat Limit) wird automatisch eine neue Datei generiert. Aufzeichnen bis Karte voll ist so kein Problem. + Rechhaltiges Zubehör. + Aktuelles MPEG-4 AVC/H.264 Format mit maximaler Bitrate nach ISO-Norm. + Unterstützt das SDHC Format bis 32GB + Extra Power Taste für den Tiefschlaf. Standby ca. 10 Tage + Die Fernbedienung hat auch am Tage eine gut Reichweite für den Selbstauslöser + Gute eingebaute Stereo Mikrofone +- Zum bearbeiten der Videos gibt es zzt. noch keine große Auswahl (Cyberlink Power Director 7 Ultra) +- Das AVCHD ist nichts für schwache Rechner. Aber qualitativ wesendlich besser als das MPeg2 Format +- Die Serienbildfunktion löst nicht immer im richtigen Moment aus. +- Einige Funktionen lassen sich auf das Steuerkreutz legen, leider nicht alle. +- Viele Optionen, manchmal aber zu verwirrend wie die eine Option sich auf eine andere Option auswirkt. Aber gut im Handbuch erklärt und Logisch nachvollziehbar. - WD Foto Modus führt manchmal zu flauen Bildern - Die SD Kartenklappe wirkt etwas einfach - Die mitgelieferte Software eignet sich nicht zum Videoschnitt - Leider keine Fototasche dabei sondern nur ein gepolsterter Beutel
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Bin von Sony zu Sanyo gewechselt, 27. Februar 2009
Rezension bezieht sich auf: Sanyo Xacti VPC-HD2000GX Full HD-Camcorder (SD/SDHC-Card, 10-fach opt. Zoom, 8 Megapixel, 6,9 cm (2,7 Zoll) Display) schwarz (Elektronik)
Die Sanyo Xacti HD2000 würde ich als einen der wenigen "ehrlichen" HD-Camcorder bezeichnen, denn sie hält, was sie verspricht und wird insbesondere dem HD-Anspruch gerecht, was selbst Markenhersteller wie Sony gerade nicht tun. So bin ich von meiner Sony HDR-CX6 - dem ersten HD-Camcorder mit Speicherkarte - zur Sanyo HD2000 gewechselt. Die Stärken werden überhaupt erst bewusst, wenn man sich die Schwächen der anderen klar macht. So gibt es von Sony noch immer keinen Consumer-Camcorder auf dem Markt, der in 1080p statt i aufnimmt. Ferner fehlt ein Sportprogramm und es gibt auch keine manuelle Einstellung der Verschlusszeit. Diese 3 Dinge sind aber essentiell, um Bewegungen überhaupt scharf aufnehmen zu können. Dabei geht es nicht nur um Sportaufnahmen oder aus einem fahrenden Auto heraus, sondern bereits moderate Schwenks werden total verschmiert. Besonders merkt man das, wenn man das Video anhält, um sich ein Standbild anzuschauen. Ganz anders hingegen Sanyo. Es gibt ein Sportprogramm, das gezielt kurze Verschlusszeiten wählt, so dass JEDES Standbild scharf ist. Abgerundet wird es durch die Aufzeichnung in 1080p mit sage und schreibe 60 vollen Einzelbildern pro Sekunde. Das muss man sich mal auf der Zunge zergehen lassen, ein Kinofilm hat nur 24. Faktisch bedeutet es eine Verdoppelung der Auflösung, denn 1080i, also "Interlaced" bedeutet, dass zeitgleich nur jeweils die Hälfte, also 540 Zeilen aufgenommen werden und in der nächsten Zeiteinheit wieder nur die Hälfte, wenn auch um 1 Zeile versetzt. Wenn dazwischen aber eine horizontale Bewegung stattfand, gibt es keine vertikale Deckungsgleichheit mehr und der kumulierte Schärfeeindruck bricht zusammen auf eben nur noch 540 Zeilen - von dem auffransen ganz zu schweigen. Bei 1080p, also "progressive", werden hingegen zu jeder Zeiteinheit komplett 1080 Zeilen aufgezeichnet. Bei meiner früheren Sony CX6 ist noch zu sagen, dass es überhaupt kein "progressive" Modus gibt, auch kein 720p, nur das 1080i, wobei auch das schon ein Betrug ist, denn es werden keine 1920x1080 aufgezeichnet, sondern nur 1440x1080. Sony kann eigentlich nur noch mit 3 Merkmalen punkten: Dem optischen Bildstabilisator, der wirklich gelungen ist und wo Sanyo noch nicht ganz so gut ist. Dem Nightshot, das Sanyo nicht bietet, sowie dem Touchscreen, so dass man dem Autofokus durch Drücken auf den Bildschirm auch Mal mitteilen kann, welchen Bereich er bevorzugen soll. Unterm Strich überwiegen aber die harten Fakten der Sanyo mit ihrer besseren Bildqualität. Video dient dazu, Bewegungen aufzuzeichnen, sonst kann man ja auch Still-Fotos machen mit Ton dazu, und da zeigt Sanyo einfach richtig worauf es ankommt. Es ist schliesslich überraschend, dass so ein Aussenseiter wie Sanyo in Sachen HD ein so gutes Rennen macht und die meisten Camcorder der namhafteren Kokurrenz abhängen kann. Das nährt aber auch den Verdacht, dass diese namhafte Konkurrenz sich vielleicht abgesprochen hat, dem Kunden bewusst mangelhafte Ware zu verkaufen, um an dem HD-Hype noch ein paar Mal mehr verdienen zu können - so wie ich, der nach knapp 1 unzufriedenen Jahr mit der Sony HDR-CX6 nun wieder wechselt. Zu Zeiten von Mini-DV hatte ich meinen Camcorder gut 6 Jahre lang (und das war damals auch ein Sony allerdings MIT "progressive" Aufzeichnung, wo sie noch dem Kunden was gönnten und zeigten, was man damit noch aus einfacher PAL-Auflösung herausholen konnte). Denn es ist nicht zu glauben, dass Firmen wie Sony oder Panasonic nicht besser können - mit ihren Tausende Euro teuren Profigeräten zeigen sie ja, dass es geht - sondern für den Consumer nur nicht wollen. Wer sich erinnert, weiss, dass selbst Apple CEO Steve Jobs dies schon kritisiert hat, als noch Chips mit weniger Pixeln in "HD-Camcorder" verbaut wurden, um dann nachträglich auf HD hochzuskalieren. (So wie Sony ja auch bei 1440x1080 teilweise noch immer macht - obwohl auf dem CX-6 grossmundig "Full-HD" steht). Wirklich gut, dass der Aussenseiter Sanyo die Gunst der Stunde erkennt und sich nicht daran haltend immer mehr Marktanteile beim Kleinkunden sichert.
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